02/02/2011 07:20
Ich weiss nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber als ich erfahren habe, dass Stanislas Wawrinka nach nur einem Jahr Eheglück und vor allem so kurz nach der Geburt seiner Tochter Ehefrau und Kind verlässt, um sich voll und ganz auf seine Karriere konzentrieren zu können, da war ich schockiert, enttäuscht und traurig zugleich.
Dabei hatte er nach der Geburt seiner Tochter noch verlauten lassen, dass er zwar wenig schlafe, aber dass er für die Glücksgefühle die wachen Nächte gern aushalte. Dass es ihm Spass mache, seine Tochter zu wickeln und seine Frau darin zu entlasten. Und dass seine Familie – auch kurz vor dem Davis Cup – die absolute Priorität geniesse.
Nachdem er aber vom Davis Cup zurückkehrte, verliess er die Familie dann doch, weil er festgestellt hatte, dass er sich verändert habe, andere Bedürfnisse und andere Verlangen verspüre. Tennis sei wieder seine erste Priorität geworden. Es blieben ihm nur noch fünf Jahre und dafür würde er „alles geben“. Mit „alles geben“ meinte er nicht Vollgas, sondern die Familie.
Wieviele Male haben auch andere Eltern das Gefühl, sich verändert zu haben, nicht nur ständig Familienmenschen sein zu wollen? Wie oft stellen auch andere Eltern fest, weitere Bedürfnisse zu haben als nur das Elternsein? Wie häufig haben auch andere Eltern prickelndere Verlangen als nur immer lustlos ins Bett zu fallen? Wie viele andere Eltern könnten ihren Beruf auch zur ersten Priorität werden lassen? Wie viele andere Eltern haben auch nur noch ein paar wenige Jahre, um sich zu verwirklichen?
Nicht nur für Stars und Sternchen ist es unmöglich, die Quadratur des Kreises zwischen Familienleben und Karriere zu schaffen. Drum: Hut ab vor all denen, die den (Familien-) Bettel nicht einfach so weg schmeissen wie Wawrinka, der – Ironie des Schicksals – jähzornig seinen Tennisschläger auf den Boden knallt, während er zwar seine erste Priorität ausüben kann, aber ausgerechnet vor einem Familienvater kapitulieren muss!
Die Angelones - mittwochs immer im Tagblatt der Stadt Zürich
Dabei hatte er nach der Geburt seiner Tochter noch verlauten lassen, dass er zwar wenig schlafe, aber dass er für die Glücksgefühle die wachen Nächte gern aushalte. Dass es ihm Spass mache, seine Tochter zu wickeln und seine Frau darin zu entlasten. Und dass seine Familie – auch kurz vor dem Davis Cup – die absolute Priorität geniesse.
Nachdem er aber vom Davis Cup zurückkehrte, verliess er die Familie dann doch, weil er festgestellt hatte, dass er sich verändert habe, andere Bedürfnisse und andere Verlangen verspüre. Tennis sei wieder seine erste Priorität geworden. Es blieben ihm nur noch fünf Jahre und dafür würde er „alles geben“. Mit „alles geben“ meinte er nicht Vollgas, sondern die Familie.
Wieviele Male haben auch andere Eltern das Gefühl, sich verändert zu haben, nicht nur ständig Familienmenschen sein zu wollen? Wie oft stellen auch andere Eltern fest, weitere Bedürfnisse zu haben als nur das Elternsein? Wie häufig haben auch andere Eltern prickelndere Verlangen als nur immer lustlos ins Bett zu fallen? Wie viele andere Eltern könnten ihren Beruf auch zur ersten Priorität werden lassen? Wie viele andere Eltern haben auch nur noch ein paar wenige Jahre, um sich zu verwirklichen?
Nicht nur für Stars und Sternchen ist es unmöglich, die Quadratur des Kreises zwischen Familienleben und Karriere zu schaffen. Drum: Hut ab vor all denen, die den (Familien-) Bettel nicht einfach so weg schmeissen wie Wawrinka, der – Ironie des Schicksals – jähzornig seinen Tennisschläger auf den Boden knallt, während er zwar seine erste Priorität ausüben kann, aber ausgerechnet vor einem Familienvater kapitulieren muss!
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Diskussion
Wir sind dabei die nächsten 27 Jahre in Angriff zu nehmen. Wir wollten ja zusammen alt werden - mit Kinder und Karriere. Und wir sind nicht allein...;-)
Gehts wirklich noch 27 Jahre???
Oh je....
Die Beweggründe hat Wawrinka selber so angegeben.... ob sie so stimmen oder nicht, weiss ich natürlich nicht besser.
Ja, natürlich wissen wir nie alles. Ich weiss. Aber vermutlich hats da schon einen Kern Wahrheit dahinter.
Wawrinka hin oder her: Trotzdem bleibe ich dabei und sage: Hut ab vor allen, die sich mit einem Augenzwinkern und genug Galgenhumor durch den Familienalltag schlängeln!
Außerdem sind wir einzig & alleine auf der Welt,um uns fortzupflanzen,falls sich jemand darüber Gedanken machen sollte :-)
Die Familie ist sozusagen die Urform,die kleinste Zelle des Staates.
Nur intakte Familien können die Entartungen der momentanen demokratischen Gesellschaften widerstehen.
Wenn also die derzeitige Staatsdoktrin von Kindern abrät,weil sie in unserer stumpfen Spaß- und Partygesellschaft entgegenstehen,in etwa durch solche Aussprüche wie : Kinder kosten im Laufe ihrer Entwicklung soviel wie ein Einfamilenhaus,dann braucht sich niemand zu wundern,daß Flachzangen & Dumpfbacken natürlich Karriere,Reisen und Mercedes-Benz,einer glücklichen,harmonischen Famile vorziehen.
Aber die ersten 27 Jahre waren es wert, mit Höhen und Tiefen, Himmel und Hölle und what have you. Das gehört zu einem gelungenen Leben, finde ich. Deshalb ist es auch nicht a priori "Oh je". Es gibt durchaus noch spannende Dinge in der Zukunft, zu viert, zu zweit, allein. Je nach Phase. Die pluralistische Gesellschaft ermöglicht doch schon Einiges.
Ich mag zwar ein Exote sein unter den Geschiedenen und den Singles, aber mir geht es prächtig. Ich und meinesgleichen werden links und rechts mit Neid und Bewunderung nur so eingedeckt, das kannst du mir glauben. Trautes Heim, gemeinsames Essen, tolle Kinder, noch tollere Frau, gratis Sex. Hey, es lohnt sich in die Beziehung zu investieren, gratis ist sie aber nicht zu haben...;-)
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