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Diskussion
Etwas verschwurbelt, verstehe nicht ganz, was Sie sagen wollen. Worums beim Skandal geht, dem skandalon (gr.), der als "Ärgernis" in der deutschen Bibel erscheint etwa hier, gern und oft zitiert:
"Wehe der Welt um der Ärgernisse willen, wer dieser jungen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, einen Mühlstein an den Hals gehängt und ins Meer gesenkt, da es am tiefesten ist." (Math. 18,7)
Wenn jemand in einer Gesellschaft (meinetwegen in der Gesellschaft/Zunft der Journalisten) eine soziale Norm überschreitet, so wird er dafür geächtet. Solche "Normen" werden meist von Instanzen oder einflussreichen Personenkreisen (oder eben dem Professor Dingsda ähm Imhof genau) festgelegt. Es steht dann also geschrieben "du sollst nicht Rudeljournalismus" betreiben. Und in der Gesellschaft der Journalisten wird sogleich jeder an den Pranger gestellt, der irgendwelchen Anzeichen nach Rudeljournalismus betreibt. Der Versuch ist gewagt, aber damals 33-45...hiess es auch wenn du so und so bist, dann wirst du gesellschaftlich geächtet. Ich will damit eigentlich sagen, dass es wie ein menschlicher Urinstinkt zu sein scheint, jene zu denunzieren, die gegen eine "soziale Norm" verstossen. Ist wieder "verschwurbelt", ich weiss. Aber ist wohl auch komplexes Thema, dass vieler Differenzierung bedarf, welcher ich gegenwärtig zu faul bin, um sie zu bemühen.
Wie dem auch sei - mir erscheint der Medienspiegelartikel ein wenig wie komisches Theater: Der Autor ärgert sich über ein soziales Phänomen. Ähnlich absurd: Jemand, der sich über Fans in einem Fussballstadion aufregen würde, weil sie der sozialen Norm in ihrer Gruppe (der Fans) nachkommen und beim Spiel mitfiebern (indem sie irrationale Dinge machen wie laut schreien oder den Schiri zu beschimpfen, etc.)
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