09/03/2009 21:06
Konjunkturprogramm Weltkrieg?
Ist der Krieg der Vater aller Wirtschaftswunder? Sogar der Nobelpreisträger Paul Krugman weist darauf hin, dass Krieg zu allen Zeiten konjunkturbelebende Wirkung hatte. Soll man das aber, fragt Thomas Strobl in seinem Blog, als Plädoyer für bewaffneten Kampf verstehen? »







Diskussion
Sicherlich ist der Krieg der Vater aller Wirtschaftswunder,allerdings hat das nur handfeste ökonomische Ursachen und keine moralischen..
Jeder,der Willens ist kann das erkennen.
1.Kriege werden nur & ausschließlich geführt,um den Kriegsgegner die eigenen Schulden eines kaputten Wirtschaftsystems
aufzudrücken und bestenfalls noch riesige Gewinne daraus zu schlagen..
Natürlich werden die Lemminge entsprechend,meistens nationalistisch aufgeheizt,um das Vaterland zu verteidigen..oder neuen Lebensraum im Osten zu erobern ( Volk ohne Raum..NS-Propaganda )
Bestes Beispiel USA...vor dem 2.Weltkrieg Great Depression,ähnlich heute..nach dem gewonnen Krieg Aufstieg zur Supermacht.
( alleine ca. 350.000 Patente Deutschlands "wechselten" die Besitzer in Richtung USA :-))
2.der wirtschaftliche Zusammenbruch geht einher mit Deflation...,Krieg & Rüstung geht über zur Inflation,den für Munition und Waffen gibt es keine " Marktsättigung "
1939 beispielsweise wurde die Rüstungsgüterproduktion der USA enorm gesteigert,noch Monate vor dem eigentlichen Kriegsbeginn..
Nach Kriegsende wird in den Verliererstaaten ein Währungsschnitt durchgeführt (..in der BRD 1948 10 zu 1 ),damit werden die Kriegsschulden des Staates elegant auf die Bevölkerung abgewälzt..
3.die durch den Krieg zerstörten Sachwerte müssen und werden neu geschaffen,d.h.ein Bau-& Wirtschaftsboom großen Ausmaßes entsteht...es lohnt sich für das anlagesuchende Kapital in diesen Aufschwung zu investieren,den riesige Gewinne sind zu erwarten..
4.durch diesen Aufschwung werden ständig neue Arbeitskräfte benötigt,es entsteht ein Mangel an Arbeitskräften.
Diese " Wirtschaftswunder " entstehen dann unabhängig von den Figuren in den Regierungen oder anders formuliert...selbst Ilona Staller als Kanzlerin,hätte diese Wunder nicht verhindern können :-))
5.im Laufe der Zeit schwächt mit zunehmender " Marktsättigung " dieser Aufschwung ab,daß angehäufte Kapital investiert in zunehmend in spekulative Werte ( Aktien,Immobilien..) bis diese Bubbles platzen..der Zug ist abgefahren und das Spiel beginnt von Neuem.
Diese Erkenntnisse sollten eigentlich die " Ökonomen " von der Pike auf lernen...man ist immer wieder erstaunt,daß sie es offenbar nicht tun.
Kleiner Zusatz..nur durch unser Fiat-Money-System sind industriell geführte Kriege a la`erster + zweiter Weltkrieg erst möglich,denn wenn das Geld an reale Werte gekoppelt wäre...alleine WW I wäre nach 14 Tagen beendet gewesen ( eben keine Kohle für Munition und Waffen mehr ) aber dafür wurde die FED 1913 gegründet...
Ach fast hätt’ ichs vergessen: Die standesrechtliche Erschiessung von Journalisten, die solches Schreiben, ist, glaub ich, doch (noch) nicht erlaubt.
Prognosen in die ungewisse Zukunft sind nun mal mit Vorsicht zu geniessen, ob pessimistisch oder optimistisch, naiv oder schwarzmalerisch. Ich persönlich finde es interessant, dass auch so ein Thema mal aufgegriffen wird- obwohl ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass die meisten Leser hier drinn schon selber wissen, aus welchen Gründen Krieg mitunter geführt wird. Zu beklagen ist in diesem Zusammenhang einzig und allein, dass der Autor ein bisschen einseitig den Fokus auf die wirtschaftlichen Gewinne des Krieges und nicht auf die Verluste der Verliererseite legt.
