02/01/2010 11:57
Wem läuft die Netzavantgarde nach, Herr Lovink?
Seit ihrem Entstehen hat der Medientheoretiker Geert Lovink die Utopien begleitet, die der Entwicklung des Internets den Weg weisen sollten. Heute erscheint ihm die Avantgarde, die damals aufbrach,... »







Diskussion
."Anfang der Neunziger ... gab es Leute, die verstanden hatten, was für einen überwältigenden Einfluss das Internet auf die Gesellschaft haben würde" ...Die gibt esa auch noch HEUTE: ICH bin immer noch da!
"Es geht heute im Netz um eine völlig einfache und konservative Form der Selbstdarstellung" --- Das ist richtig, es geht um Werbung und Selbstglorifizierung, die meist daneben geht, weil die Technik aus Multiplikation besteht.
"Man wollte damit viel spielerischer und kreativer umgehen." ... aber man hat Programme geschaffen, die alles millionenfach, multiplizieren. Dadurch wird Individuelles, uninteressant und Vervielfältigtes, zum Erfolgsrezept- Es ist wie im Supermarkt, der Standardkäse der 100 % genauso stinkt, wie es vorgeschrieben ist, verdrängt individuelle Produkte. Meinung wird "glaubwürdig", weil andere diese Meinung wiederholen. Wenn dann diese Meinung auch noch in der Form gleich ist wie wo anderst, dann wird diese Meinung noch "Glaubwürdiger"...
"Der Traum, im Internet ein anderer sein zu können" ... was hat es für einen Wert, dass man ein anderer sein will?
"Es ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht vorteilhaft, nicht zu wissen, mit wem man seine Geschäfte treibt." das ist eine Ansicht, die vor100 Jahren Sinn gemacht hat, Im Internet Zeitalter zeigt diesr Satz nur, dass wir in unserem Verstand zurückgeblieben sind.
"Internet macht es doch einfach, nationale Rechtsprechungen zu umgehen." ... viel schlimmer ist, dass der Unverstand und "Vorbildglaube" der Juristen dazu führt, dass, viele, ihre NATIONALEN Gesetze missachten und durch Fiktionen ersetzen..
"Mithalten oder gegensteuern kann nur der, der in ständiger Fortbildung an der Spitze des informationstechnischen Fortschritts steht." ..... Und das sind in Wirklichkeit nur sehr wenige Menschen ... die meisten bilden sich ihre "Expertenkenntnisse" nur ein und betrügen sich selbst und andere.
"Warum hat sich im Internet nie eine ästhetische Avantgarde etabliert?" Weil sich auch in unserer Gesellschaft nie eine wirkliche Ethik bilden konnte und weil wir immer noch, von der Taufe an, mit religiösem Unfug und religiösen Hypothesen vollgestopft werden. Das Internet ist ein Medium, wo man sehr viele gegensätzliche Meinungen zu einem Thema findet: unsere Kinder und wir, haben aber nie gelernt, diese Informationen zu hinterfragen. Deshalb setzt sich dann Information, durch Masse, durch.
"wo und womit? Es gibt da keine durchdachten Modelle". Doch die gibt es,
"Die Ideen der Freie-Software-Bewegung" ....sind alle auf dem Prinzip vom Roten Kreuz aufgebaut. All das baut, viel zu viel, auf dem "einem geschenkten Gaul schaut man nicht in's Maul"--Prinzip auf.
Auch in diesem Bereich brauchen wir total neue Denkansätze und Methoden.
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