16/11/2007 09:31
Internet-Zen
Oliver Reichensteins unverkennbare Schlichtheit prägt Facts 2.0 und die Website des Magazins: "Die Lesbarkeit der Texte muss im Zentrum stehen". Die klare Aufmachung der Texte komme bei den Usern s... »







Diskussion
Schulterklopfen: Das tun die anderen für uns, nicht wir selber :-).
Ich begrüsse die Transparenz, die der Artikel über Facts2.0 schafft.
Zur Anonymität: mag sein, dass die ein Hemmschuh für "hochstehendere Diskussionen" ist, aber wenn ich mir vorstelle, von gewissen Verbissenen Post, Anrufe oder gar Besuch zu erhalten, ist mir der Qualitätsabstrich trotzdem lieber.
Schau, wenn ich beispielsweise persoenlich von einem Herrn sms rebel.tv angegriffen werde, dann laesst mich das mehr oder weniger kalt, weil das wirklich nur Gugusli ist. Wenn einer mit Vor- und Nachname auf mich persoenlich losgeht, dann interessiert mich das, weil er ein echtes Risiko eingeht.
Diese ganze Trompete von wegen digitaler Kuenstlerexistenz, das ist doch albern. Und ich sag das als Internetmensch, wohlgemerkt, und nicht als Papieronkel.
Normalerweise benutzt man ein Pseudonym, weil man sich verstecken will, und nicht weil man sich als Kuenstler versteht.
Mir sagt der Name unkultur sehr viel; was würde im Gegenzug ein trivial-bürgerlicher Name an Mehrwert bringen? Ich hätte Mühe, beides wieder zu verschmelzen.
Ich sage überhaupt nicht, dass solche Aliase etwas pathologisches haben. Trotzdem beschränkt sich ihre Verbindlichkeit gerade im Internet nur noch auf das Namenskonstrukt und nicht mehr auf die reale Person dahinter.
Auf manchen Blogs habe ich auch mein Pseudonym. Aber eigentlich nur, weil ich sonst der einzige mit Klarnamen wäre. Als ich sah, wer und wieviele hier offen auftreten, war mir klar, dass ich das auch tue. Ich glaube an normative Prozesse und finde es spannend zu verfolgen, was hier diesbezüglich versucht wird.
* Es ist eine Unsitte, wenn pointierter Journalismus nicht gezeichnet wird. Über den SPIEGEL ärgere ich mich diesbezüglich schon seit Jahrzehnten.
Ich hab mich übrigens schlau gemacht wegen der Pfadfinder. Diese Namensgebung kommt ursprünglich vom Pfadi-Gründen Baden Powell, der Pfadis Tiernamen gegeben hat. Mittlerweile ist diese Tradition verloren gegangen und in vielen Ländern sind Pfadis mit ihren bürgerlichen Namen unterwegs. In der Schweiz haben Pfadinamen allerdings Bestand. Zu welchem Zweck genau sie bestehen, konnte mir auch meine Kontaktperson, eine eingefleischte Pfadi, nicht erklären. Mit Community-Building hat es sicher zu tun, mit Abgrenzung und eben mit der Möglichkeit, eine Identität aufzubauen, die von der realen Identität möglicherweise in einigen Punkten abweicht.
Ich habe keine meinesgleichen. Ich bin einzigartig. Das macht es einfacher, mit dem eigenen Namen aufzutreten.
Dass ich Sie trotz Pseudo ernst nehme, zeige ich ja mit meiner Antwort. Ob Sie mit Ihren statements unter Klarnamen möglicherweise sogar mehr Spass hätten als jetzt, können Sie nur selber herausfinden.
Melden Sie sich doch einmal spasseshalber nochmals unter Ihrem Namen an und entscheiden dann jeweils in welcher Identität Sie sich äussern. Schon das dürfte anregend sein.
Haha, das machen Sie ja schon jetzt. Oder begrüsst Sie die Bäckerin morgens mit "Guten Tag, Frau Unkultur!"?
So. Da wären wir aber wieder beim Thema Identität und Identifikation.
Jetzt bin ich gespannt auf die Replik.
Das ist das, was mir in dieser Welt zunehmend Mühe macht und warum ich hier so auf diesem Punkt, Identifikation, randaliere. Zustimmung und Unterstützung ohne persönliche Involvierung ist m.E. nichts. White Noise. Rauschen.
