07/12/2010 17:25
Julian Assange: Große und kleine Fische
Was immer auch nach seiner Verhaftung mit ihm geschieht: Wikileaks-Gründer Julian Assange hat mit seinen Enthüllungen die Weltpolitik justiert und Dinge erreicht, die der globalen Öffentlichkeit im Gedächtnis bleiben werden. »







Diskussion
Allerdings bleibt meine Einschätzung bei der momentanen Faktenlage dennoch ambivalent. Das Bild mit den Fischen im Aquarium ist tückisch. Wer sagt uns, auf welcher Seite der Scheibe wir uns befinden? Zudem gibt es auch sogenannte big fish in a small pond, wie der Angelsachse treffend jene Leute bezeichnet, die zwar eine grosse Klappe haben, aber deren Machteinfluss nicht weit reicht...
Über die globale Öffentlichkeit bin ich mir auch unschlüssig. Wer soll das sein? Die Medien? Die Lemminge? Die Regierungen? Internationale Konzerne?
Ist Assange ein Menschenfischer? Ein Terrorist gar? Wird er zu einem Führer stilisiert? Der Vergleich mit dem Messias drängt sich auf. Revolutionär ist er ja im besten Sinne. Würde er durch die juristische Mangel gedreht - wie uns Niklaus vorspekuliert -, könnte er sogar zum Märtyrer aufsteigen, mit unabsehbaren Folgen. Religiosität können wir nicht wirklich gebrauchen, denn dann würden wir unseren gesunden Zweifel aufgeben. Eine Volksmasse in Verzückung kann sehr leicht manipuliert werden...
Aber ich denke nur laut...
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