05/06/2009 06:42
Wie die Europäer Barack Obama enttäuschen
Der US-Präsident hat Europa seit Monaten mit einer Charmeoffensive verwöhnt, von der Klimapolitik bis zur Diplomatie. Doch in die Gegenrichtung bewegt sich nichts. Europa riskiert, eine historisch... »







Diskussion
Da kann Obama auf handlungsfähige Partner noch lange warten ….
Merkel war und ist eine Entäushung. Erschente sie mal als "Neue Kraft" so it sie heute ohne neue Ideen einer "forward strategy" für Europa im Algemeinen und Deutschland im Besonderen. Dass wir im heutigen Deutschland nicht mit weitsichtigen 'Adenauer Führungstypen' sondern hochgebildeten Administratoren die sich im Detail verliern, zu tun haben, weiss man sicher in der Schweiz auch schon. Krämerseelen die nur den nächsten Wahlgang und € als Trumpfkarte spielen, können weder begistern noch inspirieren. Da reicht auch eine versteinerte Brück um den ausgetrockneten Ideenteich zu überspringen nicht. Wo sind die Leute, wie Obama, die mit ihrer Weltanschaung im Klartext die Massen begeistern können und somit Berge in bewegung bringen, auch wenn das Jahre braucht. Anstatt "Leadership" zur EU - Konföderation, produziert Europa grössewahn Politiker indem Deutschland auch noch Anspruch auf eine Sitz im UNO Sicherheitsrat beansprucht. 3 Sitze für EU und 1 Stuhl for die mehr als 2 Miliarden Asiaten? In den USA finden solche Ideen kein Verständins. Noch steckt der alte Kontinet in seinen tief verwurzeltem stammesangehörigkeits Denken. Wo ist der 'Gandhi', der 'George Washington' Europas - der / die -den Kontinent aus seinem 20. Jarhundert Dornröschen schalf erweckt?
Die USA sind (noch) nicht ganz am Boden, lieber u_42! Und die Schweizer haben Schiss, in einem Crash mit in den Abgrund gerissen zu werden, zu eng sind die Banken-, Kapital- und Industrieverflechtungen mit den soviel grösseren und stärkeren USA ….
Europa als ganzes hatte in den letzten 10, 15 Jahren zuwenig Zeit zum Nachdenken. Man liess da Zusammenwachsen, was nur in den Köpfen einzelner Politiker zusammengehörte. Die sich jetzt anbahnende Retourkutsche (- siehe etwa Wahlergebnisse Niederlande -) wird fürchterlich sein!
Was auch immer die USA mittelfristig verfolgen will (- ob sie’s dann kann, ist eine andere Frage), sie hat in Europa niemals EINEN Verhandlungspartner und begegnet niemals EINER Meinung….
Neben Deutschland ist die Reihe der EU-Mitglieder, welche infolge innerpolitischen ( = ungelösten) Problemen gar nicht mehr fähig sind, eine glaubwürdige Aussenpolitik zu vertreten, immens lang …. Frankreich , Spanien, Griechenland, Osterweiterung komplett …. Italien mit seinem Sonnenkönig, Grossbritannien, das sowieso nur mitmacht, wenn es Vorteile bringt….. Deshalb, lieber Jürg: selbst wenn aus der Europäischen Asche ein Washington, ein Gandhi auferstehen würde - der Durchschnittseuropäer würde zuerst fragen, welche Nationalität, welche Ethnie, welche Religion und welche Partei, bevor ihm überhaupt jemand auch nur zuhören würde…..
War das Nordamerika vor 300 Jahren noch leeres Land, das nach und nach mit allerlei Ethnien gefüllt wurde, ist Europa seit dem Untergang des römischen Imperiums ein Sammelsurium an völkischen, föderalistischen Partikulärinteressen. Während diese jenseits des grossen Teichs unter "Stars and Stripes" und viel Blut zusammengewachsen sind, gaben sich hier die herrschenden Adelsgeschlechter die Klinke zum Thronsaal in die Hand.
