27/01/2010 09:02
«UBS wird Kundendaten nicht selber herausgeben»
UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger weist Forderungen aus der Politik energisch zurück, die Grossbank solle das Amtshilfe-Problem mit den USA selber lösen und die Kundendaten notfalls widerrechtlich herausgeben. Er verteidigt auch die Lohnpolitik der UBS. »







Diskussion
Diese Aussagen sind jedenfalls an Chuzpe kaum zu überbieten. Ich habe jedenfalls nichts von einer neuen UBS bemerkt. Oder wurde die alte Firma liquidiert und eine neue gegründet, wie bei der Swiss? Und bei allem Respekt: den Dreck am Stecken hat die UBS nun mal, das wusste der nette Kaspar bevor er zu deren Lohnbezüger wurde. Ein paar schwarze Schafe (oder waren es Sündenböcke?) zu entlassen, reicht nicht, um ein kaputtes Image aufzupolieren. Dass er sich nicht zu einer kriminellen Tat anstiften lässt, ist verständlich. Aber er muss sich bewusst sein, dass ihm (nicht nur das linke) Volk auf die Finger schauen wird. Und diese Geschichte ist noch lange nicht abgeschlossen...
Ich gebe zu, ich verstehe nichts vom Banking und hege Vorurteile. Diese wurden aber bisher stets bestätigt. Banker gehören für mich seit langem zur alleruntersten Kategorie. Ich könnte mich jedesmal echauffieren und das wird sich in nächster Zeit auch nicht so schnell ändern...;-)
Dann ist der bleibende, unangetastete Filz, der ja im Chor heute mehrstimmig singt: „Wir alle haben überhaupt gar nix gewusst über die Verfehlungen unserer Töchter in der USA“ – das trifft ebenso auf einen gewissen FINMA-Chef zu, der ja genau das gleiche zur gleichen Melodie mitsingt.
Das erinnert mindestens so fatal an die SVP-Spitze, die sich bitter über den Niedergang der Swiss Army beklagt, aber interessanterweise waren sämtliche Christophs und Uelis zu Zeiten dieses Niedergangs in Kaderpositionen eben dieses Trachtenvereins…
Wie unglaubwürdig muss man in der Schweiz eigentlich sein, bis endlich der Filz auseinander bricht ?
Nach diesem peinlichen Kasperli-Theater vom Villiger, höre ich am Radio BR Widmer-Schlumpf mit dem üblichen Gesülze. Hat die auch eine andere Platte drauf oder wenigstens sowas wie Selbstkritik? Die bisherigen Verträge würden dem Parlament zum Absegnen vorgelegt. Was das heisst, hat Niklaus bereits skizziert. Das Referendum würde ergriffen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und man muss wahrlich kein Wahrsager sein, um abzuschätzen, was das Volk dazu sagen würde. Ich bin auch gespannt auf die Abzockerinitiative (und den Gegenvorschlag). Da würde sich das Volk wohl auch als "unzuverlässig" erweisen.
Ohne politische Hilfe würde der UBS eine Sammelklage drohen. Wo ist das Problem? Was für Beweise würden dem Gericht vorgelegt? Welche amerikanischen Banken würden mit in den Strudel gezogen? Liegen die Akten auf dem Tisch der GPK? Wie gross wäre der Schaden für die schweizer Volkswirtschaft? Gibt es dafür Belege?
Geht es im Grunde um die bewusste Schwächung des schweizer Finanzplatzes seitens der USA? Wäre es dann nicht eine veritable Staatsaffäre? Und müsste da nicht anderes Geschütz aufgefahren werden anstatt über Abkommen und Kundendaten zu faseln?
Fragen über Fragen. Kriege ich nicht bald Antworten, kann ich mich an der Urne - und nicht nur da - sehr "unzuverlässig" verhalten...
http://www.winkelried.info/2009/09/09/ba nkgeheimnisdie-5-kolonne-sitzt-in-bern/
und dann dies :
http://www.winkelried.info/2008/10/21/54 -mrd-sind-nur-die-halbe-wahrheit/
Die Problematik und die Maläschen der UBS sind hausgemacht und berühren
natürlich auf Grund ihrer Komplexität,viele Ränder der eidgenössischen Politik.
Die Meinungen gehen weit auseinander,je nachdem,wie man persönlich dazu aufgestellt
ist ( konservativ...linke Einstellung etc.pp )
Die gesamte Wahrheit wird wohl auf Grund des Filzes von Politik und Wirtschaft nie ganz
an´s Tageslicht kommen.
Richtig ist,daß prinzipiell die Schweiz sturmreif geschossen werden sollte,für einen Eintritt in die EudSSR,Personenfreizügigkeit etc. und die USA Erfolge brauchte,durch ihre Paladine in DE hat´s ja ganz gut geklappt.
Mit der UBS,als Finanzkonzern hat das nur insofern etwas zu tun,daß ein Sündenbock aufgezeigt werden mußte,um das Bankgeheimnis auszuhebeln.
