Das Gesicht sehen wir nicht
Menschenhandel in Deutschland. Und keiner schreibt darüber
Zehn Minuten Psychose
Die traurige Konjunktur der Kindsmörderin
Die andere Seite des Kehrichts
Twitterer als Chronisten, Real Timer oder Promotor
Diskussion
Bin ja selbst schon lange dabei und hab als Blogger sogar das beschriebene Facts-Grounding überlebt. Facts bietet trotz allem ein sehr wertvolle Plattform - dass muss so bleiben! Und was bisher nicht angesprochen wurde und wohl eine der Hauptursachen für die unterschiedliche Wahrnehmung darstellt: Die Distanz!! Wieso habe ich in meinem Notizen noch nie „wüste“, beleidigende oder verletzende Zuschriften erhalten, aber einzelne Factsredaktoren kriegen die zu hauf ? Wieso fürchtet man bei Facts, pointierte Äusserungen eines Bloggers könnten direkt in die Katastrophe führen? Wieso fehlt jedes Vertrauen in eine „Selbstregulation"?
Netiquetten und Bremsfallschirme sind gut. Toleranz ist aber besser!
Zufällig kenne ich den Schriftverkehr zwischen einer Wochenzeitung mit parteipolitischer Hintergrundfärbung, den Angegriffenen und dem (dazu angerufenen) Schweizerischen Presserat: Was da mit schönsten Juristendeutsch geschrieben wird, hat auf keiner Kuhhaut mehr platz…. Offensichtlich kann man alles, wenn von oben mit Tricks und von „Medienfachleuten juristischer Herkunft“ gedeckt wird - vor was um Gottes Willen fürchtet sich denn die Factsredaktion? Seid Ihr die Leprakranken des Konzerns geworden, weil Ihr Euch mit ungefilterten Stellungnahmen abgeben müsst?
Wenn das zu teuer ist, muss die Redaktion sich endlich transparente Regeln verpassen bzw. selbst transparent kommunizieren, etwa in einem Redaktionsblog. Insgesamt sollte sie sich stärker zurückhalten. Die ständigen Rollenkonflikte sind ungesund. Ein Tipp von einem erfahrenen Community-Manager: User-Löschungen niemals durch Redakteure, sondern nur durch den Admin vornehmen zu lassen. Das bewahrt vor allzu spontanen Entscheidungen. Das spricht auch wieder für eine stärkere Rollenverteilung. Aber ich weiß ja auch, dass allzu viel Transparenz gar nicht gewünscht ist.
Was mir hier zu fehlen scheint, ist die Bereitschaft, von anderen Community-Plattformen aktiv lernen zu wollen. Experimentieren ist ganz nett. Aber solche Massenausschließungen aktiver Mitglieder sind auf lange Sicht tödlich. Die Schweizer Community ist schließlich überschaubar - und längst nicht so erholbar wie eine englischsprachige Community mit fast grenzenlosen Ressourcen. Und die Facts-Community scheint mir doch sehr klein und fragil zu sein. Vor Thinkabouts Ausschluss jedenfalls war die Diskussionsfreude meiner Wahrnehmung nach höher als heute.
bemerkenswert finde ich die bemerkung von martin ackeret: "Es ist aber auffallend, dass regelmässig Nutzer verschwinden, die interessante Kommentare abgegeben haben."
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