11/05/2009 22:08
In der Grotte der Erinnerung
Das Internet hat dem Journalismus einen bunten Strauß an publizistischen Aktivitäten an die Seite gestellt, bei dem Amateure zu Autoren werden. Umso dringender braucht unsere Gesellschaft hochwerti... »







Diskussion
Wo genau bringt der Journalist "das Neue in die Welt"? Wer hat die Bürger mit Gratisblättern zugemüllt, um mehr Werbeeinnahmen zu generieren? Und was ist mit den bezahlten Journis, "die eine subjektive, volatile und momentorientierte Berichterstattung praktizieren"?
Qualitätsjournalisten der Schweiz, meldet euch! Naja, ein paar gibts in der Tat in der Nähe von R.K. (WeWo) und F.C. (Magazin).
Wenn beispielsweise „Sun“,„Fox News“ oder „Blick“ nicht zum „professionell angelegten Qualitätsjournalismus „`(QJ) gehören, wo genau find’ ich denn diesen QJ??
Und „stiftungsfinanzierte Investigativfonds“ find ich die dann etwa beim Beobachter und beim Konsumentinnenforum und die sind dann über alle Zweifel erhaben?
Als Kunde des Qualitätsjournalismus warte ich da doch noch auf ein paar handfeste Argumente … oder zähl ich etwa gar nicht zu den Kunden, nur weil ich eine eigene Meinung am „Qualitätsjournalismus“ vorbei vertrete und erst noch keine Werbeaufträge an die „Träger des QJ“ vergebe?
..irgendwie scheine ich ein Weltbild zu haben, das nicht nach St. Gallen passt.
Frenk und dolphin69 geb ich recht: Der Gratisblättlijournalismus produziert vor allem eins - überflüssiges Altpapier (oder vermisst jemand «.ch»?) Von Murdochs Lügenimperium mal ganz zu schweigen.
Aber trotzdem: Irgendwas zusammenbloggen ersetzt nicht die Recherche und die Analyse. Bloss weil ein Grossteil der bezahlten Journis das nicht (mehr?) macht, heisst das noch lange nicht, dass ein «Bürgerjournalist» auf Fakten und analytischen Durchblick verzichten kann.
Die Hoffnung, die man hier haben kann ist eben die: Leute beobachten genau, was in ihrer Umgebung vorgeht, liefern Fakten und Deutungen, die von den derzeit noch herrschenden Massenmedien aus welchen Gründen auch immer unter Verschluss gehalten werden.
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