25/11/2007 23:50
Diener sticht Maurer deutlich aus
Die grünliberale Verena Diener ist neue Zürcher Ständerätin. Sie schlug im zweiten Wahlgang ihren Konkurrenten, SVP-Mann Ueli Maurer, deutlich um 29 513 Stimmen. Die ehemalige Regierungsrätin zeigte sich überrascht über die Deutlichkeit ihres Sieges.
»






Diskussion
Als treuer Wähler musste ich in den letzten Jahren schon so oft auf die Zähne beissen, dass ich bald nur noch Stummel habe.
Jetzt haben wir eine Ständerätin die bloss eine Spitterpartei vertritt, an der niemand richtig Freude hat und von der niemand weiss, wofür sie steht.
Aber immerhin, in vier Jahren sind wieder Wahlen.
(ganz spannend finde ich die Reaktion der SP. Die verbiegt sich jetzt ohne Ende, um den Skandal (Galladé) doch noch in einen Sieg schönzureden.
Ausserdem. Nur weil ich Blocher oft verteidige heisst das nicht, dass er mich aufstellt. Ich habe ihn auch noch nie gewählt, wie sie sich evt. vorstellen können.
"Meine" FDP steht halt immer noch für "mehr Freiheit, weniger Staat". Nur weil die SVP diesen Claim plötzlich für sich beansprucht, hat ihn die FDP für mich noch lange nicht verloren.
Die "echten FDP Wähler", von denen sie sprechen kann ich mir zwar gut ausmalen, für mich zählen die aber nicht als "Freisinnige" und schon gar nicht als "liberale".
Persönlich bin ich in der Zwickmühle. Die SVP ist mir zu bäuerlich, die FDP zu links, die GLP ebenso... schöne Aussichten sind das.
Na, der linke und der rechte Flügel in der FDP waren schon immer relativ stark unterschiedlich in ihren politischen Meinungen. Dies hat mich jedoch noch nie gestört, da frühere Parteipräsidenten gut mit dem umgehen konnten (z. Bsp. Steinegger, immer noch mein Favorit). Leider hat sich die heutige FDP-Führung von diesem "Managen" der verschieden Parteieinflüssen verabschiedet und konzentriert sich nur noch darauf, der SVP das Händchen zu halten und so zu hoffen, dass ein paar Stimmenbrösel vom SVP-Tisch fallen. Die Quittung erhält die FDP seit Jahren mit immer tieferen Wähleranteilen. Ironischerweise wird sogar dieser Stimmenverlust falsch interpretiert. Man geht immer noch davon aus, dass man der Basis zu weit links ist. Vielleicht findet jetzt mit dem (hoffentlich kommenden) Rücktritt von Fiala ein Umdenken (auch auf Schweizerischer Ebene) statt.
PS: ist das hier ne Forums-Regel, dass man sich gegenseitig siezt?
Und ja, lieber eine Splitterpartei im Ständerat als Ueli Maurer
nö, es gibt meines Wissens keine besonderen Forumsregeln. Und da es meinem Naturell entspricht, in solchen Fällen die allgemeinen Anstandsregeln zu befolgen und ich sowieso etwas altertümlich angehaucht bin, sieze ich die Leute.
Ihre Analyse der FDP-Wählerverluste teile ich nicht. Ich denke, viele Ex-FDPler haben ihrer Partei den Rücken gekehrt als sie ihnen zu links wurde und wählen jetzt zähneknirschend die SVP. Zähneknirschend darum, weil ihnen der bräunliche Stallgeruch der SVP zwar nicht passt, sie sich aber in der immer staatsgläubigeren FDP (welch ein Widerspruch) nicht mehr zu Hause fühlen.
Ich kenne genügend Leute, die genau diese Gründe anfügen für ihren Wechsel zur SVP.
Melden Sie sich an oder loggen Sie sich ein, um an der Diskussion teilzunehmen.