Während dort die europäischen Ideen im grossen Raum zu exponentiellem Wachstum führten (ein paar Eingeborene mussten vorher noch liquidiert werden), befand sich Europa längst im nationalistischen Korsett. Die paar Revolutionen brachten als Gemeinsamkeit schliesslich wohl nur die dreigeteilten Landesfahnen, aber kein Zusammenschweissen. Warum auch? Europa war die Welt, wie wir sie kannten, wie sie gewachsen war. Diejenigen, denen das zu eng war oder keine Zukunft sahen oder hungerten, schifften sich gen Westen ein und schufen sich ihre eigene Welt.
Was auf dem europäischen Papier schön aussieht, wird auf der Strasse nie gelebt werden. Selbst wenn wir in zweihundert Jahren, nach vielen Generationen von Migranten, zum Islam gehören sollten...
Es mag auch überraschen dass, statistisch und wertmässig, die USA und China auch heute noch gleich viel fabrizieren, mit Japan und Deutschland weit hinten an 3. und 4. Stelle. Wissenschaftlich & in der Forschung sind auch heute die Vereinigten Staaten noch in den vordersten Plätzen.
Was nun in den USA vorgeht ist nichts weniger als der Versuch eines revolutionären Generationen-Wechsels. Die Wahl Obama's zum Präsident bestätigt dass tiefgreiffende politisch und sozio-logische Umwälzunngen im gang sind. Wie war das möglich? Antowrt: Der mehrzahl der Bevölkerung ist erst heute bewusst , dass das Land unter W.Busch für 8 Jahren auf 180 Grad falschem Kurs war. Der Mann "on Main Street" erwachte schliesslich und stellte fest das "W's" Vermächtnis unser Land politisch isoliert, öknomisch ruiniert und militärisch überfordert zurück liess.
Europa ? Dolphin69 & Frenk beurteilen die Gegenwart sicher richtig. Was Europa zum heutigen Teilerfolg brachte waren 2 Hauptereignisse. No.1. Die Katasrophe des 2. Weltkrieges die die Sozio-Politischen Strukturen zum grossteil niederrissen - gefolg von Fürungsnaturen à la Robert Schuman, DeGasperi, Adenauer und anderen welche die Weichen zum neuen Kurs in Europa ausrichtete.
Falls der nationale Egoismus in den Mitglidstaaten zu stark ist und Europa den Weg zur besseren Kooperation nicht findet, ist es möglich dass eine neue Katastrophe, Oeko oder sonstwie, diese Erneuerung bringt. Genauso wie die zur Zeit oben beschriebne US Erneuerung auch nur durch die Katastrophe Busch + Wall Street Kollaps möglich wird. Das Unerwünschte/Unmögliche mustert sich zum begehrten Artikel durch.
Eine Voraussetzung möchte ich hinzufügen: Die Herzen der Europäischen Bevölkerung lässt sich nicht nur durch den € allein herbeizaubern. Tief verwurzelt und verwachsen ist das "Christliche" Europa durch seine Ethik and sein Gedankengut. Doch diese organisierte Religionen mit ihren Dogmas und Anspruch auf 'Alleinwahrheit' sind heute für viele mehr zum Hinderniss als zum gemeinsammen Nenner geworden. Ein neugegliederter spritueller Impuls wird nötig sein um die Nabelbetrachtung der vielen nationalen Krämerseelen zu brechen. Eine zweite Reanissance ist gefragt.
Die Topografie der USA ist rein geographisch schon eine Einheit. Der Subkontinent wird von Atlantik und Pazifik begrenzt. Konflikte gibt es vorallem an den Landesgrenzen zu Mexiko oder in Florida. Kanada kann man als Freund betrachten und den ehemals sowjetischen Raketen konnte man die atomare Abschreckung gegenüber stellen. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass Pearl Harbour und 9/11 die amerikanische Seele so tief getroffen haben. Europa hat es da topografisch etwas schwerer.
Dadurch entsteht auch das amerikanische Selbstverständnis und Selbstvertrauen. Ich kann tausende von Kilometern fahren und komme mit Englisch und Dollar überall hin. Das Land bietet mir alles was ich brauche. Es ist ein grossartiges Land, das der Welt viel gegeben hat. Und zwar in den letzten 200 Jahren. Dagegen wirkt das historische Erbe Europas, wenn nicht unbedeutender, so doch etwas verstaubt.
