Wer glaubt, dass Gott in den Alltag eingreift?
Je ärmer das Land, desto begehrter der Macho
Aufbruch in die Fremde will gut vorbereitet sein
Unsere Freiheit
"Ein Meilenstein der Evolution"
Mit dem Ex gemeinsam für die Kinder sorgen
Diskussion
Leider ist das kein wahnsinnig aufregendes statement, denn eigentlich merkt das jeder normale Leser.
Da hat das Tagi-Magi für die NittyGritty-Abteilung eine tolle Perle gefunden. Umso wichtiger, weil Küng schwer schwächelt. Der feiert sich mittlerweile nur noch selbst, im deuxième degré.
PS: Lol, "Tagi-Magi"
Was mich an Frau Roten irritiert, ist der Drang, die letzten sexuellen Tabus im Printbereich auszuräumen. Die Politologin Regula Stämpfli und Feminisumusexpertin hat sie ja deswegen als "Schwanzlutscherin" apostrophiert. Ihre Vorgängerin, die Frau Knecht, schrieb ja auch recht nassforsch daher: allerdings als sie die Zwillinge geboren hatte, wurde sie etwas nachdenklicher und begann sich zu hinterfragen. Wir werden bestimmt auch Empfängnis, Schwangerschaft und Niederkunft von Frau Roten über uns ergehen lassen müssen.
Zur Belanglosigkeit von Frau Roten: Man kann das ja an seinem eigenem Leben messen.
Er tut einem wenigstens nicht weh mit gespreizter Coolness und Tabubruchversuchen, die einem 13-jährigen Meitli anstehen würden.
@urs: natürlich ist ein solches statement nichts Neues (das weiss ja jeder!) Aufregend ist der Satz mit der Seele für mich trotzdem, und wie! Ich denke, die Stärke ihrer Geschichten liegt darin, dass es ihr einen überraschenden Sprung von einer rauhen Alltäglichkeit in einer lyrischen gelingt - eine welke, farblose Plastikblume in einer farbigen, duftenden zu verwandeln.
PS: Die alte Kolumne von Max Küng fand ich auch besser. Alles Gute muss wohl ein Ende haben.
PPS: Das heisst vermutlich auch bei vielen heute noch so, ich wollte sie damit nicht angreifen. Ich finde den Ausdruck eben nur sehr witzig.
Am Samstag morgen les ich immer zuerst Kueng, dann Roten, dann, falls praesent, Binswanger oder Mingels. Ich war frueher ein grosser Fan von Dr. Lifestyle Canonica (sein Hanamibericht war ein Japanreisegrund, seine Reportage ueber Italienische Anzuege und den richtigen Espresso bleibt in genauer Erinnerung), aber seit er Chefredaktor geworden ist, schreibt er ja kaum mehr. Dass ich die jetzt alle persoenlich mehr oder weniger kenne, traegt natuerlich zur Hitparade bei.
Wer den Mitbaselbieter Kueng basht, kriegt es mit mir zu tun. Kueng ist unantastbar. Beim Bart des Propheten!
Roten kann man ruhig auf den Hintern geben. Die wird dadurch nur noch besser.
(Uebrigens, ich wuerde diesen Kommentar hier nicht auf dem Magazin direkt abgeben, auf FACTS aber schon, obwohl ich weiss, dass ein Paar Magaziner das hier lesen; irritierend, nicht wahr? Es gibt auch online sowas wie den richtigen Abstand - und ich arbeite weiter daran).
Und kassiert dafür Prügel. Der Arme bekommt nun also zu spüren, was anscheinend nur Frauen passiert: Reduktion aufs Äusserliche.
Roten hingegen zu bashen ist tabu? Hey, wir reden hier immerhin von Madame-mir-ist-kein-Tabu-zu-heilig! Also darf sie auch mal ihren Hintern, den sie so mag, hinhalten.
Oliver, danke für die Rückendeckung: Küng ist King. Und er ist – achtung, jetzt kommt mein ambivalenter Lieblingsausdruck – authentisch, im Gegensatz zu Roten, die eben oft aufgesetzt wirkt.
