12/01/2009 15:54
Übt Bluewin politische E-Mail-Zensur aus?
Hallo allerseits,
Artikel wie den heute via FACTS versandten TELEPOLIS-Artikel "Die Lügen des Krieges" von Uri Avnery kann ich nicht an Freunde, Bekannte und zugewandte Orte weiterleiten, weil dieses Mail, wenn ich Adressen in der diskreten E-Mail-Adress-Bcc-Zeile placiere, von Swisscom/Bluewin geblockt und als nicht sendefähiges Mail taxiert wird. Reklamationen brachten bisher keinen Erfolg, nur hinhaltende Antworten. Wenn ich Mails mit Attachments anderer Inhalte, z.B. Musikalisches versende, gibt es keinerlei Probleme. Der seltsame, skandalöse Filter reagiert also präzis auf bestimme Nahost-Stichworte, nicht nur, wenn sie in der Betreffzeil oder im Attachment-Titel erscheinen, sondern auch im Inhalt des Anhangs. Wo leben wir neuerdings, in China, Burma ... unglaublich! Rückfragen unter music@postmail.ch . Johannes Anders
Artikel wie den heute via FACTS versandten TELEPOLIS-Artikel "Die Lügen des Krieges" von Uri Avnery kann ich nicht an Freunde, Bekannte und zugewandte Orte weiterleiten, weil dieses Mail, wenn ich Adressen in der diskreten E-Mail-Adress-Bcc-Zeile placiere, von Swisscom/Bluewin geblockt und als nicht sendefähiges Mail taxiert wird. Reklamationen brachten bisher keinen Erfolg, nur hinhaltende Antworten. Wenn ich Mails mit Attachments anderer Inhalte, z.B. Musikalisches versende, gibt es keinerlei Probleme. Der seltsame, skandalöse Filter reagiert also präzis auf bestimme Nahost-Stichworte, nicht nur, wenn sie in der Betreffzeil oder im Attachment-Titel erscheinen, sondern auch im Inhalt des Anhangs. Wo leben wir neuerdings, in China, Burma ... unglaublich! Rückfragen unter music@postmail.ch . Johannes Anders







Diskussion
Das wäre fürwahr ein unglaublicher Vorgang !!!
Noch ein Amuse Bouche als Nachlese zum Libanonkrieg: Ich gehörte damals einer Gruppe an, die die Umweltschäden von Raketen- und Bombenangriffe im Libanon untersuchte. Ein englisches Labor sandte uns die Untersuchungsergebnisse der vor Ort erhobenen Proben per Mail zu. Mit nur wenigen Stunden Zeitdifferenz zum Mailversand räumte damals Israel in einer Pressekonferenz ein, Phosphor in Raketen und Geschossen verwendet zu haben - die Laborresultate wurden damals an etwa zehn Personen versandt und wiesen u.a. stark erhöhte Phosphorgehalte auf. Unser Bericht wurde etwa sechs Wochen später publiziert. Lustiger Zufall, das Datum der israelischen Pressekonferenz, nicht?
Bin ebenso nicht verwundert wenn sich dies in irgend einer Art bestätigen würde!
d,paula
22.9.08 08.3504 - Interpellation
E-Mail-Gate im Bundeshaus behindert das Referendum gegen biometrische Pässe
http://www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/g eschaefte.aspx?gesch_id=20083504
4. Verschiedene E-Mails, die vom Referendumskomitee gegen biometrische Pässe und Identitätskarten an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller Parteien geschickt wurden, wurden mehrmals aus inhaltlichen Gründen und ohne dass die Empfängerinnen und Empfänger darüber informiert wurden, von den grossen Schweizer Internetanbietern blockiert (darunter Swisscom, Sunrise, Cablecom und vor allem der für den Betrieb der Website www.parl.ch zuständige Anbieter Green). Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass dringend gesetzliche Bestimmungen erlassen werden müssen, um zu verhindern, dass private Gesellschaften die Politik in einer vollkommen rechtswidrigen Art und Weise beeinflussen können?
