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Diskussion
Deutschland hat vor 61 Jahren ziemlich “Scheisse gebaut” und die Wunden sind nicht verheilt. Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass die Wunden des Krieges bis tief in zweite Nachkriegsgeneration hineinreichen (Stichwort: Familienroman). “Ist doch nun lange her” zählt darum nicht.
Der Umgang mit der Sprache Deutsch ist ein ganz anderes Thema, das in der Tat im Zusammenhang mit Identität und Sprachbeherrschung zu sehen ist. Und natürlich überschneiden sich “Identität” und “Abneigung gegen die Deutschen”, da die eigene Identität immer (auch) über die Ablehnung des Anderen definiert wird - was gerade der geschichtsbewusste Deutsche weiss.
Somit schliesst sicher der Kreis und ich mit ihm.
Stimmt schon. Aber manchmal habe ich den Eindruck, es wird so viel Energie und Kreativität in die Ablehnung investiert, dass fürs Gestalten der eigenen Identität nicht viel übrigbleibt.
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