23/11/2008 00:00
Es braucht einen Alltag auf Deutsch
Bei Migrantenkindern die Muttersprache zu pflegen, ist eine gute Sache. Doch für den Schulerfolg braucht es eine frühe und intensive Förderung der Zweitsprache Deutsch. Von Kathrin Meier-Rust »







Diskussion
Wenn ich zurück blicke in meine Jugend in Basel, war Deutsch und Integration kein Thema. Der Alltag fand eh nicht zu Hause statt. In der Schule, im Fussballclub, in der Jungwacht, im Studium, in der RS waren immer Italiener, Spanier, Türken, Tschechen, Ungarn, Jugoslawen dabei. Da wurde Baseldütsch gelernt. Kultur und Integration fand ausserhalb des Elternhauses statt. Und aus jedem und jeder von uns ist was geworden - je nach Talent Automechaniker oder Wissenschafter mit Doktortitel. Unabhängig davon, ob bildungsferner Migrant oder bildungsambitionierter Schweizer.
Es geht aber auch um das Vermischen von unterschiedlichen Dingen. Einerseits ist da die Integration. Diese funktioniert am besten in gemischten Populationen. Die Gettoisierung ist ein Problem, auf allen Stufen des Zusammenlebens.
Andererseits gibt es die Intelligenzverteilung in einer Schulklasse. Geht man davon aus, dass diese - unabhängig der Herkunft - normal verteilt ist (Gauss'sche Glockenkurve), so ist auch die Leistung im Fach Deutsch normal verteilt. Daran rumschrauben zu wollen ist verlorene Liebesmüh'. Das kann jeder Lehrer bestätigen.
Aber eben, das ist nur mein befangener Blick zurück. Allerdings scheint mir meine Tochter obige Aussagen zu bestätigen.
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