12/03/2010 12:00
Wer glaubt, dass Gott in den Alltag eingreift?
Ein Soziologe geht davon aus, dass Menschen schlicht deswegen religiösen Vorstellungen anhängen, weil sie permanent damit eingelullt werden und nicht weil sie arm oder ungebildet sind »







Diskussion
Mehr sage ich dazu nicht. Es könnte ja sonst durchaus sein, dass ich den Leuten "unzimperlich wissenschaftliche Argumente um die Ohren haue".
Danke für die Formulierung, Asozialer...;-)
Und aus der Konfirmation wurde durch die "Jugendweihe".
Die Feiern blieben - nur die Bezeichnung änderten - und das soll ein "religionsfreie" Gesellschaft gewesen sein?
Meine These ist auch mit diesem Artikel nicht umgestossen: Religion gehört zum Menschen.
Mit Umfragen haben wir ja so unsere Erfahrung ….. und eine Annahme eines Minarettverbots ist ja theoretisch bei Einhaltung der christlichen Glaubensgrundsätze und der „verordneten Toleranz“ gar nicht möglich …. gell ….!
Oh je, ich denke fast, dass du dich dringend etwas updaten müsstest, was heute "Mainstream" in Bezug auf dieses Thema wirklich bedeutet.
Und dazu ist's halt schon blöd, wenn eine Umfrage nicht ganz das Resultat liefert, das man gerne hätte.
Ach, wie kompliziert die Welt und die Menschen doch sind.
Ich oute mich hier als schlecht orientierten Ungläubigen mit selbst-gebastelter Weltanschauung …. Bleibt also nur abzuwarten, ob ich dann zumal auf dem Sterbebett einen Abgesandten irgend einer Kirche rufen werde, wie dies unzählige freie Geister, Philosophen, und Persönlichkeiten (vorab in Frankreich!) seit Jahrhunderten getan haben ….
Katholische Kirche: 1.147 Milliarden Mitglieder
IHEU: ca. 4-5 Millionen
Ups, jetzt habe ich doch noch was gesagt...
Bevölkerung Europa: 495 Millionen
Und jetzt?
Du enttäuschst mich jetzt aber gewaltig. Ich habe ja nur Zitate gebracht... Sind wir jetzt also schon dort angelangt, wo im Usenet die Diskussion jeweils zu Ende war - mir schient, dass du an Godwin's Law sehr gefährlich nahe vorbeischrammst.
Mainstream: Hauptströmung, Konsens der Mehrheit, Kulturdominanz, sozialer Druck
Statistisches Verhältnis Ungläubige zu Gläubige weltweit, Pi-mal-Daumen: 1:1000.
Dann wird von Bedrohung durch Säkularismus gesprochen, tz-tz...
FACTS ist also durchaus eine kleine, ehrenwerte Gesellschaft und als solche nicht representativ.
Was ich allerdings - gerade in dieser Diskussion - vermisse, ist die Stimme der Frauen. Oder sind die alle am Bibel lesen und Rosenkranz beten...;-)
Du hast aber ein Stück weit recht. In Basel-Stadt ist das Verhältnis etwa 1:3. Deshalb sind ja auch Freidenkerplakate verboten und an jeder Ecke steht Jesus und liebt dich...
Moment, du schweifst ab - es ging mir nicht darum. Klar kann man diskutieren, ob eine Gesellschaftsänderung kontextbezogen durchzführen ist, wo also die bestehende Bräuche, Werte, Ansichten mit übernommen und integriert werden oder ob eine Änderung als Revolution durchgepaukt wird, wo kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Natürlich kann man die erste Variante als "recht geschickt" bezeichen, jedenfalls ist sie humaner, als die zweite Variante.
