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Diskussion
Ich frage mich, ob in der Studie die Zyklen von FSH, LH, Östrogen, Progesteron und evtl. Oxytocin berücksichtigt worden sind. Die weibliche Selbstwahrnehmung von Glück mag während des PMS oder der "Rosarote-Brille-Phase" ganz unterschiedlich sein.
Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist der grosse Gender Gap, und dass Männer glücklicher geworden sind. Bei den meisten reicht ja Auto, Fussball und Bier. Und was ist mit den kinderlosen Kampflesben und Schwulen? Schwierige Fragen...;-)
"Der Zerfall der Familie und die Zunahme der alleinerziehenden Mütter mag zwar zu mehr statistischem Unglücklichsein führen"
"Es mag an der Doppelbelastung liegen, die Frauen zu meistern haben, indem sie nach Büroschluss auch noch die Mehrzahl der Hausarbeit bewältigen müssen"
"Schließlich weisen die Autoren noch auf die Möglichkeit hin, dass sich Frauen heute deshalb als unglücklicher einstufen, weil sie viel höhere Ansprüche haben als früher - an sich und an die Welt."
Dass die Frauen zu hohe Ansprüche stellen, da scheint etwas dran zu sein.
Siehe auch aktueller Artikel der Weltwoche: http://www.weltwoche.ch/
Woran liegt es, dass erfolgreiche, attraktive Frauen keine Männer finden?
Männer haben Mühe mit starken Frauen
Die Frauen haben zu hohe Erwartungen
Frauen müssen sich halt entscheiden: entweder Karriere oder Familie
Vielleicht waren Frauen schon immer tendenziell etwas unglücklicher als Männer (Hormone, wie Frenk meint, oder sonstige Ursachen). Sie wagten aber früher nicht mal, es sich selbst einzugestehen - sie sagten sich stattdessen: "Ich habe doch alles, was sich eine Frau für ihr Leben wünschen sollte!" -, und daher schlug sich ihr versteckter Seelenzustand auch nicht in den Umfrage-Resultaten nieder. Mit der Zeit hingegen haben wir Frauen gelernt, uns und unsere Umgebung offen zu hinterfragen, uns vor Augen zu führen, ob wir das erreicht haben, was wir wollen - und plötzlich gibt es auch bei uns dieses Getriebensein, diese innere Zerrissenheit, die man früher nur männlichen Denkern zuschrieb.
Ein Gedankengang mit einem Augenzwinkern, aber vielleicht gar nicht so abwegig... Und ich möchte um nichts in der Welt die "Zerrissenheit" eintauschen gegen die scheinbare Zufriedenheit von früher.
Dein Gedankengang ist nachvollziehbar. Meine Frau hat mich aus ihrer Sicht so aufgeklärt. Das Leben der früheren "Stepford Wives" hat sich gegenüber den Frauen in der "Wisteria Lane" schon verändert. Während die einen für Brathähnchen, Pantoffeln und Zeitung sorgten, sich mit Mode, Nagellack, Tupperware und Kaffeekränzchen beschäftigten, wurden sie von ihren Beschützern auf Händen getragen, ernährt und beschenkt.
Die heutige Frau verrichtet zwar immer noch die meiste Hausarbeit. Sie muss aber auch mehr Verantwortung in der Arbeitswelt tragen, Geld nach Hause bringen und auf Händen wird sie schon gar nicht getragen. Dafür wird ihr von den Medien vorgehalten, wie fett sie ist, wie wenig sie verdient und was sie immer noch nicht erreicht hat. Währendessen konnte der Mann ein schönes Stück Verantwortung abgeben.
Da kann die Glücksempfindung der Frau schon etwas leiden...
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