Die USA ist trotz der Grösse und Ethnien ein Land, eine Nationalität. Es wurde "from scratch" aufgebaut. Europa steht auf Ruinen. Und die wirken bisweilen wie ein Klotz am Bein.
Es gibt in den USA nur eine Sprache, auch wenn die Hispanic in Kalifornien und vorallem Puerto Rico/Florida separat angesprochen werden. In Basel werden Schulbriefe an die Eltern in 17(!) Sprachen verfasst. Wieviele Übersetzer arbeiten in Brüssel und Strassbourg? Europa hat somit mehr was trennt, als vereint.
Auch wenn es wohl nur Hollywood-Propaganda sein mag: mit "Stars and Stripes" und dem "National Anthem" lassen sich Helden feiern und der Amerikaner steht mit bebender Unterlippe in Achtung-Stellung. Das bekommen sie hier nicht mal in einer Kompanie Soldaten hin. Vielleicht noch bei einem städtischen Fussballclub. Und "Freude, schöner Götterfunken" mit Beethoven unterlegt lockt keinen hinter dem Ofen hervor. Da mobilisiert die Eurovision-Hymne schon mehr Menschen. Die Gemeinsamkeit ist eben nur aufgesetzt, nicht gewachsen, nicht durchlitten.
Insofern muss ich Jürg Recht geben, dass wohl nur eine grössere Katastrophe die europäischen Länder zusammenschweissen könnte. Diese müsste aber wahrlich grösser sein als der zweite Weltkrieg. Aber das wünscht sich niemand.
Ich will`s mal so formulieren...noch vor vielleicht 15 Jahren wäre es für 95 % der Europäer erstrebenswert gewesen,einen amerikanischen Paß zu besitzen...heute ist es genau umgekehrt :-D
Es geht hier allerdings nicht um Haß und andere Gefühlregungen..inzwischen ist vielen klar,daß das Gouvernement der USA fast völlig autark agiert ( bzw.agiert wird )..
Es gibt durchaus angenehme,kritische Männer und Frauen in den Staaten,die den Finger auf die Wunde legen..wie etwa Ron Paul.
Der Artikel sollte vielleicht heißen..." wie die USA ihre (Noch) Verbündeten verprellt "
Wir als Europäer,brauchen uns keinesfalls zu verstecken,schon gar nicht vor den USA...mir ist bis heute auch nicht nachvollziehbar,warum wir zusammengeschweißt werden sollen...das ist auf Grund der Unterschiedlichkeit der europäischen Völker weder möglich,noch notwendig.
Wir leben in einer Zeit des Betruges, in der fast nichts mehr so ist, als was es erscheint, in einer Zeit, in der die Regeln und Prinzipien (moralisch, ethisch, geistig, politisch, finanziell ...) in den Wind geschlagen werden.
Von der größten Massenpanik unserer Geschichte getrieben, Geld zu verdienen, Wohlstand und Vermögen anzuhäufen und das Vergnügen zu maximieren, haben wir verlernt, zwischen richtig und falsch, zwischen gut und böse, wahr und gelogen zu unterscheiden..
Unter diesen Aspekten erscheinen solche vorwurfsvolle Artikel,mir zumindestens, vernachlässigbar...das ist das Hauptproblem,welches irgendwann gelöst werden muß.