Aber, wie gesagt, darum ging es mir nicht. Mein Beispiel DDR sollte nur meine These stützen, dass Religion zum Menschen gehört. Man kann zwar die Bezeichnungen ändern, man kann die "höhere Instanz", mit der diese neue "Taufe" und "Konfirmation" zu tun haben soll, auswechseln - aber das Grundbedürfnis des Menschen nach Transzendenz ist damit immer noch vorhanden. Angelpunkte der Biographie (Geburt, Erwachsenwerden, später Heirat und Tod) hatten und haben in der Menschheit halt eben religiöse Implikationen - schon nur daran abzulesen, dass man an diesen Punkten ein Fest veranstaltet, Leute einlädt, gut isst und trinkt. Und darum behaupte ich weiterhin: Den religionslosen Menschen und die religionslose Gesellschaft gibt es nicht - das Bedürfnis nach Transzendenz kann man den Menschen nicht wegnehmen, schon gar nicht weg diskutieren.
Du schreibst: "Nun, ich sage es jetzt halt einfach: Aber leider, so vermute ich, wird dieses «existenzielle Vakuum» dieses Bedürfnis, allzuoft einfach mit «Religion» aufgefüllt, zugeschüttet."
Genau das versuchte ich ja bisher zu sagen - und das ist nichts anderes als meine Behauptung, dass Transzendenz eben zum Mensch gehört. Wenn man z.B. die christliche Religion "draussen" haben will, dann füllt sich das "Vakuum" mit etwas anderem - in einer sogenannten religionsfreien Gesellschaft halt mit Patriotismus oder noch schlimmer, mit Nationalismus oder irgend einem Glaube an irgend etwas anderes. Doch das "Vakuum" bringt man nicht weg, das kann man nicht wegdiskutieren, das ist einfach da.
Erst an diesem Punkt müsste dann die Diskussion einsetzen, mit was dieses "Vakuum" zu füllen wäre und wie. Viele legen sich heute in unserer sogenannten freien Welt ein eigenes Konstrukt zurecht, nehmen Teile aus unterschiedlichen Religionen, Theorien und schlimmer, Ideologien.
Das Beispiel mit Karl dem Grossen tut da eigentlich nichts zu Sache und widerspricht meiner These nicht. Ich wäre der letzte, der die schlimmen und finsteren Seiten in der Geschichte des Christentums leugnen würde. Das ist leider auch eine Konstante der Menschheit: Paradigmenwechsel gehen nicht einfach so über die Bühne, da gibt es leider immer auch viele Opfer. Das war bei Revolutionen so, das war auch bei der Reformation so (Stichwort Täufer). Und wie viele Opfer heute durch unser wirtschaftliches und politisches System unter die Räder kommen, werden dann erst die späteren Historiker aufzeigen.
„Subversive Handlungsweisen, Denunziation, Boykott, Schaffung von Parallelgesellschaften und Strukturen, Verurteilung, Lästerung - all diese Mittel demaskieren die Minderheit als unchristlich, wie christlich ihre Ziele auch sein mögen“.
Also alles klar: Christlich = gut; unchristlich = böse. Das, lieber Tinu, ist das neue Dolphin’s Law bei der Diskussion über Christen, Glauben und Gott:
Ihr habt in jedem Fall recht und eine weitere Diskussion können wir uns sparen.
Aber wenn man mich und andere, denen der christliche Glaube vielleicht noch etwas wert ist, alle in den selben obigen Kübel schmeissen will, dann melde ich mich zu Wort. Aber nicht im Namen der katholischen Kirche, sondern allein in meinem Namen.
Mir scheint so langsam, dass differenzieren in dieser Frage nicht deine Stärke ist.
Ach je... Würdest du bitte noch einmal GENAU lesen, was ich geschrieben habe, bitte. Nix weg... Langsam aber sicher beschleicht mich der Verdacht, dass ich da absichtlich missverstanden werde.
