13/09/2008 14:30
Religionskritik und Bekenntnisse zum Atheismus machen sich heute lauter bemerkbar als noch vor einigen Jahren. Auf der anderen Seite ist die selbstgerechte Klage über die «Gottlosen» auch nicht verstummt. Angesichts dessen lohnt es sich, an das Zweite Vatikanum zu erinnern, das den Atheismus nicht verurteilt, sondern sich einem selbstkritischen Gespräch mit ihm geöffnet hatte.
Von Jan-Heiner Tück
Von Jan-Heiner Tück







Diskussion
Richard Dawkins (der Richard Dawkins der auch das Mem erfunden hat)
http://www.ted.com/index.php/talks/richa rd_dawkins_on_militant_atheism.html
@Sabine_Gysi: Die Katholikin, von der du sprichst, gehört genau zu den Konservatoren, die - wohl weil ihr Glaube gerade stark genug ist zum Hassen, aber nicht gross genug, die Anderen zu lieben - mit solchen Femesprüchen Angst machen wollen. Ich bin zwar deiner Meinung, dass der Dialog mit solchen fundamentalistischen Exponenten einer Religion tatsächlich nichts bringt und dass man sich da wirklich besser in Ruhe lässt. Trotzdem ist deine Ausgangshaltung - nämlich dass jede Religion einen guten Kern haben kann - eine Haltung des Dialoges. Find ich gut.
http://www.schmidt-salomon.de/neuhuman1. pdf
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wisse n/Religion-Atheismus;art304,2522614
Hab ich auch mal geschrieben zum Thema. Ich bin gespannt, wie die Reaktionen ausfallen.
Auf jeden Fall erkläre ich das "militantere" Auftreten der Atheisten - insbesondere in den Vereinigten Staaten - als Reaktion auf das zunehmend aggressivere Auftreten der extremen Christen. Insbesondere die Forderung nach einer dezidierteren Verankerung in der Politik. Bspw. durch Einflussnahme in der Erziehung. Das schreit nur so nach starken Reaktionen.
Ich habe mich nicht so klar ausgedrückt. Ich finde nicht, dass eine solche Reaktion der beste Weg ist. Fundamentale Bewegungen provozieren einfach um 180 Grand entgegengesetzte Reaktionen.
Richtig entegentreten kann man Fundamentalisten aber nie. Die spielen geistig in einer anderen Liga. Man kann aber, und da gehe ich mit Dir einig, mit vernünftigen Argumenten all jene erreichen, die noch nicht hoffnungslos abgedriftet sind.
Alle ökumenischen Errungenschaften in der Schweiz sind praktisch von der katholischen Seite boykottiert oder zurückgenommen worden – wieso soll der Wolf im päpstlichen Ornat nun anderswo dialogbereit sein?
An die katholische Öffnung beginne ich etwa dann zu glauben, wenn denen in Rom mal klar wird, das sich Aids durch ungeschützten Geschlechtsverkehr verbreitet und ihre Schäfchen nur während der Beichte enthaltsam sind (manchmal wohl nicht mal dann…)
Kurzum: Für einen echten Dialog braucht es immer zwei und ich seh’ kein Gegenüber!
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