07/08/2008 12:22
Journalistische Einfallslosigkeit: Mehr Format wagen!
Blogger werden belehrt, dass sie erst journalistischen Stilformen pauken möchten, bevor sie sich einzumischen wagen – dabei brauchen neue Medien neue Formate.
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Diskussion
Da ich die beiden "+"-Geber aufgrund Ihrer Kommentare sehr schätze, können die mir vielleicht weiterhelfen - nicht ohne klar und deutlich zu versichern, dass ich weiterhin aus Spass blogge und nie, niemals einem echten Journalisten zu Nahe treten will und auch nie Gründe dafür liefern will, dass ein MItarbeiter der Tamedia Group weniger Lohn oder weniger Zuwendung seines geschätzen Arbeitgebers erhalten soll.
Vermute ich richtig, dass irgenwo eine tiefsitzende Angst vor Bloggern besteht, die ausserhalb eines Sozio-/Psycho-/Philo- und/oder Journalistikstudium denken gelernt haben und sich getrauen, sich einfach so aus Spass an Blogdiskussionen zu beteiligen? Sind Euch Journis irgendwie Trolls und Dummschwätzer doch noch viel lieber, weil man die so einfach in Schachteln packen kann?
Schreiber (in)der Umgang damit ist Mass gebend und nicht allein das Wissen der* Studiosi!*
Auch das Sprechen der Sprache ist ist so variabel wie der Ton der es zu den Ohren bringt!
Lasst das Schreiben all jenen die auch eine gesunde Einstellung zum Wort,und auch die Ausdrucksform die im jeder Situation gerecht formuliert wird ,oder werden sollte!
Das Wort als Sprachrohr sollte bleiben,der Umgang damit fällt vielen schwer.
Weil .....wie sage ich,s meinem Kinde???
Auch sollte doch so geschrieben werden,die Worte eingesetzt die der Sprache im Text und der Handlung vorgegeben sind!
Oft ist es so müssig ja Leidvoll immer ein (Fremd-Wörterbuch),auf dem Pult zu haben.
Entweder, Deutsch,Französisch,Englisch ect. in einem Text,und nicht so ein
CHRUESCHIMUESSI
Es macht doch Spass zu wissen dass man es auch geniessen kann zu Bloggen ohne
Vorurteile wer was am Besten kann und macht!
Verständnis und Verstand ist doch im Toleranz Bereich......oder ?
Oder bin ich da falsch gewickelt?
d, Paula
usem Bärnerjura
Der Verfasser versucht zu ergründen, wie und weshalb gewisse Textsorten bei Blogs funktionieren, obwohl sie vermeintlich gegen alle hergebrachten journalistischen Regeln verstossen. Er kommt zum Schluss, dass es da Nicht-Journalisten gibt, die es instinktiv richtig machen; die das Blog-Handwerk erlernt und nicht journalistische Grundsätze gebüffelt haben. Ja, die Blogger, die er beschreibt, sind den Journalisten sogar voraus, weil sie sich nicht durch solche Regeln behindern lassen.
Ich glaube, der Autor ist weit entfernt davon, zu definieren, was ein Blogger ist, oder irgendeine Doktrin aufzustellen. Er hat ziemlich locker Stichproben gemacht und sich an Gedankenspiele gewagt. Er hat aufgezeigt, was die Blogger seiner Meinung nach richtig machen. Weshalb das ein solche Aggression auslöst, verstehe ich nicht.
P.S. Ich habe weder ein Sozio-/Psycho-/Philo- noch Journalistikstudium absolviert. Und: Ich habe einen Blog und blogge gerne und leidenschaftlich.
