06/09/2007 03:01
Warum FACTS "2.0"?
Die Sache ist die: Wir dachten ja, dass hier das stark abgelutschte 2.0 treffend ist, weil:
1. ...FACTS 2.0 WIRKLICH 2.0 ist, das heisst, die zweite Version von FACTS und
2. ...uns das die ev. Moeglichkeit gibt, Updates prominent zu kommunizieren. Also FACTS 2.0, FACTS 2.1, FACTS 2.2 etc.
3. ...soviel ich weiss, dies die erste richtige Web-2.0-Seite eines Medienhauses in der Schweiz sein wird - ich will da aber niemandem auf die Fuesse stehen und werde gerne eines besseren belehrt... Okay, das Magazin ist technisch 2.0, praktisch aber eher sowas wie 1.5 - wir muessen uns da noch etwas lockerer machen mit der Kommentierbarkeit, und wir arbeiten ja in letzter Zeit wieder intensiver an einem kleinen grossen Magazin-Update.
Streng genommen sind wir vom Entwicklungsstand her eher 1.9 oder sogar 1.7, weil drei wichtige Sachen fehlen noch:
1. Wertung der Artikel (wie Digg oder Reddit): Naechste Woche (?)
2. Editierbarkeit von Kommentaren und Einbindung von Bildern: diese Woche noch(?)
3. Statusupdates (und reziproke Einbindung in Twitter): Uebernaechste Woche (?)
Das wirklich WIRKLICH coole innovative Feature kommt aber erst viel spaeter (2-3Monate). Ich will noch nichts genaueres darueber sagen, rangge aber wie ein Schulbub auf den Stuhl hier hin und her vor Ungeduld.
Ich hab gestern zu Chris gesagt: "Das ist wie digitale Weihnachten hier."
Inzwischen gibt es aber noch 100 kleine Dinge (Schreibfehler, komische Mailtexte, fehlende Links und Navigationselemente etc.), die wir ausbuegeln muessen. Das Ding ist trotzdem bereit (und hoffentlich ist der Server: stabil genug) fuer einen "sanften Abschuss".






Diskussion
Krusenstern:
"Im Jahre 2012 wird es nicht mehr Blogger oder Journalisten geben, sondern Zeitungsjournalisten und Fernsehjournalisten und Radiojournalisten - und Blogjournalisten."
...und Journalisten, die ihre Qualitäten in 2, 3 oder vielen Medien ausspielen können. Je nachdem, welches Medium die Story gerade erfordert.
Früher haben uns die klassischen Medien die Welt nach Hause gebracht und heute schrumpft bei vielen mit dem Budget offensichtlich auch die Welt. Dann lesen wir halt in der Zwischenzeit Blogs. Ich hoffe aber, dass die klassischen Medien sich eines Tages auf ihre ursprünglichen Qualitäten besinnen und guten Recherchen, starken Meinungen, cleveren Analysen, echten Geschichten, egal woher sie kommen, wieder mehr Platz einräumen. Korrespondenten brauchen sie ja oft nicht mehr, sie müssten nur ein paar von den besten Bloggern auf faire Art und Weise einbinden. :)
http://www.informationarchitects.jp/ia-t rendmap-2007v2
Wir haben auf der Karte die Modelle abgesteckt, die fuer ein FACTS 2.0 in Frage kaemen. Dann haben wir ein Konzept erarbeitet, das Social Networks und News, alte und Neue Medien miteinander verbindet. Dann haben wir Wireframes um Wireframes gebaut, bis die Sache einigermassen einfach war.
Waehrend der Programmierung wurde die Sache dann weiter vereinfacht.
Ein kritischer Zeitgenosse halet FACTS im Gegensatz zum Magazin fuer "nicht innovativ". Das ist sehr ueberraschend. Wueder diesen Vorwurf gerne diskutieren...
Ich halte die Idee, einen Aggregator (some call this a planet) bestehend aus News und Blogs mit social networking zu verbinden, nicht für wahnsinnig bahnbrechend. Oliver hat selber mir gegenüber das Beispiel Newsvine erwähnt. Den neuen "Magazin"-Auftritt hingegen empfinde ich persönlich als wirklich innovativ. Aber immerhin, hier wurde von grund auf alles neu programmiert - man hätte ja auch einfach Pligg nehmen können wie der "Stern"...
"Ich denke, wenn Du FACTS 2.0 im Context sieht, dann ist FACTS 2.0 sehr wohl innovativ.
1. Context Schweiz: Es gibt weder richtig starke Aggregatoren noch ein Social Network, das was taugt.
2. Context Medienhaus: Ein traditionelles Medienhaus davon zu ueberzeugen, dass man klassische News mit Bloggen mixt, ist nicht eben selbstverstaendlich.
3. Context Zeitdruck: Tamedia gab uns genau 1 Woche, um ein FACTS-Konzept einzureichen, bevor der Hahn ganz abgedreht worden waere. Das Ding hier wurde in 6 Wochen hingebrettert. Und das soll keine Ausrede sein, denn ehrlich gesagt, viel besser haetten wir das mit mehr Zeit nicht hingebracht. Vielleicht war gerade der Zeitdruck ein Bonus.
Und dann stimmt Deine Behauptung, dass die Kombination von News-Aggregation und Networking bereits existiert auch nicht. Newsvine ist vergleichbar, aber ein Chaos ohnegleichen. Digg hat social Networking-Funktionen, die sind aber sekundaer. Die Balance, die wir hier zwischen Aggregation und Networking IST neu."
Und so, muss ich anhaengen, sie in dieser Einfachheit hinzukriegen, war extrem schwierig. Vereinfachung IST Innovation. Siehe Apple.
Über Apple lass ich mich jetzt mal nicht aus - sonst werde ich hier wieder öffentlich gelyncht... ;)
OMG, so many questions... :D
Die Anforderung der Tamedia ist, dass wir kostendeckend sind. Und das ist schwierig genug. Zuerst muessen wir die Produktionskosten einholen, dann die laufenden Kosten.
Was die rechtliche Lage anbelangt, da hat Chris noch ein Paar gute Punkte. Aber grundsaetzlich gilt: Wer findet, dass FACTS von ihm oder ihr mehr profitiert als er oder sie von FACTS, und also nicht dabei sein will, der oder die ist halt nicht dabei. Aber das waere wie wenn man DIgg verbieten wueder gefeatured zu werden, weil die Werbung haben. Also nicht anderes als dumm. Schaden tut FACTS SICHER niemandem. Nicht mal den Neidern. Denn die leben ja von der Selbstverzehrung. : )
Aber es gibt eine pragmatische Lösung wie z.B. bei Pligg: Man beteiligt die User (bzw. die Ersteller des Contents) an den Einnahmen.
FACTS Online gewünscht ...
Wünsche den Initianten einen guten Start!
Wie wärs mit FACTS 3.0 anstatt FACTS 2.0 (= Web 2.0)??
Gruss
Oli
Melden Sie sich an oder loggen Sie sich ein, um an der Diskussion teilzunehmen.