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Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
würfelt nicht'. Für Religiöse ist diese Referenz auf den Alten der
Beweis, dass Einstein an die Existenz Gottes glaubte.
Ich denke eher, dass er damit sagen wollte, dass, falls es einen
Gott gäbe, dieser nicht frei entscheiden könnte, sondern sich
ebenfalls an die Naturgesetze zu halten hätte. Nicht umsonst
beschäftigte sich Einstein über einen Zeitraum von 40 Jahren mit
der Suche nach der einheitlichen Feldtheorie, salopp auch
Weltformel genannt.
Die mit dem feinen Humor eines Physikers formulierte
Relativierung der Allmachtsstellung Gottes läuft auf dessen
In-Frage-Stellung hinaus. Keine Religion würde einen Gott
akzeptieren, dessen Handlungsspielraum durch
Naturgesetze begrenzt wäre.
Dass er sich vor seinem Tode der jüdischen Religion wieder
annäherte, war eine lebensalter-abhängige Erscheinung und
ändert deshalb an den oben gemachten Ausführungen nichts.
Der kann aber gar nicht existieren, weil er alles und jeden ewig leben lassen müsste, sonst wäre er ein "böser" Gott! Unter einem "lieben" Gott, würde alles überaltern, die Welt würde innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten, in einem unsagbaren Chaos verenden.
Wir müssen uns damit abfinden, dass es Sachen, auf dieser Welt, gibt, die wir nicht (oder noch nicht) begreifen. Ein "Gott" als "Scheinerklärung" ist Selbstbetrug.
Warum sollte sich ein "Gott" an die menschliche Definition von "lieb" und "bös" halten? Und seit wann ist "Gott" denn "Scheinerklärung"?
Deshalb dient er als ultimative "Scheinerklärung": im Sinn von:"das hat der liebe Gott halt so bestimmt". Damit kann man zwar nichts wirklich "erklären", aber man kann vermeiden, dass man zugeben muss, dass man etwas nicht weiss.
Die ganze Religiösität geht davon aus, dass mindestens die Leute, die, ihre "Untertanen" regieren, für alles eine Erklärung haben müssen. In vergangenen Zivilisationen war der "Chef" immer der, der Erklärungen für Vorgänge hatte, die die Untertanen nicht hatten.
Im alten Aegypten war der Pharaon sogar ein Gott, weil er seinen Untertanen vorausgesagt hat, wann der Nil Hochwasser hat. So ein "lebender" Gott musste für alles eine Erklärung haben, sonst wurde der abgesetzt. Wenn diese Leute etwas nicht wussten, dann haben sie einfach einen anderen "Gott" erfunden,der als Ausrede diente. Da wir es immer noch nicht gelernt haben uns damit abzufinden, dass es immer Sachen gibt und geben wird, die wir nicht erklären können, neigen wir immer dazu eine "Übermacht", für eine "Scheinerklärung" aufzubieten.
Ich frage mich eh, warum wir nicht alle in Unterseebooten denken. Wegen dem subaqatischen Walfischsingen, das uns dort auf die besten aller möglichen Ideen bringt.
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