Ein gelungenes Attentat auf Hitler? Großartig, findet Henryk M. Broder - nur kommt es viel zu spät. Doch die Attacke auf die Wachsfigur bei Madame Tussauds zeigt: Die Verwirrung um den "Führer" wird immer größer, je länger das Dritte Reich im Abgrund der Geschichte ruht.
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Diskussion
Sehr interessant finde ich die Gedanken zur Bestrafung der "Attentäter".
Heute gibt es die Tendenz, den Nationalsozialismus als lächerlichen und beinahe surrealen Trachtenverein und Hitler als grössenwahnsinnigen Psycho, der einen lustigen Schnauzbart trug und irre Reden hielt, zu sehen. Allerdings waren die Nazis leider kein Produkt Hollywoods sondern bittere und grausame Realität. Bei allen Nazi-Witzen und Parodien, die derzeit Hochkonjunktur haben, sollte man sich hin und wieder die historischen Fakten ins Gedächtnis rufen.
Faszinierend heisst ja nicht, dass man vom Nationalsozialismus begeistert sein muss. Man darf ruhig davon ausgehen, dass der grosse Teil der Bevölkerung die historischen Fakten präsent haben.
Das Urteil über diese Zeite wird sich aber immer wieder wandeln. Jede Generation wird diese Jahre neu bewerten und die kommende wird auch immer wieder gegen die Sichtweise der Eltern opponieren. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass im Laufe der nächsten Jahrhunderte diese grauenhaften Jahre mehr und mehr zu einer von vielen grausamen Episoden verkommt. Es hat leider schon ein paar Völkermorde gegeben, die nicht viel mehr als ein Fussnotendasein der Geschichte fristen.
@ David Berger.
Diese Art von Empörung geht mir einfach auf den Keks. Wenn bspw. eine grüne Bundestagsabgeordnete reflexartig sich über einen Wachshitler aufregt, sagt dies nichts über ihre Position den Nazis gegenüber auf. Dass die Frau kein Nazi ist, liegt auf der Hand. Ich bin halt schon der Meinung des Autors, dass es sich um eine Pseudobetroffenheit handelt und daher zwar Zeitungsspalten füllt, ohne viel auszusagen.
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