spannend die zwei letzten Sätze aus der Antwort des Bundesrates (unter dem selben Link ersichtlich) vom 19.11.08
Es liegt in der Verantwortung der Internetbenutzer bzw. der Teilnehmer am E-Mail-Verkehr, sensible Daten entweder so zu verschlüsseln, dass diese nicht automatisch herausgefiltert werden, oder für die Übermittlung der Daten andere Kommunikationswege zu benutzen, wie z. B. die Post oder Telefax. Der Bundesrat sieht daher keinen Gesetzgebungsbedarf.
ich nahm an einer Diskussion in Deutschland teil und glaubte, die Wahrheit ueber den Krieg berichten zu duerfen.
Der Erfolg war, dass alle meine Mailadressen nicht mehr erreichbar waren.
Eine vorsichtige Anfrage ergab, dass man ein technisches Problem im Moment nicht in den Griff bekommen koenne.
Immer diese Technik ;-))
1. Israel's claim to be a bastion of democracy in the Middle East is now in jeopardy with its crackdown on its Arab citizens
2. Israeli Sightseers Flock to Border to Watch Gaza Killings
3. Demands grow for Gaza war crimes investigation
Ganz zu schweigen von den fürchterlichen Bildern, die jetzt überall kursieren.
Flashback: Zum Zeitpunkt der chinesischen Niedermetzelung von Studenten auf dem Tien-Mien-Platz hat damals ein mutiger Bundesrat die Notbremse gezogen und ein Waffengeschäft in zweistelliger Millionenhöhe sofort storniert. Dieser Stopp gefährdete Arbeitsplätze in der damaligen Pulverfabrik Wimmis. Aber immerhin zeigte die Schweiz so etwas wie Rückgrat…. damals…..
Dann passt das „Israeli-Prinzip“ (..immer nur grad das zugeben, was man einem mehrfach beweisen kann und ohne Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen weitermachen) natürlich bestens zur eigenen Geschäftpolitik, Hauptsache, die Kohle stimmt! Offiziell heisst das dann so: „Swisscom lebt die Verbundenheit mit ihren Ansprechgruppen, den Aktionären, Mitarbeitenden, Lieferanten, der Öffentlichkeit und natürlich vor allem mit ihren Kundinnen und Kunden“.
Also liebe Factsfreunde: Diese Firma will ja nur unser bestes, wieso zweifelt Ihr?
http://www.multiproxy.org/anon_proxy.htm
,wo bitte schön liegt das Problem ?
Also funktionieren diese Filter nicht mehr,die bei " Israel ist Sch...,Terrorismus,Bomben..." etc.von den stumpfsinnigen Systemaddys des Staates eingebaut werden,,
Ganz sicher ist im Web 2.0 gar nichts mehr, aber ich kann etwa das Torprojekt (http://www.torproject.org/index.html.de) mit gutem Gewissen empfehlen und auch die Möglichkeit, etwa über Skype & Co. Anhänge und Dokumente zu versenden (Achtung: Dies nicht in China anwenden!). Die ganz alte Methode, etwa eine word-Datei als *.jpg zu versenden, ist auch noch zu erwähnen.
Noch ein Amuse Bouche: Als meine Tochter aus ihren Ferien in der Karibik (zeitlich während der 1. Hochblüte des US-Antiterrorkrieges) ihre Mails in Bärndütsch verfasste, sind diese Mails „verloren gegangen“ und kamen nie an in der Schweiz. Auf Hochdeutsch hats dann bestens geklappt…..!
Das I-Net ist ein rendundantes System,welches ja erfunden wurde,um Netzausfälle schnellstens kompensieren zu können...und der Witz,als militärisches System !
Dadurch ist es schier unmöglich es zu kontrollieren...mit anderen Worten,Big Brother hat sich diesmal selbst ausgetrickst :-)
Übrigens...das mit dem Bärndütsch-Mails finde ich Klasse,kannst Du Dir vorstellen,welchen Aufwand die Guck - & Horchspezies betrieben haben,um diese Mail zu "entschlüsseln" :-))
Ich verschlüssele selbst nichts...ich habe keinen Firewall aktiviert u.dgl.(..ist bei OS X auch nicht nötig ),trotzdem habe ich so etwas,wie es hier geschildert wurde,noch nicht erlebt...schon bedenklich,noch dazu in der von mir vergötterten Schweiz.
