1347 Freunde auf Facebook und keiner spricht mit mir

1347 Freunde auf Facebook und keiner spricht mit mir
Facebook, die zurzeit wahrscheinlich meistgenutze 2.0-Plattform im Internet bringt Freunde wieder zusammen. Anfänglich scheint dies auch so, betrachte ich jedoch die Mehrheit der User, so komme ich schnell zum Schluss, dass über Tausend Freunde zu haben schlicht unmöglich ist.

Das sind mehrheitlich eher "Einmal-Gesehen-Bekannte" oder "Alles klar?-Tiptop!-Bei dir?-Auch!-Wegkreuzer". Das Ganze hat sich zu einem Wettbewerb entpuppt. Nicht nur der vielfach belächelte "H4-White Trasher" auf RTL2 ist auf der Suche nach Anerkennung, Zugehörigkeit und Zuneigung, sondern mittlerweile auch Hochschulabsolventen, Lehrlinge, Metzger und Banker. Möglichst viele Freunde zu haben gleicht einer errungenen Trophäe. Es gibt dem User Sicherheit und ein Zugehörigkeitsgefühl. Und deshalb wird es auch immer schwieriger sich von Facebook und dergleichen fernzuhalten.

Wo führt das hin? Sollten nicht wieder die wenigen, richtigen Freundschaften gepflegt werden? Ist es nicht Zeitverschwendung an diesem Wettkampf teilzunehmen?

Und eine vielleicht nicht mal so abwägige Frage: Was würde wohl die Selbstmordrate mehr beeinflussen? Facebook von einer Sekunde auf die andere vom Netz nehmen oder eine Applikation obligatorisch einführen, dass Freunde bewertet werden müssten? Würde das Menschen in ihrem Innersten zerstören und ihren Illusionen ein Ende setzen?

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Gruss, Frank Kemp

 
 
 
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