Ach Gott, das ist eine blödsinnige Übung. Bleiben Sie doch mit Ihren Meinungen anonym. Ich bleibe offen.
vielleicht hat das hier ja auch etwas von einem venezianischen Karneval. Es gibt eine Erotik der Maskerade, die auch im Diskurs Dinge ermöglicht, die in der Realität nicht möglich sind. Vielleicht beteiligt sich hier ein Strafgefangener am Diskurs, der hier wieder resozialisiert wird.
@ Urs Eberhardt
Ihr Name gibt es so 2 Mal in den Weissen Seiten. Einen Uertner gibts nur einmal.
@ David Bauer
Die Idee mit der Pfadi ist bestechend. Da gibt es zwei sehr bekannte Zeitgenossen. Sie heissen in der Pfadi "Spirit" und "Brums". Wer sie aber mit bürgerlichem Namen kennt, der würde nie drauf kommen, dass sie etwas miteinander zu tun haben. Beide haben Grosses geleistet für unser Land, und das hätten sie nicht getan, hätten sie nicht beide mal "Treu Gott und dem Vaterland" geschworen. Hier im Netz sind wir Triebsand, dass wir uns nicht mit bürgerlichem Namen kennen, ermöglicht vielleicht eine höhere Rationalität des Diskurses. Da nur das Argument zählt.
Ihr Argument hätte etwas für sich. Leider sind aber im hiesigen Carnevale die maskierten Teilnehmer nicht geistreicher oder mutiger als die unmaskierten. Also, was solls?
(Auf Ihrem Streifzug durch die Weissen Seiten sind Sie übrigens reingefallen. Ich bin alle beide.)
Der Konkjuktiv in Ihrem ersten Satz vom letzten Statement, ist eine unfreundliche Geste. Die Arroganz des festbestallten Mannes mit zwei Wohnsitzen?
So sind Pseudonyme von der Kategorie "unkultur" die in meinen Augen zweit-legitimste Art von Internet-Pseudonymen und haben tatsächlich etwas von einem Künstlernamen. Die legitimste Art ist die, bei der man mit wenigen Klicks den realen Namen des Artisten erfahren kann, wie z.B. im Fall von Yoda.
Illegitime Pseudonyme werden oft für einen einzigen Kommentar erfunden, inkl. der frisch erstellten Gmail-Adresse. Gerade im Medienkuchen, der sich so gerne über die Schmutzschleuder Internet beklagt, ist das leider gang und gäbe - man lese z.B. 'mal die Kommentare bei persoenlich.com. Auch der Medienspiegel ist davon betroffen. Solches Verhalten zeugt nicht nur von einem dramatischen Mangel an Zivilcourage, es befördert auch allerlei zivil- und strafrechtlich relevante Verhaltensweisen.
Internetplattformen sollten sich dreimal überlegen, ob sie anonyme Kommentaraktivitäten in dieser Form zulassen. Ja, wir lassen auf FACTS 2.0 Pseudonyme zu, löschen aber auch Personen, die diese Anonymität z.B. für Diffamierungen nutzen. Bisher war das genau 2 mal nötig, spreche einer von den Selbstregulierungsfähigkeiten einer Community.
Es gibt viele Gründe, im Internet unter einem Pseudonym aufzutreten, man kann das verantwortungsvoll oder verantwortungslos tun. Oft braucht aber das Auftreten unter einem richtigen Namen nur etwas Mut. Mut, der sich übrigens oft auszahlt. Die schönsten Businessleads entstehen aus Blogposts und die besten Freundschaften aus Kommentaren, die einem aus der Seele sprechen.
Der Konjunktiv ist bekanntlich Kennzeichen helvetischer Unverbindlichkeit.
Man kann damit gleichzeitig zwei Meinungen ausdrücken. Im konkreten Fall:
Einerseits finde ich Ihren Vergleich mit der venezianischen Maskerade durchaus schlüssig. Andererseits hält dieses romantische Bild der Realität in Online-Foren überhaupt nicht Stand. (Die Realität des Karnevals von Venedig übrigens auch nicht. Und die der Basler Fasnacht genausowenig. Darf ich als Basler sagen.)
