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Per Anhalter durch die Galaxis
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Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
vergrössern, schrieb einst Albert Camus.
Das Vorgehen von Facebook ist ein gutes Beispiel
für dieses Verhalten. Vor ca. 2 Monaten trat ich aus
Facebook aus. Einige Wochen später bekam ich zu
meiner Ueberraschung eine E-mail von Facebook,
ich solle eine 'Freundfschaftsanfrage' bestätigen.
'Nanu' dachte ich, ich bin doch gar nicht mehr dabei.
Kurz nachher erfuhr ich dann in der Presse, dass
Facebook Austritte nur als temporäre Deaktivierung
des Benutzerkontos betrachte, die Firma jedoch eine
Methode entwickelt habe, definitiv sicher garantiert
vollständig auszutreten. Ich loggte mich also unter
meinen alten Kontozugangsdaten ein, was
problemlos funktionierte. Zu meinem Erstaunen
wurde mir sogleich mitgeteilt, ob ich etwa
superdefinitiv auszutreten gedenke. Falls ja, ein
kurzes Anclicken auf ein mir präsentiertes Kästchen
würde mir die bereits befürchtete
'Webseitenherumturnerei' ersparen. Gesagt, getan,
worauf mir als Abschiedsgruss die Warnung
gezeigt wurde, ich solle ja nicht versuchen, mich
während der folgenden zwei Wochen wieder
einzuloggen, denn sonst würde Facebook dies als
meinen Wunsch interpretieren, wieder ein vollwertiges
Mitglied der Facebook Gemeinschaft zu werden.
Noch heute, obwohl Wochen vergangen sind, traue
ich mich nicht durch einen Einlogversuch
festzustellen, ob Facebook seine Ansprüche auf
meine Person unwiderruflich aufgegeben hat.
Sonst müsste ich mir vielleicht von Facebook
als Begrüssungstext entgegenschleudern lassen,
die Firma freue sich, dass ich den rechten Weg
gefunden habe, indem ich die riesigen Vorteile
welche Facebook mir und der übrigen Menschheit
bringt, endlich begriffen habe.
Die Frage ist, wie wir mit solchen Sachen umgehen. Früher galt der Spruch „wenn du bei 10 auf den Bäumen bist, kommst du drum herum“ Bei den heutigen Spielregeln, die uns das „net“ aufzwingt, bist du drin, bevor du mit Zählen beginnen kannst …..!
Wer weiss, vielleicht steckt bei Zuckerberg doch Scientology dahinter...;-)
Dank sei Dir für die humorvolle Schilderung der Internet
genannten Wüstenei. Da ich in meinem Alter nicht mehr
bei 10 auf dem Baum bin, ergibt sich der Rest von selbst.
Da Niklaus nicht mein Facebookname war, konnte Deine
Suche nicht erfolgreich sein. Der Ansatz war aber gut und
ich sende Dir meine Facebookdaten per separater Mail.
..wobei die Jungen gar nicht daran denken, ab auf die Bäume zu gehen - nur beim Gespräch mit dem Personalchef erinnern sie sich dann dunkel, dass mal mal ein "Freund" wohl was eingestellt hat....
- übrigens war ich bei 10 auch nicht auf den Bäumen: Ein unter meinem richtigen Namen verfassten Lesebrief bei der NZZ ist auch nach acht Jahren noch einsehbar ..... das Net vergisst nicht ....
Ich war jahrelang im Internet unter meinem wahren Namen
als jemand zu finden, welcher Angaben zur Konstruktion
einer Bombe sucht. Der Naivling war in diesem Fall ich
selbst. Ich vergass in der Suchanzeige zu erwähnen, dass
nur die äusseren Abmessungen von Interesse waren,
welche ich für einen Freund, der keinen Netzzugriff hatte,
zu beschaffen versuchte. Dieser wollte so ein Ding als
Demonstrationsmodell aus Holz auf seinem Drehbank
anfertigen. Im Netz zwar nicht mehr zu finden, aber es
gibt sicher einschlägige nichtöffentliche Datenbanken,
welche so eine attraktive Suchanzeige nicht vergessen.
Die Masse der Bombe wurden mir übrigens, Triumph
des Netzes, ein Jahr später durch einen Hinweis
indirekt zugänglich gemacht.
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