28/12/2008 00:35
Depression: Eine Metapher des Versagens
Depression ist eine Krankheit, die von den dunklen Seiten einer krisengeschüttelten Konkurrenzgesellschaft zeugt: Einsamkeit, Lethargie und Angstzuständen. Für die Pharmaunternehmen stellt sie eine... »







Diskussion
Antidepressiva machen nicht süchtig. Jeder kann die Medikamente absetzen ohne ein suchttypisches Verlangen danach entwickelt zu haben.
Prozac heisst hier Fluoxetin und dessen Wirkstoff heisst nicht SSRI, sondern Fluctine. SSRI ist der Begriff für eine Gruppe von Antidepressiva und kein Wirkstoff.
Drei Schulamokläufer hatten Antidepressiva im Blut. Drei von wievielen?
Ein 3,2-faches Selbstmordrisiko sagt nicht viel aus. Es stimmt, dass viele Antidepressiva als Nebenwirkung "Suizidrisiko" angeben. Dies, weil der Antrieb schneller gesteigert wird, als die antidepressive Wirkung einsetzt. Allerdings verschwindet diese Nebenwirkung wieder, bleibt also nicht die ganze Zeit der Einnahme.
Antidepressiva helfen den Depressiven wieder zur Arbeit gehen zu können, wieder sozialen Umgang zu pflegen, ihre Lebensqualität zu erhöhen. Ausserdem kann eine Psychotherapie (nicht -Analyse!) erst in Angriff genommen werden, wenn der Depressive nicht mehr im Tief steckt und der/die Therapeut/-in somit zum Patienten durchdringen kann.
"Das Versprechen, den Aus-Schalter für psychisches Leiden zu liefern, haben diese Medikamente niemals einlösen können." Ich wüsste gern, woher sie das weiss oder wieso sie das zu wissen glaubt.
Ich bin froh, hat die "Gehirnforschung die Meinungsführerschaft auf dem Gebiet der Depression übernommen" und nicht eine Sozialarbeiterin. Ansonsten weiss ich nicht, ob ich fähig wäre, hier zu schreiben.
Alles in Allem ein Artikel für die Rundablage.
Vielleicht wäre dies als Haupttitel angemessener gewesen?
:-)
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