Spannend finde ich das Attribut "festbestallt". Was soll uns das sagen?
(Ich komme übrigens nur schriftlich so arrogant daher. Im Prinzip bin ich ein recht liebenswürdiger Mensch. An der Diskrepanz arbeite ich seit Jahren vergeblich und möglicherweise zuwenig entschlossen.)
Als Journi bin ich in einer exponierten Position. Ich bemühe mich bei der Arbeit, meine Meinung hinter dem Berg zu halten.
Hier im Facts2.0 vertrete ich meine persönliche Meinung. Ich befürchte, dass einige Leute aus Protest ihr Informationsmedium wechseln würden, wenn sie meinen politischen Standpunkt kennen würden.
Zugegeben, das ist zwar nicht sehr erwachsen, aber leider sehr wahrscheinlich.
So jetzt mal ernsthaft: Ich respektiere Situationen, in denen man nur als Pseudo auftreten kann und will.
(Mich wundert z.B. auch, warum sich keine Frau in die Diskussion eingeschaltet hat und einfach verkündet, dass sie schlicht nicht angebaggert werden will und darum anonym postet.)
Aber ich denke, wenn Sie als Journi sich eine Position erkämpfen, die inhaltlich relevant ist, dann dürfen Sie auch unter eigenem Namen auftreten. Falls ihre Meinung Ihrem arbeitgebenden Medium widerspricht, sind Sie sowieso im falschen Film.
Ein Basler! Ein Journi! Auch am venezianischen Maskenball führt eben jeder doch nur sein Ego spazieren. Aber bezeichnend: der "consultant Politik" mit zwei Wohnsitzen in der Eidgenossenschaft tritt hier keck mit Foto und vollem Namen auf, versucht einer weiblichen Maske dieselbe wegzureissen. Der Journi, der mit seiner Meinung sein Brot verdienen muss (und ich vermute wohl Mieter ist), tritt maskiert auf, derjenige, der Leute gegen Geld berät, was für eine Meinung sie haben können, brüstet sich damit, dass er maskenlos hier ist.
Bündiger lässt sich die Misere der Eidgenossenschaft nicht darstellen. In einem amerikanischen Gerichtsfilm würde ich jetzt sagen: Keine Fragen mehr.
"Der Konjunktiv ist bekanntlich Kennzeichen helvetischer Unverbindlichkeit": der klügste eberhardtsche Satz in dieser Diskussion.
@ Christoph Lüscher
Lieber eine Eintrag im "Historischen Lexikon der Schweiz" da gibts Honorar! Allein: heutzutage wissen ja alle alles rasend schnell, was eine uerte ist, weiss ich noch nicht so genau.
Dieses pseudoauthentische, pseudopuristische Gehabe ist doch peinlich. Lieber jemand, der unter verschiedenen Namen verschiedene Perspektiven klar vertritt, als eine Windfahne, die sich sich vordergründig der "Authentizität" verschrieben hat.
als Consultant Politik wissen sie ja bestens, wie es um "Polit -Presse, - Radio, -TV, -Internet" steht. Ausser der Weltwoche und der WoZ gibts nichts, wo man sich politisch WIRKLICH einbringen kann.
Beispiel: wenn ich bei 20min Online schreiben würde: "Chavez ist ein Irrer", dann wäre das zwar meine Meinung und ich könnte sie auch untermauern. Nur würde mich mein Chef zitieren, verwarnen, rausschmeissen. In dieser oder wohl eher der anderen Reihenfolge.
DAS ist der Grund, wieso ich hier Mustafa Turtle bin.
Mit meiner Meinung wäre ich beispielsweise beim Roten Roschee wirklich im völlig falschen Film.
Hochachtungsvoll,
Erna von Hotzenkötterli
Dass Sie, wenn Sie unter ihrem echten Namen schreiben wuerden, nicht so deutlich rechtslastig daherkaemen, waere moeglicherweise ein Verlust, moeglicherweise aber auch nicht, da Sie sich bemuehen muessten, eine Meinung zu vertreten, mit der Sie leben koennen.
Einersits verstehe ich, dass die Journalisten nicht gerne ihre persoenliche Meinung vortragen, weil das den Schein der neutralen Berichterstattung zerstoeren wuerde oder sie in den Augen mancher ihrer Medienkonsumenten schlichtweg als Arschloecher oder Idioten outen wuerde, und das waere ja existenzgefaehrdend.
