14/12/2007 12:41
Interview mit Martin Suter: "Schweizer Parlament hat seinen Stolz wiedergefunden"
Viele Schweizer feierten die Abwahl des Rechtspopulisten Christoph Blocher als Bundesrat auf der Straße. Der Schriftsteller Martin Suter erklärt im Interview mit SPIEGEL ONLINE, warum »







Diskussion
Zum Einen scheint es, dass sie ungefragt sich nicht melden.
Stellt man Fragen müssen diese so sein, dass der andere sich äussern kann. Ein Schweizer hätte diese Fragen so nicht gestellt.
Dass bei Spiegel Online die Idee zu diesem Interview kam, sehe ich als Hinweis, dass man kreativer und vielschichtiger an ein Thema herangeht.
Ohne Facts2.0 wäre ich wahrscheinlich nicht auf den Artikel gestossen.
Aber ich denke, viele hier wären froh, wenn man Denkanstösen und Formulierhilfen gegen die populistische Sprach- und Denkvergewaltigungen erhält. Die dadurch ausgelöste Wut wirkt ja wie ein Mottenfrass im klaren Denken. Und wenn sich dann sprachgewandte Denker mit Worten melden ist dies Balsam.
Dieses Schweigen oder nicht Nachfragen wäre als Symptom noch zu analysieren. (Für mich war es so auch etwas befremdend, wie im Literaturclub selber diskutiert wurde, wie wenn diese Szene in einer anderen Welt leben würde.)
Vielleicht wars auch gut so oder musste so sein.
Umso gewaltiger und im Nachhinein prophetisch wirkten die wenigen Zeilen von Sibylle Berg.
Bei einer Diskussion zur Gruppe 47 anlässlich des letztjährigen Bachmannpreises wurde gefragt, ob es politisch engagierte Schriftsteller in Deutschland gäbe, die jünger als 80 seien. Niemandem in der Diskussionsrunde fiel einer ein.
Freuen wir uns doch, dass einer gute Fragen gestellt und M. Sutter ausgezeichnete Antworten gegeben hat!
Und Otrebor meint: Auch Sutter hat wohl eine Schwäche in Mathematik und Mengenlehre. Immer diese 30 Prozent. 30 Prozent ist wirklich viel. Zwar ein bisschen weniger als 1/3. Aber (ohne ein kleiner Klugscheisser zu sein): Es sind und bleiben 29% der W ä h l e n d e n und nicht der Wahlberechtigten. Man kann das nicht genug wiederholen.
Aber die Fragen und Antworten fand ich gut.
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