Kahneman, der Schreck der Ökonomen
Per Anhalter durch die Galaxis
"Gute Lügner sind sympathischer"
Europa in der Krise: Die Schweizer Solidarität
Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
"Man wird das Gefühl nicht los, dass hier ein wenig an der Realität vorbeientwickelt wird. Denn alle Web-2.0-Features helfen nichts, wenn der Mensch, in diesem Fall der Printredaktor, die Printredaktorin - und mögen sie sich noch so trendy und urban geben -, nicht mithalten mag."
Und das gilt beileibe nicht nur für das Magi - in der Schweiz hat das m.M.n. noch kein professionelles Medium überhaupt geschafft.
Und das folgende Abschnittli ist natuerlich so frech wie widerspruechlich:
"Könnte es sein, dass ein (...) Informationsarchitekt die Anpassungsfähigkeit, die Innovationsbereitschaft und nicht zuletzt das Zeitbudget einer etablierten, aber kleinen Printredaktion falsch eingeschätzt hat?
Könnte es sein, dass die Konzeption eines journalistischen Webangebots nicht einfach an externe und geografisch weit entfernt lebende Entwickler delegiert werden sollte? Müsste der Lead für ein derartiges Projekt nicht vielmehr bei der betreffenden Redaktion liegen?"
1.Wie soll eine Redaktion mit moderater "Anpassungsfähigkeit, Innovationsbereitschaft und nicht zuletzt Zeitbudget" ein Redesign leiten?
2. Die Webseite funktioniert trotz moderatem Zeitbudget
3. Die Innovationsbereitschaft ist hoch, das Zeitbudget tief
4. An der Anpassungsaehigkeit arbeite ich seit einem Jahr. Und mit Erfolg moecht ich doch meinen.
wenn du die streichung der leserbeiträge, die ja immerhin ein ambitiöser part bei euerm start waren, mit der streichung eines links auf nzz online vergleichst (wo es ungleich viel mehr links hat als bei euch), dann ist das ein polemischer furz, auf den ich nicht reinfalle. wenn du es schon nicht lassen kannst, dich zum sprachrohr der magicrew zu machen, dann bitte ich um eine substantielle debatte.
@ nico: du hast recht, ich bin ziemlich konsterniert darüber, wie die magicrew mit seinen lesern und usern und also wie du richtig sagst KUNDEN umspringt. aber das ist nicht der entscheidende punkt. der punkt ist: man macht sich als einer, der seit 35 jahren regelmässig tagi und magi liest und diese titel sehr schätzt einfach ein wenig sorgen darüber, wie die gerade eher unbeholfen ins onlinezeitalter stolpern. insofern möchte ich mein penetrantes gezeter mehr als medienkritische betrachtung denn als schlimmes einzelschicksal verstanden wissen.
Kommentare: Erlaubt
Leserartikel: Erlaubt, aber vorlaeufig nicht mehr gefeatured auf der Startseite, da nicht gut genug implementiert.
In meinen Augen eine Aenderung so bedeutend wie die Streichung eines Hauptnavigationslinks oder einer Textbox auf der Startseite der NZZ.
Fuer Bugsierer ist das ein Scheinargument und Zeichen mangelden Ernstes und rhetorischer Verschlagenheit. 5...6...7...8...9...10 Nundefahne!
Er meint, man haette die Leute informieren muessen.
Ich meine seit Tagen: "Ja, vielleicht, vielleicht auch nicht. Es ist Ermessensache des Betreibenden und nicht des Bugsierenden."
Die Leserartikel waren technisch zu kompliziert geloest und haben deshalb der Seite informationsarchitektonisch mehr geschadet als genuetzt. Der Traffic bestaetigt das. Das Magi laeuft jetzt besser. Vielleicht kommen sie in einer anderen Form zurueck, vielleicht auch nicht. Solang keine Klarheit besteht, lassen wir die Dinge mal so wie sie sind und beobachten den Traffic.