In Deutschland jedenfalls...und nicht nur in meiner Generation hat das Wort " Krieg " eine etwas bedrohlichere Bedeutung,denn durch zwei verlorenen,straff industriell geführten Kriege...von beispielloser Zerstörung der Infrastruktur und Vernichtung der Bevölkerung durch Flächenbombardements der allierten englischen + amerikanischen Luftflotten,vor allem im zweitem Weltkrieg kann hier das keiner so locker & legere` sehen..
Es gibt hier,wie bei vielen Völkern,hauptsächlich der Russen mit über 25 Millionen Kriegstoten (..Deutschland etwa 12 Millionen ),keine Familie,die nicht Väter,Brüder oder Söhne in diesen Kriegen verloren haben..
Die Bevölkerungsdichte wuchs von 120 auf 250 Einwohner pro qkm durch das zusammengepresste Deutschland und die Vertriebenen aus ganz Europa..
Das Elend der geschundenen Bevölkerungen der kriegsführenden Länder Europas war unbeschreiblich..
Das ist der Grund,warum man hier nicht von den "Vorteilen" der Kriegsgewinner schwatzen sollte,denn bis auf die USA kann man von wirklichen Gewinnern dieser Weltkriege nicht reden.
Ich nehme aber an, dass du den Blog nicht ganz verstanden hast- der Autor stellt sich ja nicht auf eine bestimmte Seite, im Gegenteil, in meinen Augen nimmt der ganze Artikel eine eher sarkastische Position ein. Sag mir doch mal, wo jetzt genau steht, was dich so stört. Bin ich denn wirklich der einzige hier, der am Artikel an sich nichts Verwerfliches sieht?
Diese Spinner bezeichneten sich zum Höhepunkt der Aktien-Bubble,als "Herren der Welt" :-D
...und was das Nobelpreiskomitee betrifft oder wie sich dieser Verein auch immer nennt,sieht man an den Verleihungen der Friedensnobelpreise am Besten..
Vor gar nicht allzu langer Zeit wurden ja auch Gemauschel & Schiebereien festgestellt,selbst hier in unserer modernen Diskutier-Gartenlaube fand das Erwähnung ..
Solange alles schön von der USA gesteuert wird,wie die UNO...die Rating-Agenturen,das Plunge Protection Team...der Blödsinn vom Klimawandel u.dgl.mehr
..und vor allem,solange die ferngesteuerten Zombies & Lemminge diesen ganzen Sch... für bare Münze nehmen,in Angst & Ehrfurcht erstarren,wird sich wenig ändern.
Allerdings hat sich die Staatsmafia,verbunden mit den Finanzgangstern irgendwie verwachst...sie bekommen einfach die Kurve,trotz enormer Volksenteignungen,die sich Konjunkturprogramme nennen,nicht mehr..
Sie werden auch diesmal wieder versuchen Kriege vom Zaune zu brechen,allerdings werden das Bürgerkriege sein,die auch sie nicht verschont..vermute ich hier einfach einmal.
...und davor,glaube mir das mein Junge,haben sie mehr Angst als Vaterlandsliebe :-))
Nur deshalb klammern sie sich an ihre,noch vermeintliche Macht...an ihre Tandiemen aus Lobbyverträgen & Korruption..
FST sagt richtig, dass Kriege global betrachtet immer ein Nullsummenspiel sind. Was nicht ausschliesst, dass für bestimmte Gruppen zu einem bestimmten Zeitpunkt der Krieg materiell gesehen "Wachstum", also eine Zunahme ihres Besitzes, ihrer Kaufkraft oder ihrer Macht bringt.
Unter dem Strich geht es aber der ganzen Gesellschaft in der Abwesenheit von Konflikten besser. Der Ökonom Paul Collier hat etwa berechnet, dass Afrika jedes Jahr mindestens 2% Wachstum an seine vielen Konflikten verliert, und Indien hat ein um 1% tieferes Wachstum als es hätte, wenn es mit Pakistan in Frieden leben würde. Das klingt nach wenig (und ist nach meiner Auffassung auch zu vorsichtig geschätzt, besonders im Fall von Afrika). Doch das menschliche Leid ist in dieser Berechnung ja noch gar nicht enthalten.
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