12/10/2010 17:02
Die Welt ist angefüllt mit Religion
Die Theorie einer zunehmenden Säkularisierung der Welt ist gescheitert, meint der Soziologie Peter L. Berger. Und beschreibt die Ausbreitung des Evangelikalismus vor allem auf der südlichen Halbku... »







Diskussion
Ich habe zum Thema Religion hier auch schon öfters geschrieben, dass sich Religion eben nicht wegerklären lässt. Noch weniger lässt sie sich verbieten. Auch der Ansatz, Religion sei halt etwas für dumme, ungebildete oder hoffnungslose Menschen, geht nicht. Religion gehört nun Mal zum Menschen, wie Essen und Trinken.
Die Frage ist viel mehr, wie sich Religion im Leben eines Menschen entwickelt und auswirkt. Viele bleiben leider auf dem Niveau der Sonntagsschule stecken - ob nun Fundamentalisten oder entschiedene Kritiker der Religion. Die Entwicklung hin aber zu einer erwachsenen Religiosität schaffen viele leider nicht - dort herrscht keine Bildungsfeindlichkeit, dort gibts keine Massenhysterie - dort wird aber schlicht anerkannt, dass Religion eben auch ein Teil des Menschen ist. Aus der Psychologie haben wir doch schon längst gelernt, dass man sich mit Verdrängungen ziemliche Probleme im Leben schafft.
Grundsätzlich gehe ich mit dir einig, dass es zum Menschsein eine gewisse Spiritualität gehört. Den Begriff "Religionen" greift hier aber zu kurz wie ich finde, Religion ist für mich eher Dogma bis hin zum Fanatismus. Die Menschheit hat schon längst das wunderbare Instrument Philosophie gefunden, um eine "erwachsene Religiosität" zu leben. Meiner Ansicht nach ist uns ein gemeinsames (Über-)Leben tatsächlich nur möglich, wenn wir unser Zusammenleben frei von Religionen, erfüllt von Philosophie verstehen zu gestalten.
Wir haben auch einen gewissen Prozentsatz von Menschen, die, in einer psychiatrischen Klinik, Behandlung suchen müssen. Andere Menschen haben einen Intelligenzquotient, der von jedem Affen, überschritten wird.
Unser Gehirn ist ein komplexes Organ, Es kann mit ständiger "Gehirnwäsche" konditionniert werden. Es ist sogar möglich, die Funktionen, des Gehirns, mit chemischen und organischen Stoffen, zu beeinflussen. Damit müssen wir uns nicht etwa abfinden, indem wir bei diesen, religiösen, Wahnvorstellungen mitmachen, sondern wir müssen dafür sorgen, dass diese Wahnvorstellungen abgebaut werden und dass, die damit Befallenen, eine vernünftige Behandlung erhalten, die es ihnen ermöglicht, sich an der REALITÄT zu orientieren.
Verslein aufsagen, Liedlein trällern, "Sünden vergeben" und an Hirngespinste glauben, ist nicht geeignet, um unsere Probleme zu lösen. Die Welt ist so wunderschön, da braucht es keine Spinner, die sie mit Religionen, blöden Sprüchen, Weihrauch und Kerzenruss, versauen.
Wie wärs, wenn wir mal endlich, die, für diese Spinnereien, vergeudeten finanziellen Mittel, dazu verwenden würden, dass wir Menschen die in Armut und Hunger leben müssen, effizient und ohne blödsinniges Verslein augfsagen, helfen?
Wenn einige Leute nicht damit aufhören können, irgendwelchen idiotischen Ideen nachzuhängen, dann ist es sicherlich angebracht, dass die das "im stillen Kämmerlein", wo sie niemanden damit belästigen, "erledigen".
Wenn man, mit religiösem Scheissdreck ,Geld verdient, dann frisst man damit, armen Menschen den Lebensunterhalt weg.
Der Hut des Papstes, hat zum Beispiel, soviel Geld gekostet, dass man damit 50 hungernde Menschen, oder 1000 gequälte Menschenaffen, während einem Monat, hätte ernähren können. Dieses dreckige Verhalten, kann man nicht, mit "Busse" und frommen Sprüchen, ungetan machen. Jeder Kirchturm und jedes "Minarett", sollte uns in Erinnerung rufen, dass da verblendete Menschen, den Armen einen haufen Geld gestohlen haben. Nicht nur dass, die Erbauer, haben Menschen indirekt getötet, um ihren Prunk zu bauen.