Tinu schrieb hier: Genau das versuchte ich ja bisher zu sagen - und das ist nichts anderes als meine Behauptung, dass Transzendenz eben zum Mensch gehört.
und
Doch das "Vakuum" bringt man nicht weg, das kann man nicht wegdiskutieren, das ist einfach da. Erst an diesem Punkt müsste dann die Diskussion einsetzen, mit was dieses "Vakuum" zu füllen wäre und wie.
Diese Aussagen lassen in mir den Hirnforscher aufhorchen. Nicht zuletzt deshalb, weil mich Bewusstsein und Wirklichkeit interessiert. Ich muss allerdings zugeben, dass mir Vakuum, das mit Transzendenz gefüllt werden kann, etwas verwirrt. Eine innere Leere mit etwas Geistigem, mit etwas ausserhalb unserer wahrnehmbaren Wirklichkeit zu füllen, sozusagen. Bei einer Suche auf dem Netz fand ich dazu eigentlich nur C.G. Jung und seine Tiefenpsychologie der Archetypen mit starker Verbindung zur Religiosität. Ja sogar mit genetisch vererbter Religiosität.
Eine These, die wohl von Theologen noch so gern aufgenommen wurde. Hier bewege ich mich jedoch ausserhalb meiner Kenntnisse und muss aber gleichzeitig feststellen, dass Jungs Arbeiten von der modernen, analytischen, kognitiven Psychologie offenbar nicht weiter verfolgt wurden.
Aus der Perspektive meines biologischen Weltbildes sind diese Gedankengänge äusserst schwer nachzuvollziehen. Zunächst sei hier der rasante Fortschritt der Biologie in den letzten 100 Jahren erwähnt. Sehr viele grundsätzliche Erkenntnisse, die unter Biologen kaum angezweifelt werden, sind noch nicht ins kollektive Wissen angekommen, geschweige denn von der Gesellschaft verstanden worden. Die kontroverse Diskussion zum Darwin-Jahr hat dies stellvertretend gezeigt.
Als weiteres biologisches Grundmodell ist da der Körper. Materie und Energie (Chemie und Physik) reichen für dessen Beschreibung vollständig aus. Die kontinuierliche Weitergabe von genetischer Information (DNA, RNA) in einer Stammesentwicklung, der Stoffwechsel und Wachstum sind ein weiteres fundamentales Merkmal von Leben. Beim Menschen erleben wir das Erscheinen eines höheren Bewusstseins. Dieses ist untrennbar mit dem Gehirn und seiner gesunden Funktion verbunden. Einen Geist, eine Seele, ein Herz (im übertragenen Sinn) ist nicht auszumachen. In den letzten zehn Jahren ist auch das Konzept von der Dualität von Körper (Materie) und Bewusstsein (Geist, Seele) gefallen. Die Wirklichkeit ist eine reine innere Projektion, die durch den Filter unserer Sinnesorgane geformt wird, unserem Ego-Tunnel.
Die moderne Hirnforschung hat heute die technischen Hilfsmittel, die Frage nach der Entstehung von Bewusstsein anzugehen. Sie liefert ständig neue Hinweise auf die Funktionsweise unseres Gehirns, unseres Willens, der Planung unserer Aktionen, der Arbeit unseres Unterbewussten, ja auch der Träume und der Veränderung des Bewusstsein durch Drogen. Hier ist die moderne Philosophie gefordert mit den Neurophysiologen zusammen zu arbeiten, neue Begriffe bereit zu stellen, diese zu ordnen und eine neue Ethik für die Gesellschaft zu entwickeln.
Für mich stellt sich die Frage nach der Befüllung eines Vakuums nicht. Den Sinn gebe ich meinem Leben selbst. Die Leere in mir kann ich mit der ganzen, schönen, bunten Welt füllen. Gelingt mir das nicht, kann ich mich immer noch vertrauensvoll an den Psychiater wenden.
Es wäre für die theologischen Dinosaurier langsam Zeit, das Feld zu räumen. Ihre Zeit ist abgelaufen. Aber vorher sollten sie bitte noch die vatikanischen Bibliotheken öffnen.
