16/09/2008 20:26
Größte Krise seit 1930: IWF sagt Neuordnung des Weltfinanzsystems voraus
Der Internationale Währungsfonds erwartet als Folge der Finanzkrise einen enormen Umbruch im Finanzsektor. "Die Finanzmärkte werden am Ende sowohl mit Blick auf die Strukturen der Märkte als auch a... »







Diskussion
Als ehemaliger Vize von JP Morgan (..einer der nächsten Todeskanditaten ),würde ich ihm sowieso kein Wort glauben.
Aus diesen Worten spricht die nackte Angst..
Die "Neuordnung"des Weltfinanzsystems wird kommen,allerdings nicht so,wie es der IWF gerne hätte & mit Sicherheit ohne deren Zutun :))
Sie können gerne Arbeitsgruppen bilden,so ähnlich wie in einem sozialistischem Politbüro...ohne Funktion & Einfluß auf das Weltfinanzsystem und die Weltwirtschaft.
Mit anderen Worten,auch die Tage des IWF sind gezählt.
Selbstverständlich möchte ich das gerne,freundlicherweise tun,vorausgestzt,Du (Ihr) bist (seit) meiner Argumentation auch zugänglich.
Bitte gestatte mir,das ich etwas weiter aushole,um meinen Standpunkt darzulegen.
1.Weltweit befindet sich die Wirtschaft auf Talfahrt (Schußfahrt nach San Remo wäre besser )
2.In 70 % aller Länder platzen oder beginnen die Immobilienblasen zu platzen,eine rein spekulative Anlageform,die keinerlei volkswirtschaftlichen Gewinn erzeugt,wenn diese Immo`s neu beliehen werden,um damit zu konsumieren,wie es am Beispiel der USA offensichtlich wurde.
3.Wir reden hier nicht von Inflation,sondern von Deflation als ein sich selbst verstärkenden Prozeß
,der durch die Aktienkrise (ebenfalls rein spekulativ) 2001/2002 ausgelöst wurde & nicht erst jetzt,durch den Bankencrash ( bedingt durch die massenweise Anhäufung von" faulen" Krediten vom Leben auf Pump ),der noch lange nicht zu Ende ist und der in den allgemeinen Systemcrash münden wird.
4.Im Zuge dieses Scenarios weltweit,sind ganze Abteilungen in Konzernen,damit beschäftigt,Bilanzen mit allerlei Tricks zu "schönen",um nicht zu sagen zu manipulieren.
Ebenso,wie natürlich auch staatlicherseits "Einiges" getan wird,um die Karre,wenn auch mühsam am Laufen zu halten.
...World.Com,Enron,Siemens...die Liste der aufgedeckten Skandale ließe sich fortführen...
schon mehrmals stand unser Finanzsystem vor der Kernschmelze
Unter dem Eindruck des Geschehens am Montag,das sich unter "Finanz-und Wirtschaftsexperten"schon lange abzeichnete,also auch Herrn Lipsky bekannt gewesen sein müßte,vermute ich einfach !...und dies nur die Spitze des Eisberges war,welcher auftauchte....
finde ich es unverantwortlich von Konjunkturaufschwüngen,Nicht-Rezessionsgefahr..."Unterschießen & Überschießen" von Preisen (wer hat das blos übersetzt?) und Neuordnung des Finanzsystems zu reden.
Es soll der Eindruck erweckt werden,nach anfänglichen Schwächeanfällen,die völlig "überraschend" kamen,hätte der IWF und andere Finanzorganisationen das Heft nun wieder völlig in der Hand...ergo der "Kleinanleger" und mögliche Investoren sollen eingelullt werden und weiter ihr Geld in einem zusammenbrechenden Aktien-und Finanzsystem verbraten.
Dem ist aber nicht so ...längst sind den Akteuren & "Globalplayern" die Fäden entglitten und sie müssen ohnmächtig zusehen,wie die Puppen ein Eigenleben entwickeln (..oder die Geister,die sie in ihrer Gier riefen)
Eine Neuordnung des Finanzsystems wird ohne den IWF stattfinden,weil es diese Organisation dann nicht mehr geben wird !