Zum Thema Bluewin-"Zensur":
Inzwischen habe ich in einer Art Nervenkrieg und aufreibendem Geduldsspiel versucht, mich durch die verschiedenen Swisscom-Helpline und -Support-Instanzen durchzukämpfen und mich von einer Mauer des Vertröstens, Abwiegelns, Nicht- Antwortens und angeblicher Unkenntnis des Problems nicht entmutigen lassen (3 Tage dranbleiben). Schliesslich entschloss ich mich, persönlich nach Zürich zur Swisscom an der Füsslistrasse zu fahren; aber auch hier angebliche (oder tatächliche) Nichtkenntnis des Problems. Ich insistierte jedoch, dass ich den Laden nicht eher verlassen würde, bis ich Information und Hilfe erhalten würde. Nach mehr als einer Stunde hatten die Telefonate des anwesenden Swisscom-Mitarbeiters endlich Erfolg und ich erhielt die Möglichkeit, telefonisch mit einer (freundlichen!) externen Swisscom-Mitarbeiterin zu sprechen und erneut das Problem zu schildern. Schliesslich bekam ich auf diesem Wege Kontakt mit einem Abteilungsleiter oder Verantwortlichen, der mir versprach, mich anzurufen, wenn ich ihm per E-Mail mitteilen würde, wenn ich wieder daheim sei und am PC parat wäre. - Und unglaublicher- und unerwarteterweise rief er zurück und erklärte mir, dass im Gegensatz zu kleineren Providern, bei denen die Blockade des Bcc-Bereichs nicht auftrat, wie ich nach anfänglichen Zweifeln doch feststellte, die gossen Provider viel stärker mit dem Problem von gefährlichen Massenmails konfrontiert seien, mit denen versucht würde, Viren, Trojaner, Male- und Spyware usw. auf fremden PCs zu placieren. Weil diese Gefahr in letzter Zeit stark zugenommen habe, verstärkt möglicherweise auch durch Propaganda- und Hetzmails im Zusammenhang mit der Nahostkrise, habe man durch restriktivere Filterung auch im Sendebereich versucht, den Angriffen zu begegnen. Je nach persönlicher Einstellung im Outlook-Express-Bereich konne es also zu derartigen Sendeblockierungen des Bcc-Bereichs kommen.
Ergebnis der telefonischen Fernwartung: Nach 5 Minuten war durch Änderung von bestimmten Einstellungen in den Bereichen "Extras", "Konten", "Server", "Postausgang" und "Server-Authentifizierung" das Problem behoben! Fazit: Weil Swisscom die Verschärfung der Filterrestriktionen für den Bereich Senden weder Mitarbeitern noch Bluewin-Kunden kommuniziert hatte, konnten da wo nötig, keine entsprechenden Einstellungsanpassungen vorgenommen werden.
AUFGEPASST VOR OBAMA-"BLITZMELDUNGEN"! (von sda, 19.1.2009):
"Kurz vor der offiziellen Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama haben Cyber-Kriminelle eine Spam-Kampagne gestartet, in der sie angebliche 'Blitzmeldungen' zum Amtsverzicht versprechen und versuchen, Computeranwender so auf eine infizierte Webseite zu locken. Den Experten der Sophos-Labs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, zufolge wird in den Spam-Mails unter anderem behauptet, Obama verzichte überraschend auf das Amt des US-Präsidenten. Klicken neugierig gewordene Computeranwender auf den darin angegebenen Link, gelangen sie auf eine Internetseite, die der offiziellen Webseite von Barack Obama täuschend ähnlich sieht. Dort erwartet sie ein Schadenprogramm, das weitere ausführbare schädliche Dateien auf den Rechner des Anwenders lädt. Dies teilte Patrick Hofer von der Vibrio, Kommunikationsmanagement Schweiz GmbH am Montagabend mit." (sda)
üben unter Duldung gewisser Behörden E-Mai-Zensur aus. Werden sie dabei ertappt, so reden sie sich ebenfalls mit behördlicher Deckung mit 'falsch positiver Spamerkennung' heraus. Wie ersichtlich, kann Zensur durchaus Spass machen und lässt sich problemlos betreiben, wenn man
nur Zugang zu einer der von den Providern benutzten schwarzen Listen hat. Falls sie selbst wissen möchten, wie sich Zensur auswirken kann, so mailen Sie einen Kunden von Cablecom (bzw. hispeed oder agri) und kopieren buchstabengetreu am besten mit cut&paste den Satz :
Eine Kraehe hackt der anderen kein Auge aus, spricht der weise Volksmund!
