07/01/2010 18:29
Wie hat das Internet Ihr Denken verändert?
Auf dem vielbeachteten Forum Edge.org stellt der Literaturagent John Brockmann jedes Jahr eine Frage. Diesmal wollte er von den führenden Erforschern und Entwicklern der Netzkultur wissen, welchen ... »







Diskussion
Unser Internet Verständnis ist vergleichbar mit Autos, die am Ende der Pferdekutschen Zeit gebaut wurden: es brauchte damals Jahrzehnte, bis der Platz für den Kutscher abgeschaft wurde.
Auch diese Seite von Facts zeigt, dass anscheinend noch niemand begriffen hat, dass das Zeitungszeitalter ein eindimensionales Zeitalter war und dass das Internet mehrdimensional ist.
Die Bezugnahme auf Zeitungen,sowie Verlage & Blogs als eindimensionale Gebilde,vermag ich nicht nachzuvollziehen.
Aus welchem unerfindlichem Grund,nun das Internet,"mehrdimensional"sein soll (.. es bleiben also nur noch die zweite & dritte Dimension übrig,mehr kann sich der normale Mensch nicht vorstellen..läßt man die theoretische Mathematik und die Zeit außer acht ),entzieht sich meiner Phantasie und Vorstellungskraft.
1) Der Mensch bleibt Mensch.
2) Es gilt unverändert „Cogito ergo sum!“
3) etwa 80% der Menschheit hat gar keinen Zugang zum Internet.
4) Die Intelligenz (die braucht es zum Denken – oder nicht?) ist zurückgehend, mindestens in den sogenannten Westlichen Ländern auf der Nordhalbkugel.
Wenn nun so ein Diskussionsanstoss aus den USA kommt, ist doppelt Vorsicht geboten. Gerade die aufgeführten Beispiele, etwa bezüglich Klimapolitik (und das Verhalten unserer lieben Führungsriege) zeigt mehr als nur eindeutig, dass der nachfolgende Satz Quatsch ist: „Fachleute diskutieren nicht mehr über Daten, sondern darüber, was die Computer aufgrund der Daten vorhersagen.“ (- kann ja sein, aber die Entscheidungen treffen dann die anderen!)
…als ob Fachleute den Lauf unserer Welt bestimmen…schön wärs ja vielleicht ….
Das Internet hat sicher die Medienlandschaft total verändert. Journis kriegen Muffensausen und begegnen uns Bloggern mit Angst und Misstrauen – das ist vielleicht eine der tatsächlichen Veränderungen durch das Net. Aber dass es gleich das Denken verändert ? ..jaja, das hättet ihr wohl gern ….;-))
Mit "Multidimensionalität" meine ich, dass im Internet jedes Wort, mit etwas anderem vernetzt sein kann ... das gab es bisher, in geschriebenen Texten, noch nie.
Auch die "Protokollarform" muss endlich ein Ende finden... komplexe Zusammenhänge können nur "im Text" geklärt werden ... und das war bisher nie möglich. Und es ist auch jetzt praktisch nicht möglich ... Und komischerweise ist es auch extrem schwierig, den Leuten, die das Internet der Zukunft aufbauen sollen, beizubringen, dass sie durch die Mehrdimensionalität des Internets stinkreich werden könnten.
Was sich verändert hat - und da sehe ich, ganz pingelig wie ich als Naturwissenschafter bin, einen Tick Unschärfe in der deutschen Übersetzung, wonach "HOW IS THE INTERNET CHANGING THE WAY YOU THINK?" nicht genau mit obigen Titel übereinstimmt -, ist die Art und Weise, wie wir unsere elektronischen Werkzeuge einsetzen, um unser Denken zu unterstützen. DAS hat sich wohl verändert. Mein Geschäft wäre ohne CAD, Email, Internet, Handy nicht denkbar. Es geht darum, wieviel Information wie schnell beschafft werden kann und ohne sich zu bewegen.
Aber mein Denken, nein, das wurde und wird nicht verändert durch das Internet. Höchstens in der Geschwindigkeit des Informationsflusses, die aber mit potenteren Filtern wieder gedrosselt werden muss, damit ich alles auf die Reihe bekomme. Mein Gehirn arbeitet nicht schneller. Da hat ein Buch ganz andere Wirkungen. Wie ich aber zu einem Buch komme, wird in der Tat durch die Informationsverfügbarkeit im Internet beeinflusst. Das ist aber nicht Denken an sich. Vielleicht sieht das ein digital native anders. Ich muss mal meine Tochter fragen...
Schöne,neue Welt ..
--> frenk Doch auch Deine Denkstruktur wird sich durch Mehrdimensionalität in Texten total ändern.
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