Dieses Geschwurbel versteht wahrscheinlich kein Mensch. Dann geht's mir gleich wie Tinu...;-) Deshalb sei hier nochmal auf das ausgezeichnete Buch von Thomas Metzinger hingewiesen.
Ich Unterstelle mal, das der kath.Kirche, schon rein traditionell immer nur gewisse Persönlichkeiten anvertraut wurden. Aus Gesellschaftlicher Sicht, unbrauchbar oder sonnst wie nicht genehm, blutjung und Formbar, nebst Idealisten und ideellen Phantasten oder Messdienern.
Was ich nicht verstehe ist warum soll Kirche und Glauben schlecht sein weil ein paar Abtrünnige abtrünnig sind- die gibt es einfach immer und überall und Ideale bewahren an sich, vor nichts.
wirklich. Ich hinterfrage vieles und auf vieles hat die Wissenschaft heute eine Antwort, dennoch verstehe ich das der Papst gegen Präservative und Abtreibung ist. Z. B. zu glauben ein Kind ist ein Gottesgeschenk macht das Geschenk eigentlich ja nicht schlecht sondern den der es billig erhalten hat oder vielleicht sogar geklaut. Geht es beim Glauben um Bewusstsein- dann ist klar wie sehr dieses darunter leidet, glaubt man mit dem Glauben das Denken ersetzen zu müssen.
diese haus stand zum verkauf und sollte an einen betreiber von automatenspiele-buden verkauft werden,weil die stadt nicht in der lage war 40.000 DM aufzubringen,um eben den weiteren betrieb diese jenaer tafel weiter aufrecht zuerhalten.
ordensschwestern,aus dem fernen münchen organisierten daraufhin eine kollekte mit ihren sammelbüchsen..und diese ordensschwestern überwiesen diesen betrag an die stadt jena,ungefragt und innerhalb weniger tage..
die demokraten waren dazu nicht in der lage,aber u.a. zur errichtung eines neuerlichen verkehrsschilderwaldes,der die kraftwagenfahrer zwingen soll,nachts von 22..bis 3.00 uhr dreißig sachen zu fahren,schon.
aussgaben für diesen neuerlichen blödsinn : ca.130.000 € { 260.000 DM }
was mich verblüfft,ist die vehemenz,mit der hier gestritten wird,natürlich immer schön artig,wie es sich für facts-gartenlaubenbewohner gehört :-D
was soll das sein..glaubt den hier wirklich jemand,daß durch diese aufgedeckten schweinereien,die im großen zirkel der katholischen kirche passieren,die religion,an die menschen schon 2000 jahre glauben,daß diese längste diktatur der menschheitsgeschichte beseitigt wird..von heute auf nichts ?
oder soll eine neue weltreligion eingeführt werden,die religion der ängstlichen vor der albernen klimaerwärmung und sonstiger absonderlichkeiten,die wenigen kranken hirnen,die an den schaltstellen der macht sitzen sich ausdenken
.. und damit die wenigen,verbliebenen individuellen freiheiten,auch die der freien entscheidung,welcher glaubensrichtung jemand angehören will oder nicht,abwürgen wollen ?
man könnte laut lachen,ob der eiferer..die sich dadurch keinesfalls von katholischen,evangelischen und sonstigen gesundbetern unterscheiden..und paßt gut zum europaweitem rauchverbot :-D
Glaubt irgend jemand, diese Arbeit wäre ohne die Kirchen garnicht erst nötig geworden - ich glaube eher das sie ohne diese Entwicklung garkeiner machen würde obwohl nötig.
sehr gut pariert,tinu..sehr elegante attaque ;-)
freidenken ist eben die höchste offenbarung,die einem menschen wiederfahren kann.
nur weil einige,perverse dieser glaubensgemeinschaft sich nicht entblöden können,sich an ihren schutz-und aufmerksamkeitsbefohlenen,zu vergehen,sollte doch nicht auf die perversität dieser religion geschlossen werden,schwacher Zug !
