10/09/2010 11:27
Ich, der Verräter im eigenen Land
Kein Schweizer Intellektueller wird so oft angefeindet wie Adolf Muschg. Für schreibt er über seine Rolle als Verräter, Christoph Blocher und die ausgedünnten Medien.
»Kein Schweizer Intellektueller wird so oft angefeindet wie Adolf Muschg. Für schreibt er über seine Rolle als Verräter, Christoph Blocher und die ausgedünnten Medien.
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Diskussion
Die vielen Aspekte unseres gesellschaftlichen Lebens, die Sie in ihrem intellektuellen Dasein beleuchten wollen, sind vielfältig. Alle diese Aspekte in einem Essay vermengen zu wollen und mit einer zum Geschwurbel kippenden Sprache, die eines Adornos würdig ist, verschlimmbessern Sie den Dialog, den Sie eigentlich zu entwirren suchten. Somit katapultieren Sie sich selbst in ungeahnte intellektuelle Höhen, die Sie zwar vom tumben Medien-Mainstream hier unten abheben, aber gleichzeitig verlieren Sie den Kontakt zum gemeinen Volk und werden in der dünnen Luft zudem noch angreifbar.
Das geht mir als Naturwissenschafter übrigens nicht anders. Hier verstehe ich Sie. Was Sie allerdings über die Evolution und die Hirnforschung glauben erzählen zu müssen, sollten Sie besser uns Biologen überlassen.
In der persönlichen Fehde mit Herrn Blocher versteigen Sie sich in ein weinerliches Plädoyer für eine blinde Verteidigung linker Denkinhalte. Dabei widersprechen Sie sich mit ihrer Anklage an die SVP und verlassen die Position des aufgeklärten, freien Citoyens, indem Sie dem Link-Rechts-Schema verfallen und sich in populistische Niederungen begeben. Keine Spur von Kritik wird zur Mitte oder nach links geäussert.
Als Verräter betrachte ich Sie nicht. Aber als Intellektueller mit starkem Hang nach links sind Sie mir suspekt.
Ich wünsche deshalb Herrn Prof. Dr. Muschg weiterhin einen schönen Lebensabend und hoffe sehr, dass ihm seine Intimfeinde nicht wegsterben.
mir sehr gefallen haben, nicht zuletzt darum,
weil ich glaube, deren Sinn verstanden zu haben.
Zitat:
Denn der zwingende Nachvollzug europäischer
Gesetze ist eben nicht «autonom»
Den Schluss daraus zu ziehen, dass also ein EU-
Beitritt nicht einer Opferung der Autonomie gleich kommt,
liegt nahe und soll wohl dem Leser auch suggeriert werden.
Ich hätte mir, nachdem dies die Politiker nicht können, gehofft,
aus dem Mund eines Intellektuellen zu hören , wie es zu einer
Situation des zwingenden Nachvollzugs kommen konnte.
Oder eine Ausführung zum Thema 'Was ist der feine Unterschied
zwischen einer Guillotineklausel und einem Knebelvertrag.
Gut, von einem Intellektuellen darf man wahrscheinlich
keinen Beitrag zu einem juristischen Thema verlangen.
Muss er also alles nicht. Bloss sind dies ungeklärte Grundlagen
auf welche er sich stillschweigend stützt.
Meint er wirklich, dass die EU in freudiger Erregung darauf
wartet, dass wir unsere Kultur und unser spezifisches
Know-How endlich einbringen. Hat er nicht vielmehr Angst,
im Alter auf dem Flugplatz eines Tages doch wieder
isoliert von den EU-Intellektuellen in der
'Nicht-Schengen-Schlange' anstehen zu müssen.
Eines der PR-Tricks, mit denen der fliegende Teil der
Bevölkerung im Auftrage der Wirtschaft dumm geklopft wurde.
Dem asylantenkritischen Teil wurde ja damals ein ganz anderes
Schengenbeitrittsargument serviert. Wir hätten nicht genügend
Personal zur Bewachung der grünen Grenze.
Die PR-Argumente, welche uns momentan eingeträufelt
werden, heissen 'ein Beitritt würde gar nichts mehr ändern,
De-Facto sind wir bereits in der EU und die Bürokratie in
Brüssel ist gar nicht so schlimm und erst noch, gemessen
an der EU Grösse, untervertreten. Gehalt von Van Rompuy:
1,5 Millionen Euro p.a. Man möge mir diesen 'populistischen'
Exkurs verzeihen...
Kennt übrigens jemand die Werbeagentur, welche im
Auftrag der Wirtschaft die PR-Aktivitäten der bundesnahen
Agitatoren koordiniert? Aber vielleicht kann mir ja Herr Muschg
bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Der könnte ja bei
seinen Recherchen zu 'Sax' darauf gestossen sein...
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