Anderersits nervt mich das, weil doch ein Koeppel ganz klar gefaerbt ist, seine Meinung aber aufgrund seines ausseordentlichen journalistischen Talents vielen Leuten als Objektivitaet andrehen kann.
Gleichzeitig schreiben wohl viele Leute, die ich, wenn ich ihre Meinung kennen wuerde, ungehemmt als politische Arschloecher und Idioten wahrnehmen wuerde, leicht bis stark gefaerbte Berichte, die ich obwohl leicht gefaerbt, als Objektiv hinnehmen muss.
Wenn jeder Journalist klar seine Meinung aeussern koennte, haetten wir eine viel objektivere Berichterstattung. Denn selbstverstaendlich muss gerade der, der sich als liberal oder konservativ, links oder rechts outet, besonders darauf achten, dass seine Fakten stimmen.
Ich nerv mich grausam, wenn ich in der Weltwoche beispielsweise die SVP-Wunsch-Interpretation der Verbrechensstatistiken als objektiv angedreht kriege, waehrend doch da tatsaechlich in ganz unverschaemter Weise manipuliert und getuerkt wird. Das mein ich genau nicht mit "Journalisten sollten ihre Meinung bekanntgeben". Ich meine, Journalisten sollten zu ihrer Gesinnung stehen und zuleich ihr bestes tun, so wenig Gesinnung wie moeglich in die Berichterstattung einzubringen.
Der aufgeklaerte Mensch sollte sich ja stets darum bemuehen, so wenig wie moeglich zu glauben und seinen eigenen Standpunkt konsequent zu hinterfragen... Wer seine Gesinnung dennoch bekannt gibt, gibt dem Leser die Chance, eventuelle Blindheiten im Artikel zu entschluesseln.
Vielleicht ist das aber auch sowas wie eine radikalliberale Internetposition, deren blinder Fleck mir entgeht.
Im amerikanischen Gerichtsfilm setzen Sie sich zwar nach der beuteutungsvollen Aussage "Keine Fragen mehr" spektakulär hin, aber Sie wissen, dass weitere Kreuzverhöre auf Sie warten.
Allerdings: Sie als selbsternannter Anwalt müssen nicht ins Dock.
Denkste.
Wie kommen Sie auf die Idee, dass die Misere der Eidgenossenschaft sich durch politische Berater manifestiert?
Finden Sie eidgenössische Politik so toll, dass sie durch Beratung nur noch verschlechtert werden kann?
Klingt bei den "zwei Wohnsitzen" Sozialneid mit?
Darf ein Mieter keine Meinung haben? Und was tun wir dagegen, wenn es so sein sollte?
Ohne Konjunktiv bitte!
Was Eberhardt zu den Frauen gesagt hat, scheint mir wichtig: vielleicht sagen uns Melancholia und Evangelina etwas dazu.
Ich teile Ihre Ansicht voll und ganz - ausser in einem Punkt. Ich sehe mich als liberal, nicht als rechtslastig, aber vielleicht bin ich hier zu altmodisch in der Auslegung. Heute nennen sich ja schon SP Mitglieder liberal...
Was ich ihnen noch sagen wollte: Haben sie den Artikel in der SoZ gelesen über die Affäre Blocher-Roschacher? Die BA schlampt weiter ohne Ende.
Das hier ist ein verteufeltes Medium: unglaublich schnell wirds schriftlich.
Nein, die Misere der Eidgenossenschaft sehe ich nicht nur in den politischen Beratern, sondern in der Kombination vom wohlhonorierten Beratertum zum schlecht honorierten - und - sagen wir "vorsichtigen"? etwas feigen? – Journalistentum, im Gegensatz von offener Präsentation eines graumelierten Charakterkopfes und in diesem Versatzstück aus Kubricks "clockwork orange".
Das Wort "Sozialneid" müsste einmal näher untersucht werden. Seit wann gibt es dieses Wort, wer äussert es besonders gern? Und wann? Als nächstes wird hier der Ruf ertönen: "Was Herr Uertner ist Ihr Erfolgsausweis?"