Und noch etwas: an die sooo gläubigen Biebelfreunde: in eurem Lieblingsbuch, gibt es ständig irgendwelche "Gleichungen". So zum Beispiel, die Gleichung, vom "goldenen Kalb" ... das ist das Symbol dafür, dass der von Euch angebetete Gott, es euch VERBOTEN hat, mit materiellen Werten anzugeben und zu protzen. Aber von Eurer "Bibel", wendet ihr selbst, nur das an, was euch gerade passt und was Euch bereichert. Wenn Eure "geistlichen Führer", auch nur noch einen Deut von Anstand hätten, dann würden die, ihren gutbezahlten Posten aufgeben und sich bemühen, dass den gequälten Menschen, Tieren und der Natur, mit dem eingesparten Geld, geholfen wird.
Wenn man mich aber mit Verslein und Spinnideen auch noch auf der Strasse oder an meiner Hasutüre "beweihräuchert", dann wird MEINE Freiheit beschränkt und man stiehlt MIR meine Zeit. Dann habe ich nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, diese Wahnvorstellungen anzuprangern.
Es ist der MENSCH, der, mit irgend einem, erfundenen, "Gott" versucht, seine eigenen, dümmlichen und verschrobenen Ideen durchzusetzen. ...
Ok, Tinu, ich mache es jetzt wie "Alle" ... nur etwas moderner ... Du weisst ja, dass der "liebe Gott" etwas in die Jahre gekommen ist. Und es wird im neuen, neuen Testament, der, neuen, Bibel stehen: "es begab sich, anno 2004, dass es sich herausstellte, dass der liebe Gott seinen Sohn, den Jesus, in die Ferien geschickt hat und dass der liebe Gott, endlich, die geltenden Gesetze, in Bezug auf die Gleichheit der Geschlechter umsetzen will". Er hat sich daher, an eine wilde Nacht, vor einigen Jahren, erinnert,, in der, er, den heiligen Geist in's Kämmlein, von einer Sennerin, in den Alpen gebracht hat ... ja, der liebe Gott ist überall ... neun Monate später kam das "Reserl", auf die Welt. Hallelulia ...Reserl hat anno 2004 nun festgestellt, dass der liebe Gott ein paar "Abnützungserscheinungen" hat und hat ihn, in ein Altersheim gebracht. Seither ist "Reserl" der neue "Messias": Als "Jeserl" wandelt sie nunmehr unter uns und verkündet die Abschaffung ALLER Religionen und dass es nunmehr eine "Sünd" ist, wenn man die, uns von der Natur geschenkten, Ressourcen, mit religiösem Scheiss versaut und dadurch Leben tötet und die Natur versaut. Das heilige "Jeserl" hat mich zum "Papapapst" gekührt und mir einen VIRTUELLEN (=kostenlosen) Heiligenschein verliehen! Damit werde ich, ohne ein auffälliges und teures "outfit", zum "Stellvertreter" des Herren und ich erwarte von Dir, dass Du gutes tust und dass Du Deine Zeit nicht mit Verslein aufsagen vergeudest .... schreibe mir doch bitte einmal auf, WAS Du heute schon alles getan hast, um unserer Natur zu fröhnen .... Danke mein Sohn, Bruder, NICHT-Untertan ... und "Tuer" (= "Macher"). Friede sei mit Dir ....
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Ich rechne mich zu den Religionskritiker, empfinde mich aber mitnichten als Fundamentalistisch. Wichtigstes Anliegen ist mir, dass unser Zusammenleben auf einer friedlichen Basis möglich ist. Da sich viele Religionen aktiv beharken, bleibt in der Tat nichts anderes, als die Religion aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Jeder soll in seinem privaten Kreis aber weiterhin der Religion oder spirituellem Gedankengut frönen wie er lustig ist, solange die Gesetze und Menschenrechte geachtet werden. Unser Zusammenleben garantiert uns die Säkulare Gesetzgebung aber keine, von einer angeblichen Gottheit gegebenen Ordnung.
Deine Beobachtung "Niveau der Sonntagsschule" finde ich sehr treffend.