in den Betreff dieser E-Mail. Zensur vorläufig garantiert.
Informieren Sie dann die Parlamentarierin oder den Parlamentarier Ihrer Wahl, z.B. die Konsumentenschützerin über diesen Missstand mit einer E-Mail an: simonetta.sommaruga@parl.ch
Falls Sie dann aber Lust haben, den gleichen Betreff zu verwenden (ist ja guter eyecatcher), widerstehen Sie besser dieser Versuchung denn sonst wird diese Reklamation ebenfalls zensuriert und erreicht Frau Sommaruga nie.
geworden:
Bundesrat Schmid regt sich auf, wenn die Tunesier beim Weltgipfel der
Informationsgesellschaft seine Rede zensurieren.
www.heise.de/newsticker/Schweiz-protesti ert-gegen-Zensur-beim-Weltgipfel-der-Inf ormationsgesellschaft--/meldung/66621
Wenn die Schweizer Provider das Gleiche tun, heissen beim Bund alle Hase -
siehe Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts zur Mailzensur:
http://www.bundesverwaltungsgericht.ch/i ndex/entscheide/jurisdiction-datenbank/j urisdiction-recht-urteile-aza.htm
A-6437/2008 in die Suchmaske eingeben!
Das ist wirklich unglaublich - Sie haben völlig recht - eine solche Email mit dem von Ihnen beschriebenen Betreff wird von Cablecom blockiert, der Sender wird "orientiert" mit:
Final-Recipient: rfc822;user@domain.com
Action: failed
Status: 5.2.0
Diagnostic-Code: smtp;552 5.2.0 automated process detected unsolicited content
"Diagnostic-Code: smtp; 552 5.2.0 Message content rejected for policy reasons"
Niklaus, jetzt müssen Sie mir erklären, warum dieser Satz als (firmen)politisch angesehen wird und auf der schwarzen Liste steht.
(die " .. "-Sätze sind eine bösartige Unterstellung von mir, denn wie immer gilt, wer gross genug ist, kann niemals schuldig sein :-))
‚unsolicited content’ in der Rückweisungsbenachrichtigung bedeutet ‚unerbetener Inhalt’,
also kein Spam und kein Virus, sondern dass der Provider in Verletzung diverser nationaler und europäischer Gesetze die Auslieferung einer E-mail mit diesem Betreff glaubt verweigern zu dürfen.
Hätte der Provider den Krähenbetreff mit dem Zusatz ****SPAM**** versehen, so hätte ich bloss geschmunzelt. Dies obwohl dann immer noch die Gefahr bestanden hätte, dass die
so markierte Mail im Spamfilter des Adressaten hängengeblieben oder vernichtet worden wäre. Viele E-mail Benutzer wissen nämlich nicht, dass wenn sie den ihnen bei Eröffnung des E-Mail-Kontos durch den Provider aktivierte Spamfilter nicht gezielt abändern, diese Gefahr besteht.
@Frenk
Zu stringente Filtereinstellung meinst Du? Das ist auch die verharmlosende Theorie des
BAKOM. Ich kann mir das trotz meiner jahrelangen Informatikerfahrung schlecht vorstellen.
Ein Filter erfindet nicht einfach längere fehlerfreie Sätze, von denen er das Gefühl hat, er müsse sie blocken. Da stehen Listen im Hintergrund und zwar nicht nur graue.
