01/01/2009 12:58
Despite an enormous increase in available news and information, the American public is no better informed now than it has been during less information-rich times. The future of news depends on the willingness of journalistic organizations to adjust to the new ecology and new economy of information in the digital age.
By Bree Nordenson
By Bree Nordenson







Diskussion
" ... the American public is no better informed now than it has been during less information-rich times ..."
Diese Aussage überrascht mich null, gar nicht, kein Stück. Denn erstens gab es schon immer mehr Informationen als ein einzelne Menschen verarbeiten und gar gebrauchen kann. Und zweitens: Nicht das Vorhandensein von Informationen oder Informationstechniken verändern eine Kultur(technik) - nur der gesellschaftlichen Willen und Bedarf schaffen das. Nur wenn die Leute informierter sein wollen, werden sie Quellen und Techniken zur Informierung auch intensiver nutzen.
Und angesichts der Allohnmacht gesellschaftlicher Gestaltung, die für meine Generation mit den gescheiterten Vorbildern der 68er anfing, sich über 911 hinzog und mit der Weltwirtschaftskrise einen traurigen Höhepunkt der Normativen Kraft des Faktischen erreicht hat, verwundert mich das kein Stück. Unsere Gesellschaft hat sich in meiner ganzen Zeit als Zoon Politikon in einen mehr und mehr und mehr parizipationsfeindlicheren Ort verwandelt. Warum zur Hölle sollte ich mich darüber auch noch informieren.
Und ... um mal den alten Krieg der Blogger gegen die Journalisten neu anzufachen: Ich glaube es ist dies auch ein Teil des Siegeszuges der Blogs. Blogs sind auch eine Art öffentliches, gemeinsames inneres Exil. Eine Verweigerung der klassichen Formen der gesellschaftlichen Beteiligung.
Genau wie es früher keine übergewichtige Jugendliche und praktisch keine Bulimniekranke gegeben hat, gab es auch keine MacDonalds, Burgerkings & Co. In der früheren Zeit, mit weniger Info-Overload gab es auch kein CNN, FoxTV & Co. !
Der Vergleich hinkt, aber trotzdem hat der Overload mit reinen Nachrichtensendern begonnen und hat irgendwie mit Net 2.0 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Ohne Bescheidenheit: Ich bin froh um Facts 2.0, dem in Zukunft vermehrt die Funktion des Leuchtturms zukommen wird, indem es seinen Suchstrahl kurz auf Ereignisse richten wird, deren Betrachtung sich lohnen könnte….und dabei müssen wir auch weiterhin fleissig als -Hilfs-Leuchtturmwärter amten….
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