Gerade dolphin69 nachvollzieht was ich mit anderen Worten ausdrückte. Das (ehemalige, heut nur zum Teil) Christliche Gedankengut Europas ist immer noch der Leitfaden das Europa verbindet. Wenn man, wie ich, in Asien (Indien) geowhnt hat oder vom Japanischen oder gar Chineschem Blickwinkel aus betrachted, so hat Europa eine quasi Christliche Ethische Grundlage; ob das uns nun passt oder nicht. Was ich aber auch schrieb, war: "diese organisierte Religionen Europas mit ihren Dogmas und Anspruch auf 'Alleinwahrheit' sind heute für viele mehr zum Hinderniss als zum gemeinsammen Nenner geworden". Im klartext meine ich mit dem dass die organisierten Religionen ihre 'besten Zeiten' in Europa (Sache Macht) hinter sich haben . Was ich aber auch finde ist das der Euro - € - allein nicht genügt um die Massen Europa's zu einen Staatenbund zu begeistern. Ein spirituelles Gedankengut, nicht Religionen, ist unumgänglich um das zu pflegen was den inneren Menschen anspricht. Das ist was ich mit der "Renaissance" meinte, eine spirituelle - nicht konfessionelle, nicht religöse Philosophy oder Weisheit, die Türen öffnen kann wodurch sich Europäer weniger als 'Stammesangehörigen" (Italiener, Polen, Deutsche etc.) aber mehr als Mitmensch sehen. Der Vorwäts - Marsch der Menschheit, der mit Familie begann, zur Sippschaft, zum Stamm, und schliesslich zur Nation führte, wird nicht stoppen. Die Evolution ist ein Verlauf, ein Vorgang (it is a process). Darin sehe ich Europa's zusammenschluss, ein Vorgang der in der Natur der Dinge spielt. Einen Staatenbund, nicht Bundestaat im Taktschrit, bildet sich über mehrer Jahrzehnte. Verglichen mit den Griechen- oder Römerzeiten ist das immer noch schnell.
Ich führte meine langatmige Analogie mit den USA als Beispiel auf, um zu illustrieren wie schnell sich manchmals die Sitationen ändern. For ca. 40 Jahren wurden Schwarze in den Hinerteil des Buses kommandiert, mit wütend bellenden Schäferhunden angegriffen und sogar in dunklen Nächten an Bäumen aufgeknüft. Obama's Wahl ist nur die Spitze des Eisberges einer kommpleten Umkehrung. Wer das damals so prohezeit hätte, wäre ausgelacht oder für verückt , naive oder schlimmeres bezeichnet worde. Und so ist und wird es auch mit Eurpa sein. Hätten wir die Möglichkeit 50 Jahre in die Zukunft su sehen, würden wir nur noch staunen.
Ich möchhte schliessen mit Sri Aurobindo's mächtigen Worten: Not by reason was the world created, not by reason can the truth be understood.
so ungerfähr: Nicht durch die Vernunft wurde die Welt erschaffen, nicht durch die Vernunft (allein) ist es möglich die ganze Wahrheit zu verstehen.
Allerdings kann das keinesfalls für die derzeit Lebenden gelten...zu tief sitzt sitzen Haß und ungerechte,menschenunwürdige Behandlungen vor,während & nach den Kriegen.
Für mich beispielsweise wäre es nicht unvorstellbar mit Russen und Franzosen in einer Gemeinschaft gleichberechtigter Völker zu leben..mit anderen europäischen Nationen im Moment eben nicht.
Alle Menschen werden Brüder (..und Schwestern ;-)) ist ein Ductus,der Kommunisten,Gläubige aller Konfessionen und Rassen folgen & einen könnte...wäre da nicht die ökonomische,egoistische Frage,die Triebkraft jeder gesellschaftlichen Entwicklung,die regelmäßige Erzeugung riesiger menschlicher Katastrophen,Kriegen...ausgelöst immer wieder im ewigem Kampf um Vorherrschaften Einzelner,Weniger.
Ich bin persönlich der Überzeugung ( hauptsächlich aus wirtschaftlichen,monetären Gründen ),daß in einigen Jahren der Einfluß der USA auf das Weltgeschehen vernachlässigbar ist ( Zerfallsprozeß ) und das Europa ungefähr in den Grenzen vor 1913 wieder oder ähnlich existieren wird..
Solche Kunstprodukte,wie Kosovo u.a..die nur installiert wurden,um geopolitische Interessen waffenstarrender Systeme,wie der USA oder der Nato durchzusetzen,haben dann einfach keinen wirtschaftlichen Bestand mehr,denn wer soll dann noch Geld in diese Konstrukte pumpen ?
Wie gesagt,das sind meine ureigensten Überlegungen,weil ich grundsätzlich alle Triebkräfte von gesellschaftlichen Entwicklungen auf rein wirtschaftliche Interessen reduziere.
Nationalismus,Glaubens - und andere Bekenntnisse haben in diesen Überlegungen so gut wie keinen Platz und keine Berechtigung,insofern hast Du Recht...es muß irgendwann eine europäische oder Weltverbrüderung einsetzen oder die Menschheit zerbricht an ihren ureigensten Unzulänglichkeiten.
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