Das ist eine gute Frage, was wir dagegen tun können, dass Mieter keine eigene Meinung sich leisten können. Man soll mich korregieren, aber ich meine mitbekommen zu haben, dass der grosse Theoretiker der bürgerlichen Gesellschaft, Immanuel Kant, meinte die bürgerlichen politischen Rechte habe nur, der welcher für sich selber aufkommen könne. Dienstleister wie Coiffeure, so meinte Kant, hätten nicht Anrecht auf eine politische Meinung, hingegen der Perückenmacher, der ein Produkt auf dem Markt verkauft schon. Tja der subtile Kant! Clever was. Aber seit jeher hat sich in der Eidgenossenschaft noch jeder Dorfbäcker – nach Kants Theorie ein politischer Vollbürger – genau überlegt, welche Meinung er an der Gemeindeversammlung vertritt.
Ich persönlich habe grosse Sympathien für die Glarner: Hohe Wehrbereitschaft, konfessionelle Toleranz seit Jahrhunderten und eine Landsgemeinde in der auch Frauen offen zu ihrer Meinung stehen. Noch selten hat mich ein Glarner enttäuscht.
Sie sind weiterhin unglaublich mutig mit Behauptungen: Woher wissen Sie dass politische Berater "wohlhonoriert" sind und Journis "schlecht honoriert"? Arbeiten Sie beim Steueramt oder schwätzen Sie einfach so daher?
Ich habe übrigens auch höchste Meinung von den Glarnern. Niemand von dort hat mich jemals mehr oder übler angelogen als irgendjemand sonst in der Schweiz.
Was mich aber stutzig macht: National- und Ständeräte aus diesem Kanton müssen keine Wahlkämpfe bestehen. Die hat das Glarner Volk anscheinend im Blut.
Was ich nicht verstehe: Es sollte ja für Ihren Arbeitgeber kein Problem sein, dass Sie ihre eigene Meinung haben und die auch kund tun, solange Sie diese Meinung in Ihrer Arbeit als Journalist soweit zurückhalten, wie es das Medium eben verlangt. Ich sehe nicht ein, weshalb Sie Ihre dezidierte Meinung vor Ihrem Arbeitgeber verstecken müssen, indem Sie sie hier unter Pseudonym verbreiten.
naja, vielleicht käme es auf den Versuch an.
Zudem fürchte ich eigentlich weniger, dass mein Arbeitgeber von sich aus negativ reagieren würde, sondern, dass der Arbeitgeber auf Grund von Reklamationen über mich "z'gumpe chämti".
Aber vermutlich bin ich übervorsichtig.
Reklamationen von wem? Leser von Facts 2.0 und von "deinem" Medium, die sich daran stossen, dass du einmal deine Meinung sagst und einmal zurückhältst? Das kann doch nicht sein.
Von wem weiss ich auch nicht genau. Sie werden mich hier auch nicht überzeugen können, etwas an meinem Pseudonym zu ändern. Aber wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe hier, dann werde ich vielleicht eines Tages den Schleier fallen lassen.
Was soll eigentlich immer die Aufregung über die Weltwoche? Mit einer Auflage von nicht einmal 90'000 und etwa 330'000 Lesern wird sie da nicht grausam in ihrer Wirkung überschätzt. Einerseits wird über die Farblosigkeit der Presse gejammert und wenn es dann mal bunt wird, ist es schon wieder zu bunt.
Sorry, gehört vielleicht nicht HIER hin, aber es musste mal raus.
Eine offen zur Schau gestellte Feindschaft zur Weltwoche kann ihre Persönlichkeit stabilisieren. Im Zweifelsfall fragen sie ihren Psychiater oder Sozialpsychologen. Umgekehrt stabilisiert eine Feindschaft zu allem "Linken" die Herren Somm und Köppel.
gut gestöhlkert, Sie beherrschen Ihr métier. Ich muss doch annehmen, dass Sie schlau genug wären, vernünftig zu antworten. Dann lassens wir bleiben.