‚policy reasons’ in der Rückweisungsbenachrichtigung bedeutet ‚aus Gründen des Anstandes’, also wiederum kein Spam und kein Virus, also wiederum ein wiederholter und andauernder Verstoss gegen Art. 16 unserer Verfassung und gegen Art 8 und 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention.
Man sieht, dass Provider gedeckt von den Behörden unfähig sind, Spam und ganz normale E-Mail auseinanderzuhalten, obwohl die Spamfilter der Provider im Stande sind, diesen Unterschied zu machen, wie Eure Tests beweisen. Die sagen nicht das Ihr Spam verschickt,
die sagen dass der Provider sich berechtigt fühlt, Eure E-Mails vom Adressaten fernzuhalten.
Der Krähensatz ist weder anstössig noch gefährlich. Unerwünscht könnte die E-Mail
in den Augen eines selbsternannten Zensurenten allemal sein (siehe aber BV Art. 16),wenn dieser die Verbreitung der in der E-Mail enthaltenen Information zu verhindern sucht.
Gibt man bei Google die Suchbegriffe Krähe und Volksmund ein, so kann man den Treffern entnehmen , dass der Betreff nur eine alten Volksmeinung wiedergibt.
Die Zensurwirkung des Satzes wurde mir durch eine E-Mail bewusst, welche einen Link auf die Webseite
http://www.swiss1.net/1ftpdemokratie/mor e/1/18_kraehe.html
enthielt.
Das Bundeverwaltungsgericht verlangt Beweise, das der Zensur eine böse Absicht zu Grunde liegt. Dies im Wissen, dass nur der Uebeltäter, also in dem Fall der Provider diese besitzt. Dieser wiederum interessiert sich für den Inhalt der aus verschiedenen Quellen (Bund, Inhouse und ausländischen Anbieter) stammenden ’Blacklists’ nicht, wohl in der Hoffnung, dann keine Verantwortung für deren Inhalt übernehmen zu müssen.
Meinen Frust versuche ich so loszuwerden, indem ich während des Andauerns der Zensur involvierten Exponenten von Providern und Behörden hässliche E-Mails zusende.
Solche welche ganz üble Ausdrücke enthalten. Kann ja nichts passieren, werden ja nicht
zugestellt, solange sie das Krähensprichwort im Betreff haben.
Falls doch, dann muss was am Filter des Providers falsch eingestellt sein.
Der dürfte ja logischerweise die darin enthaltenen bösen Worte erst recht nicht passieren lassen, wenn er schon so wahnsinnig intelligent ist, am Krähensprichwort Anstoss nimmt...
Das Alter hat mich bisher nicht milde gemacht, jedoch gewitzt. Sollte ich in Zukunft
vermuten, dass meine E-Mails wegen einer technischen Störung nicht ins Internetz gelangen,
so kenne ich jetzt wenigstens einen schnellen, zuverlässigen Test: eine Email mit dem
Krähenspruch im Betreff wird von Cablecom und vom Parlaments-E-Mail-Server schnell und zuverlässig beantwortet. Die ‚non delivery message’, welche ich dann erhalte,
bestätigt mir dann, dass keine technischen Probleme vorliegen, wohl aber juristische, welche noch der Klärung bedürfen.
Ich habe noch weitere Tests gemacht mit dem ganzen Satz und Teilen davon.
SolNet - kein Problem
InterGGA - kein Problem
Bluewin - Teile kommen durch; der ganze Satz wird jedoch blockiert ohne Rückmeldung
Du hast mich überzeugt. Das ist Zensur.
ich danke Dir für Deine Mithilfe. Ich war der irrigen Ansicht, dass bluewin dieses Mal nicht im Bunde ist. Wie ich eben feststellen konnte, haben die gemäss dem weiter oben geschilderten Verfahren
die Mail zwar abgeliefert, aber in den sogenannten bluewin Spamordner getan, wo sie dann meist unbemerkt liegen bleibt.
Eine Bitte habe ich noch: schildere diesen Misstand möglichst vielen Deiner Freunde und Bekannten.
