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Diskussion
aber es ist unsäglich, wie tamedia dieses jahr unter entzugserscheinungen zu leiden hatte.
der alte mann ist tot, vorbei, geschichte.
aber irgendwie schafft es tamedia immer wieder, einen grund zu finden, um über den alten sack schreiben zu können.
ich hatte gehofft nach c.seibts nachruf auf c.b. hätte sichs erledigt, aber nein, da schickt der f. canonica den zaugg ein halbes jahr lang dem blocher auf die fersen, um kurz vor den wahlen zu schreiben, der blocher sei eigentlich schon ein lieber mensch.
auf tagi-online erscheinen seit drei wochen jeden tag mind. 5 texte täglich über den alten herrn und seine partei.
und der tagi-print hat - kaum war blocher vier wochen von der bildfläche verschwunden - wieder eine seite geschrieben, was denn da los sei, warum meldet sich blocher nicht blabla...
tamedia, emanzipiert euch doch bitte von dem alten herrn. die svp scheint es langsam ja auch zu schaffen
"Er griff zum Zuckerglas und schüttete seine Wähe schneeweiss zu. Er liebe Zucker. Der sei oft wichtiger als die Wähe! Derart hyperglykämisch aufgeladen, stand er plötzlich auf und marschierte los zur Pressekonferenz, und Mörgeli und ich kamen kaum nach. Seine Kraft. Sein Magnetismus."
Wie man sich da schon fuerchtet um den jungen Thomas Zaugg Skywalker. Und dann:
"Sein Bruder streift vorbei, fragt mich nach meinen Wurzeln. Was für eine Sprache ich sprechen würde? Woher meine Mutter komme? Ob ich nicht einmal zu ihm nach Hallau kommen könnte, er wolle mein interessantes Gesicht noch eingehender physiognomisch studieren."
You don't know the power of the dark side. Von wegen menschlich!
Ich schliesse mich Oliver an
Dass Thomas selber im Text sehr präsent ist, ist klug. Es ist der Kitt, der einen eher episodenhaften Text zusammen hält. Und gerade in Szenen wie denen, die Oliver zitiert hat, ist es erst Thomas' Präsenz, die eine Anekdote so stark macht.
Wie bereits nach dem Dok-Film über Gerhard Blocher frage ich mich, wie sehr man den Bruder beiziehen darf, um Blocher selber verstehbar zu machen.
Das alles ändert gar nichts daran, dass Thomas ein grosses Kompliment für seine Leistung gebührt. Chapeau.
@Thomas: Ja, es ist Thomas' Praesenz, die den Artikel lebendig macht. Und dass wir (bzw. ich) uns um Thomas sorgen, zeigt, dass der groesste Fehler, den man bei Blocher machen kann, der ist, ihn zu unterschaetzen (immerhin hat er mit seinem Magnetismus den Koeppel erwischt). Gleichzeitig tritt da die Figur des gescheiterten Schriftstellers auf (Gerhard), die dem ueberlegen Schriftsteller (Thomas) daemonisch entgegentritt.
sehr gut geschrieben, das beste, was ich seit langem im tagimagi gelesen habe (von den binswangerschen zweispaltern abgesehen). schön auch wiedermal 50000 zeichen zu lesen. nah dran, immersion - fast wie new journalism zu sein hat.
allerdings: wieso christoph blocher, zum x-ten mal? das war alles, was ich vorhin kritisiert habe.
das soll aber nicht die journalistische leistung schmälern
Das wahrscheinlichste Szenario ist deshalb, dass Ueli im 2, 3. Wahlgang bereits gewählt würde und dieser Annahme der Wahl erklärt.
Damit hätten wir den Übervater CB als Strippenzieher im Hintergrund und meine Prognose über Neo-Russische Verhältnisse wäre bei uns Tatsache geworden.
Sicher ist nur eines: Seit CB's Abwahl werden Szenarien in- und ausserhalb der Fraktionen wesentlich gründlicher durchgerechnet. Man könnte spotten, dass nun alle Schweizerparlamentarier im Parteienschach bessere Spieler geworden sind (..aber Grossmeister sind weit und breit keine erkennbar.... .... !
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