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Diskussion
Aufgefallen beim Artikel ist mir, dass einiges davon alter Wein in neuen Schläuchen ist. Offenbar mieten viele einen Arbeitsplatz. Da frage ich mich,w as jetzt der Unterschied zum Büro ist. Vom Prinzip her meine ich. Man bezahlt irgendwo Miete um dort sitzen und arbeiten zu können. Aber bitte, wenn sich dadurch der digitale Nomade davon mehr angesprochen fühlt? So soll es denn sein.
Zusammengefasst funktioniert das Walt-Disney-Prinzip wie folgt:
1. Der Platz der Visionen
Am 1. Ort träumte Walt Disney. Es war ein freundlich eingerichteter Raum ohne Telefon, aber mit Pflanzen und einem grossen Fenster, von dem aus er in die Ferne blicken konnte. Hier liess er alle Ideen kommen, auch die verrücktesten, und ging mit grosser Freude dem sprudelnden Fluss seiner Phantasien nach, ohne Rücksicht auf Realisierbarkeit und Kritiker. Hier wurde Optimismus gefordert und gefördert. Durch nichts liess er sich bremsen; er schrieb auf, skizzierte und diktierte Ideen auf Band. Mal tat er das allein, mal mit anderen kreativen Köpfen zusammen. Man sass auf Sesseln, auf dem Boden oder wanderte im Raum herum.
2. Der Platz der Verwirklichung
An einem 2. Ort, einem sachlich bis chaotisch eingerichteten Büro, sammelte er alle Informationen, wie man aus den Träumen Wirklichkeit machen könnte. Fakten, Fakten, Fakten. Hier waren Telefone und hilfreiche Mitarbeiter, Nachschlagewerke und die Unterlagen der bisher verwirklichten Projekte.
3. Der Platz der Prüfung
Der 3. Ort war der kritischen Beobachtung vorbehalten. Ein rechtwinkliger Raum, aufgeräumt, klar und sachlich möbliert, die Stühle in Reihen wie in der Schule oder an einem rechteckigen Tisch. Hier wurden die Projekte vorgelegt, begutachtet, durchgerechnet, diskutiert und von allen Seiten betrachtet.
Andererseits brauche ich zum Arbeiten meine gewohnten Strukturen. Ich mag es, blind zu wissen, wo meine Kaffeetasse steht, wenn ich zwischendurch danach greife, wie ich den Drucker in Gang kriege, wenn er streikt, und dass der Kaffee so scheusslich schmeckt wie immer. Fremde Geräusche und fremde Menschen, die an meinem Arbeitsplatz herumlaufen, stressen mich eher.
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