Erkläre ihnen, wie sie an Hand eines Cablecom oder Parlamentarier-Server-Adressaten unter Verwendung des Krähen-Betreffs das Funktionieren von E-Mail-Zensur selbst erfahren können. Bitte sie, das Wissen um diesen Missstand dann ihrerseits weiter zu verbreiten. Ich fände es gut, wenn möglichst viele Personen persönlich miterleben können, was hier gespielt wird.
Noch eine weitere Beobachtung: Von einem Hispeed-Account (Cablecom) kann ich eine "Krähen-Meldung" gar nicht absetzten, die wird bereits vom SMTP-Server zurückgewiesen - das Log-File des Email-Client meldet:
Message has not been sent. Server reply - 5.2.0 automated process detected unsolicited content
Das ist eine Frage,welche mich ebenfalls beschäftigt. Die von Dir erwähnte Meta-Liste ist eine der beiden wahrscheinlichen Möglichkeiten. Das wäre eine von einigen grossen Playern gemeinsam betriebene RTBL (Real Time Black List). Dies würde auch erklären, wieso wir es mit einem eigenartigen Spam zu tun haben, dem sogenannten SBPSS (Swiss Big Provider Specific Spam). Das sind E-Mails, welche zwar von den grossen Schweizer Providern als Spam behandelt oder zurückgewiesen werden, nicht jedoch von den grossen ausländischen und kleinen Schweizer Providern.
Das selbe Bild ergab sich bereits einmal vor ca. 7 Monaten, als die grossen Schweizer Provider E-Mails unterdrückten, welche einen Link auf ein Referdumsformular enthielten.
Sunrise, damals noch Mitglied der SBPSS-Gilde scheint nicht mehr zensurieren, seit deren E-Mail-Server in Irland steht. Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass sich unser Klima ungünstig auf die Verhalten der hiesigen E-Mailserver auswirkt...
Nach einem Urteil eines deutschen Oberlandesgerichtes befindet sich das Vorgehen von bluewin
mit der Ablage in den Spamordner an der Grenze des Tolerierbaren, während das Nichtabliefern als unzulässig bezeichnet wird.
Das von Dir festgestelle Zurückweisen bereits beim Absenden deutet darauf hin, dass Cablecom die Filterung auch in Ihrem MTA (Mail Transfer Agent) vornimmt und nicht nur auf der MDA (Mail Delivery Agent) Seite.
Schmunzeln ruft das Vorgehen von Green (bzw. AGRI) hervor. Krähenmail an deren Adressaten wird
zurückgewiesen, während die Adressaten Krähenmail problemlos zugestellt erhalten, wenn sie sich diese selbst zusenden.
Wenigstens die Koordination innerhalb der SBPSS (Swiss Big Provider Specific Spam) - Gilde scheint zu funktionieren...
Bei allen, welche geholfen haben, den Inhalt des Blogs weiterzuverbreiten und so möglicherweise dazu beigetragen haben, dem Spuk ein Ende zu bereiten, bedanke ich mich.
Betrübt bin ich, dass sich das Wissen nicht schneller durchsetzt, das Informationsblockierung
unter zivilisierten Menschen und Ländern sich à la longue immer negativ auswirkt. Zunächst für die Opfer der Zensur, mit Verzögerung jedoch auch für die Zensurierenden selbst. Dies gilt unabhängig von Lebensanschauung und Parteizugehörigkeit der daran beteiligten.
Eine gewisse Lebenserfahrung hat mir aber auch geholfen, der traurigen Angelegenheit positive Aspekte abzugewinnen: ich konnte einige Medienkontakte knüpfen, welche
mir dienlich sein werden, wenn ich feststellen müsste, das der Demokratieabbau in der Schweiz mit solchen Methoden weiterbetrieben würde.
Für Cablecom (hispeed) kann ich das nicht bestätigen - die Krähen-Mail wird immer noch zurückgewiesen (automated process detected unsolicited content (in reply to end of DATA command)).
http://www.swiss1.net/1ftpdemokratie/mor e/1/19_Zensur.html
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