Ich stelle fest:
Mensch A outet sich als dicklich, ungepflegt und depressiv und wird dafür gebasht.
Mensch B outet sich als sexy, tabulos und frech und wird dafür in Schutz genommen.
Ich stelle zweitens fest: So lange ein Mann das Ziel ist, darf über die Genderfrage abgekanzelt werden. Geht es um eine Frau, wird abgeklemmt.
@Mücke: Soweit scheinen Sie der einzige Mann zu sein, der eine Vorstellung von gentleman-like-Verhalten hat. Merci für Ihre Antwort!
Teile weitgehend deine Ansicht. Habe mich auch schon so geäussert
http://www.uerte.ch/sinnschrott/index.ht m
@ Melancholia
Eine "Dame". Ein grosses Wort. Zum einen sind Journalisten in unserer Gesellschaft auf dem gleichen Rang gesellschaftlichen Ansehens wie die Metzger (Rang 66). Es ist schwer als Journalistin eine "Dame" zu sein. Und doch gibt es sie die grossen schreibenden Frauen: Laure Wyss, Margrit Sprecher, ja und auch Beatrice Schlag.
Die Journalistinnen sind keine Damen? Bravo! No comment.
Und keine Gentlemens, vielfach. Gute Journalisten sind Ratten. Keine Genderfrage. Das Damen und Gentlemen-Sein wird ja wechselseitig ausgehandelt. Sie als Frau haben Mücke zum Gentlemen ernannt, ich als Mann sage: Sorry als Journalist "Dame" sein wollen? Schwierig. Ebenso schwierig wie als Journi Gentlemen zu sein. Wenn es einen Gentlemen im Journalismus gegeben hat, dann Indro Montanelli, wie wollte er seine Lebenserinnerungen übertitelt haben: "Solo un giornalista" - "Nur ein Journalist". Gute Journalisten sind in einem bürgerlichen Beruf gescheitert. Wer Journalismus als Berufsziel wählt ist von vornherein ein Halunke.
Aber wie gesagt: Sie weichen aus, statt zu Ihrem charmanten Notizen-Stil wiederzufinden :-(.
gentleman (sing.) - gentlemen (plural)
Allerdings nicht ohne die Worte gerade zu rücken, die SIE verdreht haben: Nicht die Männer reden über Hintern und Schlampen sondern die Frau, um die es im Artikel geht, Michèle Roten.
Und nun wünsche ich allen einen schönen Tag, ausser den Frauen, denen wünsche ich einen extrem schönen Tag und das ganze Glück auf Erden!
(Also auch Ihnen, Melancholia, da ist kein doppelter Boden. Oder sind Sie etwa gar keine Frau? Ich kann Ihr Profil leider nicht sehen, da ich nicht auf Ihrer Freundesliste bin und somit nichts mit Ihnen zu zun haben darf.)
Der Männer Schmerzen und der Frauen Wehen,
Wenn sie zum Tode und zun Tanze gehen
Ich werde mich mit ihnen drehen.
(Hans Dieter Hüsch)
Leiten Frauen mit solchen Kolumnen genau Wasser auf die Mühlen derer, die Frauen hauptsächlich über ihren Hintern wahrnehmen möchten? Oder brauchts einfach mehr erotische Kolumnen von Männern, anstatt dem ewigen Stammtischgeschwätz? Ich bin mir nicht sicher, irgendwie kommen bei dieser Betrachtungsweise beide Geschlechter recht unerotisch 'raus.
Die sind frech, witzig, scharfsinnig & - züngig, blitzgescheit, toll geschrieben, fetzig, rockig, poppig, wahnsinnig, flimmernd & flackernd, locker-flockig, entwaffnend und eigentlich unbeschreiblich.
Aber erotisch?
Das muss die Kolumne gewesen sein, die ich verpasst habe.
Mustafa, pfui. Güzin ist nicht für dich. Böse Frau!
