27/12/2008 18:15
Wo bleibt die Moral?
Papst Benedikt XVI. hat zu Weihnachten gleichgeschlechtliche Partnerschaften scharf verurteilt. «Wo bleibt die Moral?», fragt «Tages-Anzeiger»-Redaktor Michael Meier in einem Kommentar. »







Diskussion
sich den Mund ver .- oder zerreissen....selbst Ordnung schaffen!Und in dem System Katholische Kirche in deren Reihen es ja zu Hauff von Verfehlungen gegeben hat wo Missbrauch und Übergriffe an Jugendlichen in letzter Zeit den Gesprächsstoff auch nicht verfehlt haben!
Ja da ist die Moral von der Geschichte noch nicht fertig geschrieben..........!
d, Paula
Die gegenwärtige Führung dieser Organisation offeriert nicht den Anschein eines “Renaissance Mannes” vielmehr versucht man das Ausschlissen alles dessen was nicht der Jahrhunderte alten Anschauungen entspricht . Gerade das Gegenteil ist notwendig um eine zukünftige, lebendige und organische seelsorgerische Organisation zu bleieben, die sich durch höheres Bewusstsein auszeichnet anstatt sich hinter leeren, verkalkte und versteinerten Kirchmauern obsolete Dogmas als Göttlicher Willen verkaufen will.
Zur Moral und wer dafür zuständig sein soll, muss ich ihnen allerdings widersprechen! Einmal ist der Begriff (..nicht nur…) in der deutschen Sprache etwas ungenau, weil keineswegs alle die Ethik mit einbeziehen. Wenn Moral als „richtiges Handeln“ interpretiert wird, kann jeder, der Macht hat, auch bestimmen was richtig ist. Und ohne Zweifel ist die katholische Kirche ein gut geölter Machtapparat, der seit rund tausend Jahren seine Macht ausübt und das richtige Handeln vorgibt - nicht so ganz fehlerlos, wie die Geschichte beweist.
Die Moral bestimmen kann somit jeder: Im meinem Haus wird nicht über Schwule gelästert – das ist ein Teil meiner Moral! Gespottet werden darf jedoch schon (die besten Schwulenwitze hab ich von Schwulen). Übrigens seh’ ich bei den Jungen, dass Beziehungen und Partnerschaften offensichtlich immer komplizierter (und seltener) werden – da scheint die sexuelle Ausrichtung nur ein Teil der Problematik auszumachen. Zurück zum Wertesystem: Mehrere Staaten haben es geschafft, die kirchlichen Formulierungen aus Verfassung und Grundgesetz `rauszuwerfen; ich bin Stolz, dass es die Schweiz auch geschafft hat! Somit ist es mir wesentlich wichtiger, ob meine Nachbarn Verfassung, Menschenrechte und Gesetz achten (also unser wirkliches moralisches Wertesystem beachten), aber es ist mir ziemlich egal zu was und wo sie jeweils beten. Und als freier Schweizer im wortwörtlichen Sinn werde ich misstrauisch, wenn irgend ein Führer seinen Treuen sagt, was Moral ist und dass nur seine gelte.
@ tinu:
Es geht ja nicht darum, die christlichen Werte in Frage oder Abrede zu stellen - ich stehe sehr wohl dahinter, auch wenn ich mich als Freigeist bezeichnen würde - sondern die Institution ''katholische Kirche'' in ihrer ganzen Verlogenheit und Marodität zu entlarven. Es ist gerade die Kirche, die die biblischen Botschaften über die Jahrhunderte hinweg nach ihrem ganz spezifischen Gusto zurchtinterpretiert und/oder vorenthalten hat. An den beiden Beispielen Abtreibung und Homosexualiät kann man historisch sehen, wie es die Kirche war, die zu verkehrten Moralvorstellungen gekommen ist und sich bis heute weigert, es richtigzustellen. In der Zwischenzeit mussten und müssen Millionen von Menschen (Christen, wohlverstanden) unter den kirchlichen Verirrungen leiden. DAS ist der eigentliche Kritikpunkt. Die Moralphilosophie lehr uns das, und jeder kann es in jedem beliebigen Standardlehrwerk zu Moralphilosophie nachlesen. Daher finde ich den Tagi-Artikel sehr gut, da er ja nicht das Christsein in Frage stellt, sondern nachfragt, ob denn die Katholische Kirche ueberhaupt noch der geeignete legitime Träger und Ueberbringer dieses Gedankenguts sein kann.
Zurück zum Stichwort Moral. Mir ist auch klar, dass im Gegensatz zum Begriff Ethik hier immer noch eine religiöse Komponente hineinspielt - aber auch die Ethik ist immer etwas Gewordenes auf dem Hintergrund von etwas Bestehendem. Darum muss man auch immer den Prozess berücksichtigen. Wir wissen heute sehr wohl, dass viele Werte drohen, verloren zu gehen - und hier sind warnende Stimmen schlicht einfach nötig - offenbar hört man aber nur noch zu (wenn überhaupt), wenn sie extrem und laut erfolgen. In unserer polarisierten Welt ist das ja sehr typisch - diese Welt scheint nur noch in Extremen zu existieren - auch was z.B. die moralischen Vorstellungen betreffen.
Aber auch die momentan vorherrschende konservative Strömung wird wieder unter Druck geraten. Das geht einfach so hin und her.
Was leider hinzukommt, dass es tatsächlich eine globale Moral gibt: Homophobie findet fast überall seine Anhänger. Glücklicherweise finden es jedoch nicht alle gut, dass ein paar Prozent wegen ihrer angeborenen sexuellen Ausrichtung dauernd aufs Dach bekommen.
Eine Doktrin das Verhältnis von Religion und Moral......
in seiner religionsphilosophischen Schrift.
" Die Religion innerhalb der Grenzen der blossen Vernunft"
formulierte Kant schon 1793 seinen Übergang von der Kritik zur Doktrin.
Und deren Beispiele gibt es ja genug die man sich zu Gemüt führen kann, oder auch wieder mal lesenswert währe!
d, Paula
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