Nur deshalb wird immer wieder von der von mir geschmähten Mainstreampresse ein Verharmlosungs-und Verschönungskurs gefahren,denn das System lebt stark von der Stimmung & Meinung der Leute....bis es halt absolut nicht mehr geht,auch zur Weltwirtschaftskrise in den 30ìger,wurde noch zwei Tage vor dem "schwarzen" Freitag von einem völligen Überwinden der Krise vom damaligen US-Präsidenten geschwafelt !
...Und glaube mir,wer nichts aus der Geschichte lernt,wird gezwungen sie zu wiederholen..
Ich gebe gerne zu,daß meine persönlichen Ansichten etwas radikal sind und von den üblichen Lehrmeinungen abweichen,ich möchte auch keine Panik erzeugen,nur etwas Realitätssinn anmahnen,das hat noch nie geschadet...,außerden neige ich auf Grund meines biblischen Alters,verstärkt zu pessimistischen Einschätzungen :-))
Sieh Dir die neuesten Nachrichten an,die über den Ticker kommen...und Du wirst überrascht sein
Ich bin selbst alles andere als ein Wirtschaftsfachmann und kann deshalb den Wert Ihrer Einschätzungen nicht beurteilen, vermute aber aufgrund des behauptenden Charakters und der vielen Smiley und Trippelpunkte, dass sie eher ideologisch geprägt, denn sachlich fundiert sind. Nichts für ungut, Moritz.
vielen Dank für die prompte Antwort...viele verschiedene Meinungen fördern den Erkenntnisprozeß ungemein...das ist ja das Schöne bei Facts,daß wir unsere Diskussionen & Kommentare später an der harten Realität messen können,nicht wahr :-))
Und der IWF wird sicher nicht ganz abgeschrieben werden. Immerhin ist das ein strategisches Instrument um anderen Ländern in Geldnot Vorschriften zu machen. Machtpolitik also. Es kommt somit auch darauf an, wie fest die tonangebenden Länder sich selber und untereinander aus dem Dreck helfen. So viele Schulden zu haben wie bspw. die Amis ist nicht gut, jedoch können die Gläubiger nicht einfach aussteigen.Immerhin sind die Abhängigkeiten voneinander stark.
Klar ist aber auch, dass einiges den Bach runtergehen muss. Jede Spekulationsblase platzt einmal. Im Grunde wissen das alle.
Da geb' ich Dir sehr wohl recht und so will ich meine Meinung doch noch kund tun:
Ich halte Schadenfreude (ich entschuldige mich, falls ich die Smilies falsch verstanden haben sollte) in diesem Sektor für etwas gar blauäugig. Sicher hat das Regelwerk der Ökonomie stellenweise Kritik und Reformen verdient, trotzdem ist es in seiner Substanz nicht das schlechteste. Der allzu oft geäusserte Verdacht, dass irgendwelche Mächtige und Reiche es nur dazu benutzen dem kleinen Mann Geld aus der Tasche zu ziehen, dünkt mich allerdings oft etwas zu simpel gestrickt und wenig konstruktiv.
Ein paar Fragen:
Mich dünkt es doch strukturell offensichtlich, dass im Zuge der bereits vollzogenen Veränderungen angrenzender Systeme (Kleinaktionäre, Globalisierung der Finanzmärkte, Enorme Effizenz-und Verflechtungs-Steigerung im Finanzbereich) auch das Finanzsystem zu einer Neuordnung gezwungen wird. Oder wie siehst Du das?
Habe ich es richtig verstanden, dass die Immobilienkrise _nicht_ eine Folge der Sache selbst - Immobilien gelten wohl zu recht als eine der stabilsten Anlageformen überhaupt - sondern eher eine Folge der massiven Kreditvergünstigungen ist, die die USA nach dem 11. September zur Abwendung einer Wirtschaftskrise eingeleitet haben?
Ist es nicht so, dass auch das Finanzsystem selbstregulierende Mechanismen kennt, die verhindern, dass der Kollaps einer Teilsystems nicht zum Kollaps des ganzen Systems führen? Bin ich da selbst blauäugig?