Zu Michèle Roten muss man sagen, dass sie keineswegs ordinär ist - sie schreibt einfach nur, was Sache ist. Zora off hingegen ist ordinär (hab sie allerdings schon ewig nicht mehr gelesen - hat sich was geändert?)
ich will ja gar keine Güzin
hab schon eine Fatima - und die Vielweiberei kann ich mir nicht leisten...
Vernünftig. Bin dabei. Aber wer soll es diesen schreibwütigen Exhibitionistinnen sagen, vorschreiben? Ich stelle fest, dass männliche Redaktoren, das noch eher cool finden. Im Sinne von: schaut mal wie emanzipiert ich bin, dass ich so etwas schreiben lasse. Und leider funktioniert es ja: was lese ich als erstes, wenn ich ein heute finde? Solange männliche Chefredaktoren auf wachsende Aufmerksamkeit durch diese Art "Journalismus" bauen können, werden sie die Damen nicht stoppen. Es müssten die Frauen selber sagen: "Hallo Schwester, finde ich uncool". Dies hat ja die Regula Stämpfli mit dem ominösen "Schwanzlutscherin" versucht. Aber die Entgegnung Rotens war besser als Stämpflis Anwurf. Und wie das Beispiel Melancholias zeigt, spielt hier sehr bald eine eigenartig verstandene "Frauensolidarität".
Diese ganzen männlichen Projektionen widern mich an.
Kein einziger Kerl bringt es fertig, über Sex so locker zu schreiben wie Kar und Roten.
Macht Eure Hausaufgaben und meldet Euch dann wieder. Oder haltet einfach die Fresse.
Aber man kann ja wohl verlangen, dass Meta-Äusserungen halbwegs auf dem Niveau der Vorlage sind. Und das hat das Publikum hier eindeutig nicht hingekriegt.
Warum hat nicht ein einziger schlicht geschwärmt über die Texte? Sie sind sehr gut. Dieses Urteil erlaube ich mir nach mehr als 30 Jahren im Metier.
Ueber Sex schreiben ist eine heikle Angelegenheit, die Roten prima meistert ohne je klebrig zu werden. Ausserdem findet sie immer und immer wieder das allertreffendste Wort. "Miss Universum" und dadurch "Roten" in ihrer Selbstinszenierung sind aber auch ein raffiniertes journalistisches Produkt, und auch das finde ich gut.
Dass Roten ganz unmetaphorisch den schoensten Hintern in der Magazinredaktion (sorry, Max!) hat, hat nichts damit zu tun, dass ich unzivilisiert sei (auch wenn ich das vielleicht aus anderen Gruenden sein mag), sondern damit, dass Roten in ihrem oeffentlichen Profil einen mehr oder weniger direkt dazu auffordert, auf ihren Hintern zu kucken, und sie das nicht tun wuerde, wenn dieser Hinweis in irgendeiner Weise peinlich werden koennte.
Wenn Max Kueng schreiben wuerde, dass er seinen Hintern mag, dann haette ich mir auch Max Kuengs Hintern angeschaut, und waere er ein besonders schoener Hintern gewesen, haette ich das hier auch so zivilisiert wie nur moeglich bestaetigt. Aber Max schreibt von seinem Bart, und also hab ich mir den angeschaut. Der Maxsche Bart ist einfach ein Bart, aber metaphorisch eben zugleich ein Bart, an dem kein Haar gekruemmt werden darf.
1) Best screenplay: Uertner fuer: "Gute Journalisten sind Ratten."
2) Best soundtrack: Onkel Urs "Diese ganzen männlichen Projektionen widern mich an."
3) Best photography: Ronnie mit: "Als wäre Oralsex was, für das man sich auf irgendeine Weise schämen müsste."
4) Best documentary: Moser mit: "ich finde sie nett, wobei ich nicht weiss, ob das ein kompliment ist, ich finde sie unpolitisch, was ich sehr bedaure, sie ist eine gute schreiberin, der die themen fehlen, so kommts mir vor, sie ist zu sehr produkt und zu wenig echt."
5) Best Drama: Luescher mit: "dass in der Schweiz nach wie vor ein Sexismus grassiert, der dem, sagen wir 'mal türkischen, in nichts nachsteht."