Als Blogger kann ich mir Gedanken darüber machen, wer meine Leserinnen und Leser sind, und ich kann versuchen, ihre vermuteten Erwartungen zu erfüllen. Eventuell werden sie es honorieren, eventuell aber auch nicht. Oder ich kann genau das tun, was ich meine tun zu müssen, genau das schreiben, was mir zuvorderst liegt, und dies in der Form tun, die mir dafür als die richtige erscheint. Und wenn das heist, dass ich jeden Satz in einer anderen Sprache über ein anderes Thema schreibe: Ja dann halt! Wers nicht goutiert, der klicke, und tschüss!
Hätten sich immer alle an die Regeln gehalten und sich der hergebrachten Formen bedient, müssten wir noch heute Keile in feuchte Tontafeln ritzen.
Also, in diesem Sinn gefällt mir der Artikel.
Mit der Gründung des „stern“ waren wohl weit weniger Zwänge vorhanden, als dies heute der Fall ist, denn damals dürstete Deutschland nach Informationen und Reportagen, die mal nicht nur von Nachkriegszeit und Wiederaufbau handelten. Die Auflagenexplosion gab Herni Nannen recht.
Was für mich bei Klaus Jarchow durchschimmert, ist der mit Erstaunen verbundene Neid, dass eben Blogger ab und zu den Bogen raus haben, obwohl sie gottgewollte und in Stein gemeisselte Journalistenregeln verletzen.
@Beta: Die Definition von „Blüten im Internetsumpf“ gefällt mir sehr und ich teile Ihre Ansicht ohne Vorbehalte– gefällt was, liest’s man und bloggt vielleicht mit, wenn nicht – ein Klick genügt.
Übrigens 1: Aufgeregt hab ich mich keineswegs, liebe Sabine, nur habe ich früher, als ich am Validieren von Analysenmethoden mitarbeitete, gewusst was ich tat, wenn Klaus Jarchow seine „valide Daten“ aus seinem Blog zitiert, bezweifle ich das sehr...(vielleicht schenkt Paula ihm ein Femdwörterlexikon, damit er „Verifizieren“ und „Nickname“ nachschlagen kann?)
Übrigens2 - Wikipedia darüber: Die Validation ist eine Methode aus der Sozialen Arbeit, mit alten, an einer Demenz erkrankten Menschen zu kommunizieren.
Unseren Blog ziert ein gross geschriebens Wort, nämlich "Echtschreibung".
Damit wäre eigentlich alles gesagt. Man kann sicher darüber diskutieren, wie lange Beiträge sein dürfen, oder sind. Ich vertrete die Meinung, dass man die selbigen nicht in fünf Wörter packen kann. Schliesslich habe ich ja nur die eine (Meinung). Ich würde nie den Anspruch stellen, mich besser zu artikulieren als ein sogenannter Gstudierter.
Nur darf ich mich umgekehrt fragen, warum einen Meldung mit fast identischem Text in fünf Onlinezeitungen gleichlautend erscheint. Muss man dazu über spezielle Kenntnisse verfügen. Paula hat auch eine für mich wichtige Aussage getroffen. Der Leser entscheidet über das Geschriebene. Egal ob grammatikal richtig, nach alter oder neuer Rechtschreibung – es zählt das Wort in seiner Bedeutung, seinem Ausdruck. Einfach authentisch. Was möchte ich damit ausdrücken, sagen, mitteilen möchte.
So gesehen einen alt bekannte Diskussion um des Kaisers Bart. Man muss anerkennen, warum auch Quereinsteiger es bis in den Literatur-Olymp schafften. Schreiben ist ebenso einen freie Kunst wie alle anderen Kunstformen. Trotz aller Belehrungen laufen den etablierten Medien die Leser davon – darüber sollte man nachdenken bzw umdenken. Ich jedenfalls werde weiter frei Schnauze schreiben. Vor allem für Menschen die sich um die Inhalte dieser Diskussion wenig interessieren. Die mit beiden Beinen im wahren Leben und Alltag stehen. So hat ein jedes Töpfchen seinen Deckel. Jedem wie es ihm gefällt. Alles andere von Interesse wurde von den VorschreiberInnen bereits erwähnt.
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