Und eine Feststellung:
Angst war noch nie ein guter Berater. Ich find's deshalb eigentlich verständlich, dass Herr Lipsky anstatt einen Systemcrash heraufzubeschwören lieber von einer Neuordnung redet. Ich vage gar zu behaupten, dass es sehr selten vorkommt, dass Systeme einfach mit Ach und Krach untergehen, um durch ein vollkommen neues System ersetzt zu werden. Ich würde sehr gerne mal darüber lesen, was das denn für ein System sein könnte? Meist wandeln sich doch Systeme eher - durch Neuordnung.
Würden sie es nämlich,so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh..."
Dieser sinnreichen Feststellung von Henry Ford,kann ich mich nur anschließen :)
Es scheint heute sogar noch schlimmer,als früher zu sein...
Das Finanzsystem kann im Prinzip jeder durchschauen,vorausgesetzt er läßt sich kein X für ein U vormachen...man muß dazu weder Abitur,noch studiert haben.
Es wird in Publikationen,Artikeln,s.o.alles getan,um die gläubigen Massen zu belügen und zu benebeln,solange dieser Unsinn eben geglaubt wird.
Aus diesem Grunde kann es kein selbstregulierendes Finanzsystem geben...es muß erst platzen,bevor es sich neu gründen kann.
Das Finanzsystem,die Wallstreet...Börsen & sonstige Wettbüro`s welltweit,werden alleinig von der Gier getrieben,wobei das Kleinanlegervolk der Aktionäre,als ständig als zu melkenden Milchkühe betrachtet werden.
Wenn selbst Kongreßabgeordnete behaupten,daß nur noch die Dummheit des Finanzministers Hank Paulson größer ist als die Gier an der Wallstreet,dann muß doch etwas daran sein,oder ?
http://www.welt.de/politik/article246620 9/US-Politiker-empoert-ueber-Dummheit-de r-Regierung.html
Oder glaubt jemand,daß ein hochrangiger Angestellter des IWF,ehemals Mitarbeiter in der Chefetage vom Derivatenmonster JP Morgan,die Interessen dieser Leute vertritt ?
Eines der größten Mißverständnisse unserer Zeit,ist die Vorstellung,daß Immobilien eine der sichersten Wertanlagen sind.
1.das Wort Immobilie sagt schon viel...man ist nicht mehr mobil...man kann diese Immobilie weder mitnehmen,noch schnell zu Geld machen,wenn`s am dringensten gebraucht wird (eben in der Krise )
2.die Immobilien sind ca.30-fach überbewertet,zuviele wollen & müssen daran verdienen.
Das gilt nicht nur für Deutschland,sondern für 70 % aller Länder weltweit.
3.die Häuser werden benutzt,nicht um selbst darin zu wohnen,sondern zum Vermieten,Beleihen für Konsumtion.
4.durch die Kredite für den Neubau,machen sich die Kreditnehmer zum Schuld-und Zinssklvaven,oft ein Leben lang.
Wer wirklich Geld hat,um ein Haus zu kaufen...ich rede hier von den richtig reichen Menschen,wird sich niemals eine Immobilie kaufen,wozu ?
Er kann die Million für die Villa viel nutzbringender anlegen..von diesen Leuten werden Immobilien gemietet...
Niemand will einen Systemcrash heraufbeschwören,mir persönlich wäre es lieber dieses System würde noch eine Weile funktionieren.
Es sollte aber jedem klar sein,daß die Ammenmärchen & Fabeln von Lipsky & Co.nicht mehr lange Bestand haben werde.
Wenn man die Gefahr kennt,kann man sehr gut reagieren,den es betrifft diesmal viele Menschen.
Die Spekulationen sind einfach zu groß geworden..
http://kurse.focus.de/news/otsCorporateN ews-GrunerJahr-sternde_id_news_84746843. html
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/a rtikel/1/der-absehbare-kollaps/
http://www.handelsblatt.com/finanzen/fon dsnachrichten/finanzkrise-greift-auf-gel dmarktfonds-ueber;2043490
www.rense.com
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