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Diskussion
"Tamiflu im Kanton Zürich ausverkauft
Das Grippemedikament Tamiflu ist im ganzen Kanton Zürich ausverkauft. Das bestätigte der Präsident des Zürcher Apothekerverbandes, Lorenz Schmid, gegenüber dem Zürcher Privatsender Radio 1."
Aber ein anderer Punkt, den wir neulich diskutiert haben, scheint mir noch wichtiger. Soweit mir bekannt ist, gehört Tamiflu laut Swissmedic zur Abgabekategorie B, also rezeptpflichtig. Der Apotheker wird es nicht ohne Rezept aushändigen. Das heisst, offenbar gibt es tatsächlich Leute, die wegen einem querliegenden Furz - in diesem Fall von den Medien verursacht - und ohne Symptome zum Arzt rennen. Und diese Ärzte schreiben das Rezept auch noch aus! (Hinweis: der Arzt hilft natürlich wo er kann, verdient dabei noch Geld und erhöht so die Kundenbindung). Falls die Tamiflukäufer nicht zum medizinischen Personal gehören, was sagt uns dies über das "Patientenverhalten" und die steigenden Kosten des Gesundheitssystems? Die Medikamentenkosten, die bei den Kassen zu Buche schlagen, rechnen sich ja als Preis mal Menge, nicht wahr?
Für mich gilt weiterhin: Die Panik ist irgendwo da draussen...;-)
Ich würde mir keine Sorgen machen wegen des fehlenden Tamiflu. Es gibt genug andere Mittel gegen Grippe und Panik:
ACONITUM NAPELLUS (Acon.): Dieses Arzneimittel ist oft zu Beginn von akuten Erkrankungen angezeigt, wenn sich die Symptome in kurzer Zeit zu großer Heftigkeit entwickeln. Die Beschwerden entstehen bevorzugt durch sehr kaltes, trockenes Wetter, durch Zugluft, aber auch durch sehr heißes Wetter. Der psychische Zustand ist charakteristisch und zeigt sich in großer Angst (bis zur Todesangst) und ist gepaart ist mit großer Unruhe.
ARSENICUM ALBUM (Ars.): Ganz allgemein fällt der Kranke, der Arsen braucht, durch seine Ruhelosigkeit und Ängstlichkeit auf. Die Angst ist sehr quälend und kann sich zur Todesangst steigern. Dabei ist er unruhig und möchte permanent die Position wechseln. Er hat meist großen Durst, den er dann durch viele kleine Schlucke stillt. Die Zeit der Verschlimmerung ist die Nacht, besonders nach Mitternacht. Die Schmerzen sind brennend, wie von glühenden Kohlen oder heiße Nadeln, und trotzdem empfindet der Patient Linderung durch heiße Getränke oder heiße Anwendungen, zum Beispiel eine Wärmflasche.
GELSEMIUM SEMPERVIRENS (Gels.):
Dieses Medikament passt gut für Beschwerden, die sich bei warmem Wetter oder zumindest bei relativ warmem Wetter (also zum Beispiel in einem milden Winter) entwickeln. Die Beschwerden entwickeln sich nicht so schnell, wie zum Beispiel die von Acon. oder Bell. Meist vergehen einige Tage zwischen der auslösenden Ursache und dem Beginn der daraus entstandenen Krankheit. Kommt es dann zur Erkrankung, empfindet der Patient eine große Schwere und Müdigkeit des ganzen Körpers, er zittert und Frostschauer laufen den Rücken hinauf und hinunter. Erkältung sind oft von Kopfschmerz begleitet, der sich vom Nacken aufwärts erstreckt. Typischerweise wird dieser Kopfscherz durch reichliches Urinieren gebessert. Der Patient empfindet eine Schwere im Kopf, in den Augenlidern (die Oberlider fallen herab) und in den Gliedern. Auch Gliederschmerzen können bei einer Grippe auftreten. Der Nasenausfluss ist wundmachend. Häufig muss der Patient niesen, unter Umständen hat er regelrechte Niesanfälle.
HEPAR SULPHURIS CALCAREUM (Hep.):
Die Beschwerden, die nach Hep. verlangen, entwickeln sich durch die Einwirkung von trockener, kalter Luft (wie Acon., Hep. aber seltener zu Beginn von Erkältungen angezeigt). Unter den Erkrankungen, gegen die es wirksam ist, sind Erkältung, Grippe, Husten (besonders Krupp) und Ohrenentzündung. Außerdem hat dieses Arzneimittel eine ausgeprägt Eiterneigung und wenn die allgemeinen Charakteristika vorhanden sind heilt es Furunkel, Abszesse, eiternde Wunden und andere Leiden, die mit Eiterbildung verbunden sind (besonders, wenn der Eiter gelb und dick ist und nach altem Käse riecht).
BRYONIA ALBA (Bry.): Das Hauptcharakteristikum von Bryonia ist die Verschlechterung aller Beschwerden durch die geringste Bewegung. Deshalb will der Patient still liegen und allein gelassen werden. Ist dieses Charakteristikum vorhanden, ist Bry. wahrscheinlich das Heilmittel, egal welchen Namen die Krankheit hat.
Tja, wer so wie ich hinter den sieben Bergen lebt, dem geht die Panik am A.. vorbei. Hingegen ist etwa das „Schwiegermutterpulver“ , auch „Erbschaftspulver“ genannt, bei uns durchaus bekannt! Nur wird, wenn der gewünschte Effekt angestrebt wird, das Arsenicum Album natürlich ohne Homöopathen verabreicht, da es der Schwiegermutter oder der Erbtante ja nicht besser gehen soll! Je nach Quelle liegt die LD50 (letale Dosis bei 50 % der Versuchstiere) bei 10mg/kg Körpergewicht bei der Ratte. Umgerechnet auf einen 70 kg-Menschen wären das immerhin etwa 0,70 Gramm pro Mensch…
Für alle, die nun in dieser Richtung planen wollen – Arsenverbindungen sind auch im Nachhinein noch sehr gut und relativ einfach nachweisbar. Dieser Umstand hat das Erbschaftspulver in den letzten Hundert Jahren etwas aus der Mode kommen lassen, weil Staatsanwälte und ähnliche Vertreter dieser Zunft eine Behandlung der Erbtante mit Arsenicum Alba als gemeinen, hinterhältigen Mord klassieren.
Natürlich kann Arsenicum Album soweit verdünnt, geschüttelt und gerührt werden, bis es nicht mehr die geschilderte Wirkung zeigt, aber davon verstehe ich nichts.
Man kann es aber auch so sehen: Wem Arsen in Dosen von deutlich über 10 Milligramm pro kg Körpergewicht eingegeben wird, der hat tatsächlich nach kurzer Zeit keine Panik mehr! Sagen doch etwa die Pathologen übereinstimmend, dass sie die ruhigsten Patienten haben und diese auch nicht nach Tamiflu oder homöopathische Mitteln verlangen, wenn sie bei ihnen auf dem Tisch liegen.
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