im gegensatz zum dinosaurier,wird diese religion nie aussterben,warum auch..mich stört sie,beispielsweise,nicht.
sind den eure demokratenführer anders..sie mißbrauchen nicht so oft kinder direkt,obwohl ich gerne an den fall marc dutroux in belgien erinnern möchte,der bis heute nicht restlos aufgeklärt wurde,weil die verwicklungen bis in höchste regierungskreise gingen.
sie töten im namen der freiheit oder aus geostrategischen gründen (freiheit für günstige pipelinrouten der gaskonzerne),die eltern von kindern in iraq,afghanistan und sonst wo noch..
ist das kein mißbrauch ?
dann wird den waisen von den demokratischen missionaren das hirn so lange masturbiert,bis der american-way-of-life,ihnen als einzig mögliche alternative erscheint,ihr leben zu gestalten.
ein leben als schuldsklave von geburt an,mit unsichtbaren ketten durch konsumentenkredite und dahrlehen,auf gedeih und verderben an ihren herren gebunden.
wie in der religion,obliegt es dem auge des betrachters überhaupt,diese herrlichen absonderlichkeiten der menschlichen lebensgestaltung,freudvoll oder weniger freudvoll zu sehen.
freudvoll für den besitzer der gewaltigen akkumulatoren,die ständig von den kleinen,menschlichen hamstern drehenden räder zu sehen,die unablässig umgewandelte rotationsenergie in ihre akkumulatoren pumpen,bis diese kochen :-)
überwacht wird diese realsatire von hamster-capo´s,denen es gelang,die besondere huld der akkumulatorenbesitzer zu erlangen.
aus der sicht der hamster sieht´s dagegen weniger freudvoll aus..
sie treten das hamsterrad unablässig,weil sie meinen leistung vollbringen zu müssen,denn wer was leistet,kann sich was leisten :-D (..das wurde ihnen von den capo´s gesagt )
daß dem nicht so ist,wird ihnen meistens zu spät klar..
warum sollten nun nicht ein teil dieser kleinen hamster,trost vor der unausweichlichkeit ihres daseins im katholischem glauben suchen ?
Nicht nach Bejahung der eigenen Gedanken ist Ziel, sondern der Dialog an sich.
Dialog öffnet uns, selbst wenn wir einen Gedanken eines anderen nicht oder noch nicht stehen lassen können.
Längert dauert es, bis neue Gedanken salonfähig werden.
Beispiel: Das Gewohnheitsunrecht Sklaverei dauerte tausende Jahre. Noch heute ist dieses Unrecht nicht überwunden.
Lassen wir einander Zeit. Wichtig ist doch nur, die ständige Bereitschaft weiter Dialoge zu führen.
Khalid
@Frenk 17/03 22:50
Ist ja alles interessant, was es an neuen Erkenntnissen aus der Hirnforschung gibt. Nur ist dies doch nur gerade eine Betrachtungsweise. Eine andere wäre: Mach dir nicht nur Theorien über einen Körperteil von Menschen, sondern betrachte die Menschen einmal ganzheitlich, sprich mit ihnen, sieh dir ihr Leben an, lass dir ihre Gedanken, Werte, Erinnerungen, Träume schildern.
Was meine Erkenntnis aus solchem Tun immer wieder ist: Doch, dieses Vakuum existiert - es wird immer wieder gefüllt und wenn etwas ausgesondert wird, dann füllt es sich wieder mit anderen Dingen. Der christliche Glaube ist heute ziemlich passé, viele verabschieden sich davon, kommen höchstens in Krisensituationen (eigener oder naher Tod) - dann aber sehr dankbar - wieder darauf zurück. Doch unterdessen hat sich das Vakuum mit Begriffen wie Leistung hin bis zur Abzockerei, mit Jugend-, Körper- und Fitnesswahn und einer massiven Konsumwut gefüllt (immer weitere und grössere Shopping-Center entstehen, wozu?).
