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Diskussion
Nur ein Beispiel: Der Begriff Neozoen ist der Autorin wohl völlig unbekannt - gerade die „Fremden“ sorgen jedoch für die stärksten Veränderungen in den verschiedenen Ökosystemen. Ob das gut oder schlecht ist, kann selten eindeutig beantwortet werden, manchmal sind die Folgen jedoch frappant (Aussterben der heimischen Süsswasserkrebse infolge „Einwanderung“ des amerikanischen Kamberkrebses - dank Aquarianer und „Tierfreunde“) Meist stehen wir am Anfang einer unbekannt verlaufenden Entwicklung. Ob die seit etwa 2 Jahren „entdeckten „Crevetten“ in Bodensee und Genfersee (es sind in Tat und Wahrheit Schwebegarnelen) die aquatischen Systeme nachhaltig beeinflussen, weiss heute noch niemand… Und wenn im Mittelmeer plötzlich tropische Kugelfische gefangen werden, so wird früher oder später eine süditalienische oder griechische Fischersfamilie draufgehen, aber das ist natürlich entwicklungsgeschichtlich ohne Bedeutung…
Der Artikel ist lediglich ein Denkanstoss, den ich durchaus interessant und lesenswert finde. Dankeschön.
Aber die Frage ist, ob wir uns infolge der Entstehung einer neuen Unterart „Apfelfruchtfliege“ wirklich freuen sollen - ich meine nein….aber das amerikanische think positive! ist allemal toll und ob eine neue Art entstanden ist, kann aufgrund klarer Richtlinien jeder Bio- oder Zoologe sofort sagen.
Übrigens hat die aus der Schwarzmeerregion eingewanderte Schwebegarnelen im Bodensee eine eigenständige Entwicklung durchgemacht und sie hat, als neue Art, den wissenschaftlichen Namen Limnomysis benedeni erhalten - somit dürfen Sie sich, lieber amikaro, nun ganz doll freuen!!
Beim Flusskrebs sehe ich das nicht so eng. Ich glaube Pacifastacus leniusculus G., Procambarus clarkii G. und Astacus fluviatilis L. kommen gut miteinander aus. In der Birs soll es übrigens wieder Astacus spec. geben, was für eine sehr gute Wasserqualität spricht. Lauwarm im Salat schmecken übrigens alle drei Arten sehr gut ;-)
Das hat weder was mit "amerikanischem think positive" (was auch immer das sein soll und wie auch immer sich dieser unterscheidet, ist ja egal) noch mit Entstehung neuer Arten unnatürlicher Art zu tun (z.B. durch Einschleppen neuer Arten à la Waschbär in Deutschland oder dolphins Garnellen).
Es geht auch nicht darum, dass wir jetzt gefährderten Arten nicht helfen sollen. Es geht darum, dass die Natur lebt, dass Arten kommen und gehen und dass dies durchaus etwas Schönes sein kann.
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