16/03/2009 08:57
«Bagatellstrafen für schwerste Verbrechen»
Martin Killias, Professor für Kriminologie und Strafrecht an der Universität Zürich, übt scharfe Kritik an den Zürcher Justizbehörden: Sie würden «schwerste Verbrechen» von Jugendlichen nur mit «absoluten Bagatellstrafen» ahnden.
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Diskussion
Aber haben Sie etwa noch was gehört, vom Richter, der den Blatter Sepp nach seinem Horror-Boliden-Crash mit einer lächerlichen Busse laufen liess? Nur grad die Lokalzeitung hat mal kurz berichtet, dass der genau gleiche Richter etwa junge Frauen und Männer mit sehr niedrigen Einkommen (und dem ziemlich genau gleichen Vergehen) mit drakonischen Geldstrafen und Fahrausweisentzug bestraft hat. Irgendwie schein der „alte Journalismus“ sein Leben ganz leise ausgehaucht zu haben ….
Übrigens durfte ich grad einige Tage in Singapur verbringen: Einer Stadt, die angeblich alle Menschenrechte mit Füssen tritt, Prügel- und Todesstrafe kennt und politisch ein Einparteiensatt ohne demokratische Rechte darstellt. Nur ist interessanterweise Singapur eine äusserst saubere, friedliche Stadt, nahezu frei vom Kleinkriminalität, die von der grossen Mehrheit der Singapurer als lebenswerte Oase betrachtet wird.
Nun sollten wir, wenn unsere demokratisch-freiheitliche Einstellung in uns aufschreit, vielleicht auch mal fragen, wieso diese Stadt friedlich, sauber und so lebenswert ist ….
Jedenfalls würde ein Direktvergleich der ausgesprochenen Strafen für jugendliche Täter in Singapur und in der Schweiz gewaltige Sprachlosigkeit auslösen ….
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