Als anonymer Nutzer mache ich den Versuch, meinen Status zu erklären. Will man i-Dienste und Community Portale kennen lernen, muss man sich registrieren. Seit Kurzem durchlaufe ich einen Lern- und Praxistest, welchen ich mit einem Pseudonym absolviere. Wenn alle Medien von Facebook schreiben, brauch ich einen Eindruck. Den habe ich gewonnen. Ein weiterer Zugriff auf diesen Heirats- und Kontaktmarkt erübrigt sich. Einer Einladung zu Xing bin ich mit dem korrekten Namen gefolgt. Meinen Minieintrag werde ich wieder löschen, sehe ich doch nicht was es mir an Vorteilen bringen soll, ausser wesentliche persönliche Informationen als Cyperspace Spur zu hinterlassen. Kann keinen Mehrwert erkennen. Bereits vor Facts2 habe ich mir einen News click unter Netvibes.com und meinen persönlichen News Update bei Google angelegt. Bei beiden muss ich mich einloggen. Facts ist daher inzwischen mein Favorit, weil ich ohne einloggen Zugriff auf die Hauptseite habe und erst dann, je nach Zeit- und Interessenslage, auf mein Profil zugreife. Dazu kommt, dass Facts wirklich sehr übersichtlich und effizient daher kommt. Kürzlich wurden Nutzerwünsche geäussert, deren Realisierung mehr oder weniger schnell in Aussicht gestellt werden. Tönt für mich sehr gut. Eine Nutzung unter richtigem Namen kann ich mir vorstellen. Akquisitionsmässig bringt es der TAMEDIA nichts. Ich habe Abo von Tagi und SZ, und beim News Magazin habe ich die Bilanz dem Facts vorgezogen. Als Advocato Diablo muss ich jetzt sagen, zum Glück ist die Printversion Facts verschwunden, sonst hätten wir ja nicht das sehr gute Facts2 Portal. Bei einer Vollregistrierung würde ich immer noch erwarten, dass ich unter einem Nickname operieren könnte. Während die einen Benützer bei jedem Kommentar und Auftritt einen langfristigen Ertrag erwarten (geschäftlich, beim Image oder Ego), sehen es andere Nutzer genau umgekehrt. Das Risiko sich ständig im privten wie auch geschäftlichen Umfeld rechtfertigen zu müssen ist gegeben und (nicht kommunizierte) Nachteile sind mehr als nur theoretisch möglich. Schliesslich blicken wir auch beim persönlichen Gespräch in die Runde und entscheiden uns erst dann, was, wieviel und mit welcher Energie wir Standpunkte vertreten. Je mehr von Anfang an zwingend ausgefüllt werden muss, umso schneller breche ich und klicke weiter. Kürzlich habe ich bei AMAG auf eine Produktinfo geklickt und bin bei VW gelandet. VW wollte von mir eine Email Adresse, bevor ich ein Werbevideo hätte ansehen können. Sind die von allen guten Geistern verlasse! Bei einem Online Shop wollte ich ein Produkt bestellen, im Namen und für Rechnung meiner Firma. Ich konnte die Bestellung nicht abschliessen ohne mein Geburtsdatum einzugeben. Dies bei einer Firmenbestellung und bei Vorauszahlung per Kreditkarte! Natürlich habe ich einen anderen Shop gesucht. Ich sehe nicht ein, dass ich alle Felder ausfülle solange der Markt spielt und der Markt funktioniert.
Die Qualität der Kommentare beurteile ich nach dem Inhalt und nicht nach Namen, Kürzel oder Pseudonym, das zum Beitrag gehört. Insofern hat es aus meinen Sicht durchaus Platz für aktive Teilnehmer wie Unkultur und andere.
Liebes Facts Team macht weiter so, die Plattform gedeiht prächtig und mit meinen Ausführungen will ich nicht pro und kontra für Namenspflicht eintreten sondern lediglich Aspekte aufzeigen, welche es für die Plattform Entwicklung zu berücksichtigen gilt. Nicht mal diesen Kommentar hätte ich mit meinem Vollnamen abgeschickt, obwohl er doch sachlich ist, meine ich. Aber in der Geschäftswelt, würden sich Leute wundern und darüber auslassen, dass der von Relax soviel übrige Zeit für einen Kommentar hat, mit dem nichts verdient ist. Dem Oliver Reichenstein noch ein Kompliment, mit wie viel spür- und fassbarem Eigenprofil er mit mischt. Gibt Würze für die Diskussion und wird irgenwann später aus dem Hut gezaubert, von en jungen Wilden, die er dann führen soll.
@Oliver Reichenstein: Finden Sie die Kommentare der Facts2.0 User
derart unter dem Niveau?
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