24/01/2008 00:08
Der Kapitalismus als Gefahr für die Demokratie
Die Krise an den Finanzmärkten wird auch zur politischen Gefahr. Untergräbt der Superkapitalismus die Demokratie?
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Diskussion
"Allerdings glänzte auch in dieser Periode nicht alles: Frauen und Schwarze waren diskriminiert, und das Leben war «einförmig, konformistisch und todlangweilig»." (Sowas muss ein TAMEDIA-Journi einfach schreiben, denn danach kamen das "anything goes" der feministischen 80er und die spassigen 90er).
Die "Uerte" (http://facts.ch/articles/315676-wiege-de r-swissness) hat als Ziel dem "Uertner" das Auskommen zu sichern (Nahrungsprinzip). Die "Uerte" ist somit ein Wettbewerbsfreier Raum, aber die "Uertner" (nun in der städtischen Variante der Zünfter) verdienen ihr Geld auf dem Markt, wo der Wettbewerb gilt, in der uerte wird aber alles unter Gleichen wieder geteilt. Dies wollte Philipp Loepfe wohl sagen.
@uertner: War die Polis eine Uerte? -- Shit, so langsam komm ich auch auf den Uertentripp! Ich bin ja seit meiner ersten politischen Begegnung mit Ariostoteles ein grosser Verfechter der Polis als Herrschaftsform. Was ist die maximale Groesse einer Uerte? 50,000? Damit waere sie tatsaechlich Aristoteles' Definition der Polis recht nahe. In der Schweiz durchaus praktikabel. -- Und, bei genauerer Ueberlegung eignen sich auch Grosstaedte fuer die Uertnerische Herrschaftsform denn was sind Grosstaedte anderes als Ein Puzzle kleiner Staedte. Free Harajuku!
@Chris: Ist FACTS eine Uerte?
@Uertner: Gibt es Meta-Uerten? Ist eine Uerte geographisch eingeschraenkt?
Uerten sind geografisch eingeschränkt, wenn es Gemeinde- oder Holzkorporationen sind. Im städtischen Bereich übernimmt die Zunft, die Funktion der Uerte. Eine uerte muss stets eine überblickbare Tischgemeinschaft abgeben. Militärisch gesprochen ist die Uerte, die Einheit für die es einen Koch gibt: die Kompanie (cum + panis = Brotgemeinschaft). So hatte die Stadt Zürich 13 solcher Zünfte, auf deren Zunftstuben "uerten" (im Sinne von gemeinschaftlichem Essen) erfolgten. Eine Uerte als Essgemeinschaft (vor allem der Männer) ist auch der Wahlkreis, aus dem dann ein politischer Repräsentant hervorgeht. Eine mehrzahl von Uerten ist dann im "Ort" (das Ort! nicht der Ort) zusammengeschlossen, wo der Rat sich aus den Repräsentanten aller Uerten zusammensetzt.
Aber immerhin: "Das Ziel der Regierungspolitik sollte darin bestehen, die B ü r g e r wettbewerbsfähig zu machen, nicht die Unternehmen."
Weil das aber nicht geschieht (ob das besser wäre, steht auf einem anderen Blatt), kommt es zu solchen Ereignissen wie der Schliessung des Nokia-Werks in Deutschland.
@Oliver: Die polis ist die Gemeinschaft der freien Bürger. Alle andern, Sklaven (Aristoteles rechtfertigt die Sklavenwirtschaft!), Frauen, .... sind von dieser Gemeinschaft ausgeschlossen. Bürger kann zudem nur sein, wer nicht für seinen Unterhalt arbeiten muss.
Aristoteles bevorzugt also eine aristokratische (grch. "aretê" Tugend) Sklavenhaltergesellschaft. Tolles Vorbild!
@bugsierer: Der uertner ist ein normaler User von FACTS wie Sie; jeder darf hier zu allem seine Meinung sagen, insofern dies die Freiheit anderer nicht einschränkt.
Ich "bugsiere" hier so meine Steckenpferde, das stimmt.
@Euridike
Das Thema das Löpfe anspricht, finde ich wichtig: Demokratie braucht Ausgleich und die wachsende Schere zwischen Arm und Reich verhindert diesen Ausgleich. Insofern ist mein Beitrag auch nicht als Replik zu verstehen, worüber ich gestolpert bin, ist jener schon fast reflexartig formulierte Satz, der so sehr von der "herrschenden Ideologie" trieft.
@ uertner: auch das hab ich irgendwie geahnt.
Habe die Zeile nicht ganz verstanden und ...
wie fühlt man sich mit dem Holzfäller, nun, da das original wieder abgehängt und eingelagert ist?
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