Alles nur Zufall? Das Vakuum lässt sich sicher chemisch und physikalisch nicht belegen - doch zählt nur dieses?
Schön hier eine Frau zu sehen, Solaris. Auf FACTS gehörst du auch nicht zum Mainstream, was?. Du geht als Atheistin aber mild ins Gericht mit den Katholiken, obwohl dich Freiheit sehr interessiert? Immerhin gehörst du zu der Hälfte der Menschheit, die immer noch von "Religion" unterdrückt wird. Ich wette, dass eine Afghanerin oder eine Iranerin liebend gern Wissenschaft betreiben würde und es auch gerne öffentlich zeigen würde, ohne mit dem Tod bedroht zu werden.
Nette Geschichten aus dem Freistaat Thüringen u_42. Die Frage ist, ob gemeinnützige Arbeit heutzutage nicht auch humanistisch verstanden und gelebt werden kann, ohne biblisches Brimborium. Wenn man natürlich das Know-how 2000 Jahre den Kirchen überlässt...
Die Missbrauchsfälle sind ja auch nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, nicht? Das "ökonomische Hamsterrad" und die moderne Sklaverei als Ersatzreligion sind ein guter Punkt. Was nützt es jedoch täglich zu malochen für den schnöden Mammon, wenn man sich Sonntags die Predigt reinpfeift, dass halt in diesem Jammertal jeder sein Kreuz tragen müsse? Dasselbe Hamsterrad also, findest du nicht?
Schön von dir zu hören GerhardIngold. Keep talking, finde ich auch. Wir würden einander deutlich besser verstehen, wenn mal alle diese dicken, verstaubten Bücher (Bibel, Koran, Torah) vor der Stirn entfernen würden.
Nur eine Betrachtungsweise, lieber Tinu? Ich glaube du verkennst die Bedeutung und Tragweite von Wissenschaft und von dem einen Körperteil, wie du unser Gehirn verniedlichst. Das ist nicht irgendein Organ. Mit dem Teil entsteht erst Wirklichkeit. Ohne dieses existiert nichts. Auch nicht Gott. Bei Wissenschaft geht's nicht um ein tausendjähriges Buch, das irgendwelche Hirnis geschrieben haben und alle müssen tun was da drin steht. Hier geht es um empirische Befunde, um Experimente, um objektivierbare Wahrheit. Nicht um Theorie.
Da fällt mir noch eine Anekdote ein. Als ich noch ein Junge war, habe ich meine Mutter auch ständig vollgelabert, Vater war ja nie da. Klassisch. Sie meinte in ihrer unendlichen Geduld: "Was du den ganzen Tag redest. Du solltest wirklich Pfarrer werden". Was für eine Ironie...;-)
@Frenk 18/03 17:38
Ja klar, eine von verschiedenen Möglichkeiten von Sichtweisen. Du willst doch sicher nicht behaupten wollen, es gäbe nur eine einzige? Und nein - ich verkenne die Tragweite der Wissenschaft nicht im geringsten - ich bin selber ja auch Naturwissenschaftler - aber halt noch mit einem zweiten Standbein, der Philosophie. Und auf der Basis dieser zwei "Beine" habe ich in meinem bisherigen Leben die Entdeckung gemacht, dass es die Eindimensionalität ganz selten gibt - im Bereich des Lebens eigentlich kaum.
Schade, dass du zu meiner zweiten geschilderten Sichtweise (im Beitrag 18/03 05:53) mit kein einziges Wort Bezug nimmst. Auch da ginge es im übrigen um "empirische Befunde", die zwar nicht an Messgeräten abzulesen sind, aber die dir Menschen kundtun.