Ich finde die Diskussion hier inzwischen nur noch in einer Hinsicht wichtig: Was die ganzen selbsternannten 2.0 Spezialisten nicht begreifen, ist: Webseiten machen ist extrem stressig. Kostet viel Geld und Nerven. Zu einem gewissen Grad muss sich der Betreibende ein Experiementierrecht vorbehalten, und dieses nach Gutduenken einsetzen. Der Benutzer hat die Rechte, die ihm der Betreibende zugesteht. Bugsierer hat hier und auf dem Magi das Recht, zu kommentieren und Artikel zu schreiben. Profilierte Benutzer erhalten mehr Rechte, und haben dadurch auch administrativ Mitspracherecht. Busierer hat kein administratives Mitspracherecht.
Ja, es waere schoen und richtig, wenn man jedem Benutzer die maximale Liebe zugestehen wuerde.
Und Nein: Man muss nicht jeden Schritt mit allen diskutieren und sich fuer jeden Pinselstrich rechtfertigen. Schon gar nicht mit dem Fuedli-Budget. Ist das so schwer zu begreifen?
Ich bin nicht das Sprachrohr des Magazins. Ich setze mich fuer meine Arbeit ein. Dass nicht jede Firma dieses Arbeitsethos zeigt ,ist ein viel gavierenderes Problem als das was Bugsierer hier seit Tagen aufblaest.
Auch wenn du das so siehst, wirds offenbar erwartet, wenn man will, dass der Benutzer auf der Seite aktiv ist. Der "Web 2.0 Spezialist" will halt wohl auch in solchen Dingen mitsprechen und mitmachen, ansonsten begehrt er recht schnell dagegen auf. Das ist halt irgendwie auch nunmal so ein ungeschriebenes 2.0-Gesetz, dass man nichts tun soll, ohne mit der Community zu verhandeln. Alles Andere ist ziemlich 1.0. (Sorry für die Klischeehafte Argumentation, aber ich glaube darum gehts hier nunmal).
Bugsierer: Man kann bei NZZ Online tatsächlich kommentieren, falls man registriert ist. Jedoch finde ich NZZ Online und das Tagi-Magi ungeeignet, um es zu vergleichen. Das Tagi-Magi tritt ja mit einem völlig anderen Selbstverständnis auf.
dass ich die geschichte aufblase, ist nicht ganz richtig. ich hab mal nachgezählt: in den beiden threads hier und bei medienspiegel stammen 10 einträge von mir, 16 von dir und 18 von anderen. zudem haben drei prominente blogs meine geschichte aufgenommen (medienlese, medienspiegel, 150worte).
wenn du mich als selbsternannten web 2.0 spezialisten mitmeinst, dann darf ich dich beruhigen, ich hab auch schon das eine oder andere web-projekt vom stapel gelassen und weiss sehr wohl, dass das viel zu tun gibt. nur muss ich das nicht dauernd in die welt rausposaunen. und übrigens: wer hat denn dich zum 2.0-spezi ernannt?.
dass die information der user ermessenssache ist, möchte ich bestreiten. für eine mitmachplattform ist die information der user von zentraler bedeutung. wenn du das in abrede stellst, dann frage ich mich, wo du web 2.0 gelernt hast.
nein, man muss nicht jeden schritt mit allen diskutieren, man muss überhaupt keinen schritt diskutieren, sowas habe ich nirgends gefordert. aber die user informieren und nicht so herablassend behandeln, das wäre schon mal was.
Web 2.0 Allgemeinheiten sind noch unertraeglcher als die ganzen Pseudousabilitykommentare vor 4 Jahren.
Schaut mal "democratic Web" genauer an. Wikipedia, Slashdot, eBay, Craigslist. Das sind strukturierte, ueber Jahre herangewachsene Herrschaftsformen. Die Entwicklung dieser Herrschatsformen ist eine Wissenschaft fuer sich, und funktioniert nicht--ja: NIE!--basisdemokratisch.
@Pascal.Witzig
Nun schon Lesegruppe fürs Studium gegründet. Ja, Witzig, bin bestimmt suchtgefährdet.
@Euridike: wie geht es denn heute dem Erpheus?
Im ernst: das ist wohl der Unterschied. Aber die Uerte müsste doch die Utopie bleiben, wie die Polis.
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