6) Best female act: Melancholia fuer: "Ich halte es schlicht für unzivilisiert, sich in Anwesenheit von Frauen hemmungslos über den Hintern von Michele Roten auszulassen."
7) Best male act: Michele Roten selber für "Mag ich nicht: Finger im Arsch"
8) Best comedy: Claudio mit: "Er schreibt nicht mehr wie früher, okay. Aber früher war auch nicht heute."
9) Best short feature: Muecke mit: "Eigentlich ist ihre Seite wie ein guter Blog."
Soweit ich der Diskussion folgen konnte findet Urs, das man lieber nichts als etwas negatives über sie schreiben soll. Und Melancholia meint, dass man sich nicht über ihren Hintern unterhalten darf.
Entweder liegts am Geschlecht oder am (geringen) Alter, aber die beiden Punkte leuchten mir nicht ein.
Danke nochmal! Auch für die Oskarverleihung :)
1) Michèle Roten schreibt wahnsinnig gut. Leider hat sie das richtige Textformat für ihr Schreiben noch nicht gefunden. In ihren Kolumnen ist sie zur Reduktion gezwungen, aber sie reduziert am falschen Ort. Anstelle des Wassers verdampft die Würze, sozusagen. Werden hingegen Artikel wie ihre Beobachtungen aus Tel Aviv gedruckt, präsentiert sich ihr ganzes Können in abgerundeter Form. Das ist eine Aufforderung an Frau Roten und an die Redaktion des TagiMagi.
2) Wer öffentlich über seinen Hintern schreibt - ob Mann oder Frau - riskiert tatsächlich, dass der Hintern dann öffentlich diskutiert wird. Über seinen Hintern zu schreiben und gleichzeitig eine Dame zu sein, das geht nicht. Aber: Diejenigen Männer, die Frau Rotens Äusserungen hier als "kindisches Verlangen, alles beim Namen zu nennen" kritisieren, lassen sich von ihrem Ton anstecken und suhlen sich in ihren Kommentaren in derben Ausdrücken. Mit offensichtlichem Vergnügen. Muss man sich die Sprache derer aneignen, die man wegen ihrer Sprache kritisiert? Nein.
3) Die Kolumne ist nicht erotisch. Die Kolumne behandelt erotische Themen mit der Unverfrorenheit, mit der Männer sie schon immer besprachen. Man denke nur an all die Romane älteren und neueren Datums - als hochstehende Literatur deklariert - von lechzenden alten Männern, die ihre erotischen Fantasien in ästhetischer Form aufs Papier bringen. Und dann kommt mal eine kleine Kolumnistin, die das auch darf, und plötzlich ist die männliche Gemeinde eifersüchtig.
Dem Kommentar von "unkultur" schliesse ich mich an, weil ich ihn vernünftig finde. Als Journalistin kann man also durchaus auch Dame sein, vorausgesetzt man zeigt seinen Hintern nicht. Journalismus, liebe "Marxistin", kann man auch aus Idealismus als Berufsziel anstreben - allein wir sind "Idealisten" gegenüber skeptisch geworden. Darum: Ich schätze den Idealismus Ihrer Berufswahl, ich bewundere Ihren Mut sich hier für die Sache der Frau zu wehren und ich bleibe dabei: frau muss sich nicht blind mit jeder Frau solidarisieren, gerade dann nicht, wenn sie aus Idealismus Journalismus treibt, und nicht nur weil sie zu einem cross-mediale Hype-Figur geworden ist. Ich bewundere das Talent der Roten, ich bedaure dass es ihr nicht gelungen ist an der Schwelle zum Erwachsenenalter es in den Dienst einer Sache zu stellen, die über die Self-Promotion hinausgeht.
Der Tod hinterlässt immer so viele Fragen.
Sind seit Tagen Mann-Frau-Themen top hier und mir scheint, Frauen und Maenner unterhalten sich zur Abwechslung mal ehrlich und gut ueber das sonst so verheuchelte Thema. Ich begreife das nicht.