@ brainstuff
Schade brain, dass du dich wie ein atheistischer Talib gebärdest. Offenbar trägst du eine grosse Wut gegen die hiesige Kirche. Dass du mit diesen scharfen Attacken nichts bewegen kannst, ausser deiner Wut ein Ventil zu geben, sollte dir jedoch auch klar sein.
Das Thema empfinde ich viel zu wichtig, als dass man es nicht wirklich vernünftig diskutieren sollte. Genau so wie es Menschen gibt die ein Bedürfnis haben Religion und Spiritualität zu leben, gibt es welche, die davon verschont bleiben wollen.
Überlassen wir diese Diskussion den Hardlinern, wird letztlich der eine oder andere die Überhand gewinnen und das Leben aller bestimmen. Ein Leben in einem Gottesstaat (egal welcher couleur) ist das letzte was ich uns wünsche.
Dies mein Wort zum Sonntag ;)
Schönes Weekend wünscht euch
ix
Wenn mich jetzt ein "Religiöser" Spinner, auf der Strasse, oder an der Haustüre anspricht und mir seine Wahnideen erzählt, dann "stiehlt" er mir meine Zeit. Er "tötet" mir meine Zeit und damit auch mich.
Wenn es bei der Diskussion noch, um irgend etwas intelligentes, konkretes und sinnvolles geht ... dann diskutiere ich gerne.
Religiöse Ideen sind aber totale Hirngespinste. Religion ist ein Mittel, was die Menschen sich aufgebaut haben, um sich vor der REALITÄT zu drücken. Mit Verslein aufsagen, Liedlein singen und anderer "Beweihäucherung", versaut man sich nur den guten Menschenverstand und man bringt, indirekt, Menschen und Tiere um und man verschandelt die Natur.
Der "liebe Gott" ist nur eine dümmliche Vermenschlichung der Natur ... diese Natur muss man ehren und pflegen, selbst tief religiöse Menschen müssten es eigentlich begreifen, dass ihr "Gott" nichts anderes ist als ein Scheinheiliger.
Ich bin auch kein "Atheist" ... auch da gehst Du von einer "religiösen Wahnvorstellung" aus: Religiöse Menschen gehen davon aus, dass Menschen an irgendetwas "glauben" müssen. Wenn ein Mensch nicht an Religion glaubt, dann muss er wenigstens ein "Atheist" sein. Die Vorstellung, dass ein Mensch überhaupt keinen "Glauben" hat, ist für religiöse Menschen, ein Greul, weil sie sich nämlich einbilden, dass der Unterschied zwischen einem Tier und einem Menschen darin besteht, dass das Tier nicht "gläubig" ist. Religiöse Leute leiden auch immer an der Wahnvorstellung, dass sie anderen Menschen ihre Ideen aufzwingen müssen. Im "Christentum" fragt man noch nicht einmal Baby's ob sie einer Religion beitreten wollen ... man zwingt ihnen die Religion geradezu auf. In noch rückständigeren Religionen, zwingt man die Leute noch zu anderen, völlig durchgeknallten und widerlichen Aktionen (Beschneidung, Verstümmelungen, Zwangsheiraten, Burka's, Kopftücher).
Menschenrechtsverletzungen, Folterungen, die Unterdrückung von Frauen und andere, widerliche, religiöse "Gebrüche" werden nicht besser, weil sich nur "Atheisten" dagengen stellen. Wenn Du jemanden schändest und vergewaltigst, dann wird das nicht etwa besser, weil Du Dir einbildest, das hätte ein "Gott" angeordnet.
Wenn man den Begriff "Gott" als Synonym von "Führer" nimmt, dann kann man sogar zu der Ansicht kommen, dass der "Führer" auch eine Art von Gott, für seine "Untertanen" war und dass seine "Untertanen", XX-Millionen Menschen abgeschlachtet haben, um ihrem "Gott" zu fröhnen. Das Prinzip von Religionskriegen, NAZI Mördern und Ähnlichem ist immer genau das Gleiche: der Mensch sucht sich einen falschen "Gott", mordet und schändet in seinem Namen und dann schieben diese "Menschen" ihre Untaten auf den Gott. Komisch: wenn ich an einen "Gott" glauben würde, dann würde ich, den nicht dazu missbrauchen, ihm meine "Sünden" aufzuhalsen!
Diese Diskussion zeigt wieder einmal, dass Diskussionen, um religiösen Unfug, immer die grösste Resonanz haben.