(wahrscheinlich wußten das die UBS-Verantwortlichen schon vorher,üblich unter dem Finanzkonzernen,die ja mühelos mit dem Krediträdchen jede Regierung weltweit in der Hand haben )
Sündenböcke wurden natürlich auch gesucht,die für die Finanzkrise herhalten sollen..sozusagen kleine Kommödien für die Lemminge und Michl´s weltweit.
" Seht her..wir ziehen blank und trocknen den Sumpf aus..wir,die Regierungen,die nur die Interessen unserer Völker vertreten :-D "
Mit dem Finanzplatz Schweiz hat das nur mittelbar zu tun,da ja die wirklichen Kapitalbesitzer,so ab 250 Millionen aufwärts,selbst die Politik bestimmen..ihnen kann das Bankgeheimnis im Prinzip scheißegal sein.
Ich persönlich sehe im Aushebeln des Bankgeheimnisses.einen großen Verlust der Rechtssicherheit jedes einzelnen Bürgers.
“Kein Journi hat bis jetzt auch nur ansatzweise begriffen, was hinter dem Deal steckt und was für Auswirkungen er haben wird“.
Dieser Satz ist genau das Körnchen, dass die gefunden haben!
Dabei wäre es gar nicht so schwer – die SNB „unsere“ Schweizerische Nationalbank ist ja schon lange (und zu recht) unter Beschuss. Die ganz groben Verflechtungen liegen jedoch offen: http://www.snb.ch/de/iabout/snb/bodies/i d/snb_bodies_council , die feinen muss man sich zusammenreimen (etwa die Verflechtungen hinein in die SVP-Spitze, die ja offiziell immer weit, weit weg von der classe politique und vom Filz ist …hahaha….).
Da ja nicht alle Journis dumm/interesselos/faul/ sein können und die 45% der SNB (von denen man eben nicht so ganz sicher weiss, WEM diese gehören ….) ist da schon eine sehr interessante Frage im Raum …..
Kurzum: Seit dem UBS-Deal (und eigentlich schon vorher, als die Ami-Mänätscher der USA-Filialen unter Wissen und Duldung der schweizerischen Konzernspitzen ihre krummen Dinger drehten) sind da „im Luftraum Schweiz“ so viele Bumerangs unterwegs, dass du und ich nur eins können, nämlich den Kopf einzuziehen und auf bessere Zeiten zu hoffen ….;-))
Meine Interessen vertrete ich selbst,dazu brauche ich nicht irgendwelche Schnarcher :-)
Trotzdem muß ich Dir sagen oder gerade deshalb würde ich Eure sogenannten Rechten eher als konservativ,wahrscheinlich sogar als patriotisch bezeichnen (..auch ein Begriff,der mir Bauchschmerzen bereitet :-)),mehr als die linken Internationalisten,die nur vorgeben die Interessen des gemeinen,ausgebeuteten Volkes,der Arbeiterschaft und sonst welcher vermeintlich Benachteiligten zu vertreten,die aber letztendlich doch nur auf ihr Wohl und Wehe bedacht sind.
Aber meine Meinung muß ja nicht richtig sein,dafür kenne ich die schweizer Befindlichkeiten zu wenig.
Ich wollte,wir hätten in Deutschland eine solche konservative Partei und nicht nur Neonazi-Spinner und Blödiane,die gemeinhin als " Rechte " bezeichnet werden.
Alle anderen Parteien sind mehr oder weniger sozialistisch oder sozialdemokratisch,oppurtunistisch eingestellt,auch wenn sie zur Tarnung immer noch christlich,verbrämte Naseweisheiten von sich geben.
Das ist letztendlich der wahre Triumpf der Allierten..eine wirklich Partei,die konservative Werte vertritt gibt es nicht.
Unabhängig davon vermute ich hier einfach mal,daß die Mehrheit der SNB sich in Privatbesitz befindet,obwohl diese verschachtelten Strukturen wahrscheinlich niemand so recht durchschauen kann,außer die Eigner selbst.
Offensichtlich bunkert ausgerechnet ein Deutscher 4,8 % der SNB-Anteile..sehr national,das muß ich schon sagen -
Globalisierung eben :-D
Hinter den Kulissen scheint sich trotzdem ein gewaltiger,internationaler Machtkampf abzuspielen..die Offenlegung des UBS-Deals wurde bewußt lanciert,bedingt durch die zunehmende,wirtschaftliche und strategische Schwäche der USA im Besonderen und die der EU im Allgemeinem,sonst wäre das längst vergessen.
Bei der Hinauszögerung des zu erwartenden 2.Bankencrashs mit unabsehbaren Folgen,hauptsächlich wirtschaftlicher Art,geht´s scheinbar jetzt um alles,besonders um´s politische Überleben der Systeme.
Freund wird zu Feind und umgekehrt..in ihrer Not und um weiterhin an den fetten Futtertrögen der Macht zu verbleiben,sind alle Mittel recht,besonders die krummen,wie Du selber sagst.
Durch diese hektische,schwitzende Art der Problemlösungen,wird das Volk langsam mißtrauisch,was eigentlich vermieden werden sollte.
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