Und noch etwas zum Stichwort Pfarrer. So ironisch ist das gar nicht. Es gibt auch "Pfarrer" in anderen Bereichen als der Theologie - oder Leute, die von ihren Ansichten so total überzeugt sind, dass sie damit missionieren gehen und Dinge, die ihnen fremd sind, mit saloppen Sprüchen meinen abtun zu können. Beispiel: Bei Wissenschaft geht's nicht um ein tausendjähriges Buch, das irgendwelche Hirnis geschrieben haben und alle müssen tun was da drin steht.
Mein Kommentar geht nicht auf die Diskussion ein. Vielmehr gehe ich zur Textüberschrift:
"Wer glaubt, dass Gott in den Alltag eingreift", schafft zwingend ein bösartiges Gottesbild. Und das aus folgendem Grund:
Könnte Gott als allmächtiger Gott in unseren Raum und Zeit hinüberwirken und täte es nicht, wäre er bösartig.
Könnte ich aus Wasser Wein oder lebensspendende Milch machen und würde diese Gabe dem Welthunger nicht zur Verfügung stellen, wäre ich ähnlich bösartig.
Gott ist also entweder allmächtig, aber dann nicht barmherzig. Wäre er aber barmherzig, wäre er nicht allmächtig.
Nun habe ich aber schon Gebetserhörungen erlebt. Ich fuhr einst als freikirchlicher Theologiestundent mit meinem Auto in einen Eisenhaufen. Daraufhin betete ich. Am Abend rief mich jemand an und sagte, er hätte den Eindruck, mein Auto hätte eine Reparatur nötig. Er würde mir diese Reparatur gerne machen.
Nun setze ich die "Gebetserhörung" in Beziehung zum oben Gesagten: Eine schöpferische Kraft hat auch übersinnliche Begabungen in die Natur hinein gelegt. Dazu zähle ich auch die Telepathie.
Aus meiner Sicht würde eine schöpferische Kraft erst durch uns Menschen zu einer allmächtigen Kraft. Dies aber nur, wenn wir unsere Gaben der Natur entdecken und sie der Natur, den Tieren und den Mitmenschen zur Verfügung stellen.
Ob man eine schöpferische Kraft als Blinde Evolution oder als Gott benennt, ist letztlich ohne Bedeutung: Wir sind, weil wir sind. Das ist unumstössliches Faktum.
Entsprechend sind die Natur, die Tier und die Mitmenschen die direktesten Offenbarungen einer schöpferischen Kraft. Direkter als die heiligen Schriften der Juden, der Christen und der Muslime.
gerhard.ingold@bluewin.ch
Nicht falsch verstehen: Was Gerhard sagt, ist nicht mein Ding. Aber nachdem sich die Verteidigungslinie Gottes in transzendentes Geschwurbel geflüchtet hat, ist dies doch wieder mal ein Beitrag zur Sache.
Allerdings propagiere ich weiterhin mein Dolphin's Law, das besagt, dass alle Gottgläubigen recht haben und alle Ungläubigen automatisch unrecht, was uns eine Diskussion ersparen tut ...
@dolphin69 19/03 14:10
Du enttäuschst mich einmal mehr. Mit diesem Votum machst du sehr deutlich, dass du an einer Diskussion ja eigentlich gar nicht interessiert bist. Mit Worten wie "Aber nachdem sich die Verteidigungslinie Gottes in transzendentes Geschwurbel geflüchtet hat," zeigst du klar, dass du das Gegenüber gar nicht ernst nimmst.
Tja, es ist halt schon etwas unbequem, wenn dem naturwissenschaftlichen Standpunkt in seinem Alleinanspruch auf Wahrheit ein wenig widersprochen wird. Aber statt die Diskussion weiterzuführen, wird das gegenüber einfach lächerlich gemacht.
Und einmal mehr zeigt sich ein Phänomen, das die Psychologie beschreibt: Man wirft dem Gegenüber gerne vor, was man selber tut: Man muss bei deinem "Law" nur die Wörter "Gottgläubige" und "Ungläubige" durch "Naturwissenschaftler" und "Zweifler" ersetzen.
Eigentlich schade.
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