Ich habe mich in diese Diskussion nur eingemischt, weil ich sehen wollte, ob diese Theorie auch hier stimmt.
Wir sind hier in einer Diskussionsrunde, von sehr gescheiten Menschen. (alle sind intelligent, klug, gescheid, , ausser mir natürlich!). Dies zeigt sich schon daran, dass hier keine extrem fanatischen "Gläubigen" zu finden sind ... in anderen Diskussionen hat es teilweise Bibelzitate gehagelt. Das ist ein ganz toller Aspekt von "Facts". Danke an Euch Alle!
Und dann gibt es noch einen anderen Aspekt, den man in allen solchen Diskussionen findet: sobald sich jemand darüber beschwert, dass religiöse Wahnvorstellungen und Gebräuche ,nicht nur zu einer, leichten, "geistigen Umweltverschmutzung", führen, sondern, dass diese Wahnvorstellungen auch konkret und nachzählbar "Leichen" hinterlassen, dann wird freudig "vorbeidiskutiert"..
Ich habe hier mehrfach gefragt, ob es da irgendjemand gibt, der sich darüber bewusst ist, dass das, für religiösen Pomp, ausgegebene Geld, sehr viele Menschen, vor Armut und Tod, retten könnte. Aber niemand, werder religiöse Beführworter, noch Religionsgegner, sind auf diesen Aspekt eingegangen.
Schon mein Grossvater (er war evangelischer Pastor) hat seinem Zeitgenossen und Kollegen, Albert Schweizer, vorgehalten, dass da zuviel Geld, in "Bibelstunden" versickert, anstatt, dass man das Geld, für das wirklich Nötige verwendet.
Menschlichkeit ist, gegenseitige Achtung, Achtung von Leben und von der Natur. Wenn man Geld in besseelte Feierlichkeiten steckt, während Menschen an Hunger sterben oder auf einer Parkbank schlafen müssen, dann herrscht da nicht nur eine leichte "religiöse Verwirrung", sondern Menschenverachtung.
Und du zeigst hier auch etwas auf - nämlich wie es immer läuft, wenn Religionskritiker im Rundumschlag "argumentieren": Reine Reduktion aufs Geld. Nein, ich mag nicht - das gibt für mich so kein Fundament einer Diskussion - und als Versuchskaninchen vorführen zu lassen habe ich auch keine Lust.
Meiner Meinung nach wäre es an der Zeit für eine Initiative um Missionieren auf öffentlichen Grund zu verbieten.
Auf eine Diskussion um Geld in der Religion lasse ich mich nicht ein weil es nicht den eigentlichen Punkt trifft und auf einen Nebenschauplatz verlagert. Ich bestreite nicht, dass zuviel Geld dafür verpulvert wird Bibelverse auswendig zu lernen. Jeder Gläubige wird dir aber eine Liste von gut gemeinten Projekten, Stiftungen etc runterleiern um zu Beweisen weshalb Geld in der Religion nicht verschwendet ist etc. Diese Diskussion verzettelt sich und muss unfruchtbar bleiben.
Ganz das rausgehört hast du lieber Tinu, was du hören wolltest und von einem Atheisten erwartest. Ich rechne mich zu diesen, würde aber alles dafür einsetzen, dass das Menschenrechtlich verbriefte Recht auf freie Religionsausübung nicht geritzt würde. (Wie schon erwähnt halte ich Philosphie für die "vernünftigere" und "Erwachsenere" weise als Spiritualität/Religiosität)
Ja nun, mir liegt die Philosophie auch viel, viel näher als die Theologie - und diese auch wieder viel, viel näher, als was so alles in der Sonntagsschule gelernt wurde. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich mich bezeichnen sollte - Etiketten sind mir eh ein Gräuel. Meine Reaktion auf @brainstuff war halt die meinige: Ich reagiere allergisch auf Fanatiker, woher auch immer sie stammen.
Zu deinem Missionsverbot: Das scheint mir aber noch nicht so sehr durchdacht - müsste das nicht auch für die politischen Missionare gelten - Politik nimmt ja sehr oft die Stelle von Religion ein - in der Geschichte sehen wir, wie Nationalismus an die Stelle einer Religion getreten war. Aber auch für vieles andere wird missioniert, das längst nicht alles harmlos ist. Wo also die Grenzen ziehen? Wie definieren - denn mit dem Wort "missionieren" ist ja noch längst nicht alles gesagt.
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