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Diskussion
Das stimmt aber nicht. Emos sind auch offline sehr präsent.
Wenn ich ein paar Erlebnisse in Verbindung mit EMO's bringe, stellen sich mir deutlich die Nackenhaare auf.
Da gab es ein Erlebnis, das mir nicht mehr aus dem Kopf ging: Ich fuhr eines normalen Tages mit dem Bus nach hause, als ein weiblicher EMO einstieg. Vorerst beachtete sie niemand, alle schauten zum Fenster heraus, wendeten sich ihren Zeitungen zu oder vergassen sich in die Musik auf ihren iPods. Obschon sie mit ihrem schillernden Auftreten schon grosses Aufsehen erregte. Als sie dann gemeinsam mit mir ausstieg, folgte uns eine regelrechte Gruppe von Leuten. Als sich die Bustüren hinter uns schlossen und der Bus abfuhr, stellten sich einige Jugendliche um sie auf, beschimpften und verleugneten sie. Sie bezeichneten sie als Ritzerin und suizidgefährdeter Emo, machten sich im grossen Ausmass über sie lustig. Ich stand etwas abseits, aber ich war nahe dem Schauspiel, dass sich mir bot. Ich war schockiert, gross ausrichten jedoch konnte ich nicht. Ich hatte nicht den Mut dazu.
Und ich finde, unsere Gesellschaft hat oft (nicht immer) nicht den nötigen Mumm dazu, unterdrückte Kulturen in Schutz zu nehmen. Ich finde, wir sollten das lernen, auch wenn es gewisse Konsequenzen mit sich bringt.
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