Kahneman, der Schreck der Ökonomen
Per Anhalter durch die Galaxis
"Gute Lügner sind sympathischer"
Europa in der Krise: Die Schweizer Solidarität
Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
Blocher als Wirtschaftsethikprofessor wäre etwa so toll wie Muammar al-Gaddafi als Ehrenpräsident des UN-Menschenrechtsrates …..
Wirtschaft leitet sich vom Griechischen aus den Begriffen oi’kos und nomos her und dürfte auch mit „Gesetz des Hauses“ übersetzt werden. Wirtschaft im Sinne des Begriffs stellt also eine Tätigkeit dar, bei der die mächtigere Person (die festlegt wie’s geht!) einer andern etwas ausschenkt , hinstellt oder übergibt - gegen eine entsprechende Gegenleistung, in modernerer Zeit meist gegen Geld. Wirtschaft ist somit eine Handlung zwischen zwei Partnern, bei der irgendetwas von Person 1 zu Person 2 überwechselt. Dieser Vorgang ist weder wertfrei noch wertlos, da im besten Fall jede(r) der Beteiligten glaubt, einen Vorteil erreicht zu haben. Einen Vorteil gegenüber dem andern zu erzielen, dürfte jedoch strenggenommen als unethisch bezeichnet werden, weil hier die Absicht, den andern übers Ohr zu hauen, klar ersichtlich ist.
Wie das Märchen vom Hans im Glück aufzeigt ist ein ethisches Wirtschaften möglich, funktioniert leider nur im Märchen. Weiter lässt sich feststellen, dass der Begriff Ethik im Laufe der Zeit angepasst werden musste: Wer also den andern mittels Wirtschaften nicht umbringt sondern nur schwächt, wer die Umwelt nur ein bisschen schädigt oder Gewinne unter 30 % erzielt, handelt durchaus ethisch.
Auch wurde ja bereits im Mittelalter beschlossen, dass etwa das Geldverleihen und das dafür hohe Zinsen nehmen weder unchristlich noch unethisch ist und somit jedermann diesem Geschäft bis heute ungestraft nachgehen kann und umso höhere Boni erzielt, je mehr wertlosen Papiere er einem Wirtschaftsungläubigen andrehen kann. Nach neuer Lesart ist dies durchaus ethisch. Geht dann was schief, so gibt man schuldbewusst zu, dass halt die Ethik kurzzeitig nicht mehr 100 % gestimmt habe und ruft nach Vater Staat. Dem schiebt man nun die „Betrugspapiere“ zu (- ups - geht nicht…also rasch der neu erfundene Namen „toxische Papiere“ her -). Damit ist „der Boni im Sack“ und die Ethik staatlich wiederhergestellt und wenn sie nicht gestorben oder konkurs sind, wirtschaften sie demnächst auf die gleiche Art weiter …..
(..kann das bitte jemand mittels copy/paste an die HSG senden? ich kann mich ja nicht selbst bewerben, das wäre unethisch….)
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