Wir diskutieren hier ernsthafte Themen, die nicht nur von den zehn aktiven Teilnehmern an einem Thread gelesen werden, sondern auch von einer grösseren Öffentlichkeit. In diesem Monat könnten es bereits über 60'000 Menschen sein. Das heisst nicht, dass man nicht klug, witzig, frech, manchmal gewagt und gelegentlich belanglos sein darf. Keineswegs sollte man aber auf das Niveau der Herren-Klowand im Druchgangsbahnhof Dietlikon absinken.
Liebe Melancholia,
Nichts lag mir ferner, als Sie zu beleidigen, die Sie für mich eine Dame sind und bleiben. Aber ich bitte Sie auch zu bedenken, dass der eitle Del Principe in einem nicht ganz unrecht hat, wer seinen Hintern der Öffentlichkeit preis gibt, muss sich nicht wundern, wenn auch darüber gesprochen wird. Ich bin eine "old soul" und finde schon eine nackte Fussfessel erotisch. Und irgendwie bereitet es mir Mühe den Sommer über ungefragt mit "Arschgeweihen" und Strings und Hüfthosen bis zum Schamhaaransatz bombardiert zu werden. Wenn Frau Roten schreiben will wie Charles Bukowski, ist das ihr Bier, aber ich glaube nicht, dass Bukowski in einem Familienmagazin abgedruckt wurde. Und "Anwesenheit von Frauen" dies ist das Problem Ihrer Maske, die nicht auf Anhieb einem Geschlecht zugeordnet werden kann. Haben Sie den Artikel von Frau Schlag gelesen? Mir gefällt er sehr, weil er auf eine sehr gute Art zu erklären versucht, was in den Schweizer Männern vorgeht die in der ärgsten medialen Kampfphase des Feminismus ihre Pubertät erlebten. Vor 40 Jahren waren die Rollenbilder klar: Mann wird Offizier in der Armee, die Frau Hauswirtschaftslehrerin. Sie gibt den Beruf auf, erzieht die Kinder, er beschafft das Geld, geht in die Feuerwehr (und stirbt unter Umständen dabei) ins Militär in die Politik. Wir sind halt die Generation, die für 5000 Jahre Patriarchat den Kopf hinhalten musste. Als ich fertig studiert hatte, beschied man mir bei der Bundesverwaltung ich müsse mich gar nicht um eine Stelle bewerben, im Moment werden Frauen und sprachliche Minderheiten bevorzugt. Auf den Redaktionen, in den Schulen: überall musste die Frauenquote gefüllt werden. Wer hat Karriere gemacht in unserer Generation: Koeppel, weil er sich einen Dreck um diese ganze Genderei scherte. Er verändert nun die Schweiz. Eine Roten und ein Küng haben jede Woche eine Tribüne und nutzen sie zu gar nichts. Ein Journalismus der Opium fürs Volk ist. Männer und Frauen sind nun einmal sehr, sehr verschieden.
Wollte Ihnen ein Gentleman sein ...
Wenn Bilddaten fehlerhaft oder beschädigt sind, die Auflösung also ungenügend ist, spricht man von einem verpixelten Bild.
Die Folge: Das Bild sieht scheisse aus und man ärgert sich.
Ich sehe da zum ersten Mal eine Parallele in den Kommentaren auf Facts 2.0. Den Äusserungen – in typografisch genormten Pixeln – fehlt eine ganze Menge Information!
Gestik, Mimik, Akustik, Olfakt usw. helfen uns ja in einer direkten persönlichen Begegnung die Botschaft des Gegenübers zu dechiffrieren.
Hier fehlt dieser ganze emotionale Rattenschwanz und das macht es Missverständnissen und Fehlinterpretationen verflucht leicht, sich auszubreiten.
Da kann sich schon jemand eine heftige Kränkung holen. Ist dann wohl so etwas wie ein Nocebo-Effekt, das Gegenteil von Placebo.
Ich bewege mich erst seit einer Woche hier und muss sagen, dass ich die Vorgänge ungewohnt aber sehr spannend finde.
Im Zweifel hilft vielleicht die alte Sesamstrasse-Regel: Fragen.
Wie singt es dort so schön: «Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.»
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