Kahneman, der Schreck der Ökonomen
Per Anhalter durch die Galaxis
"Gute Lügner sind sympathischer"
Europa in der Krise: Die Schweizer Solidarität
Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
Reklamationen beantworten, sondern nur neue Methoden
der Wertschöpfung ausbrüten...
Im Webauftritt von Grossfirmen findet sich schon
heute oft nur Eigenlob aber keine Kontaktadressen und
Telefonnummern.
Ratschlag: meistens existieren die Adressen: info@xyz_firmenname.ch
und sales@xyz_firmenname.ch auch wenn diese nirgends ausgewiesen
werden.
Auf der Eigenlob-Webseite einer Firma findet sich meist
auch mindestens einmal der Name des CEO, den Sie aber
auch über eine Nachfrage bei Google leicht eruieren können.
Dem können Sie Ihre Sorgen und Nöte unter der Adresse:
vorname_des_CEO.nachname_des_CEO@xyz_firmenname.ch
getrost mitteilen.
Gemäss meiner Erfahrung reagiert er oft verblüffend schnell
und die Ausrede, es müssten erst interne Abklärungen
getroffen werden, bekommt man selten als Antwort zu lesen.
In besonderen Herzensangelegenheiten empfehle ich eine
offene Kopie der E-Mail, also mit CC: an den
Dachverband der jeweiligen Wirtschaftssparte zu senden.
Das deutet Ihr Engagement an und setzt ihn weniger unter
Druck, als wenn Sie Kopien an die Boulevard-Presse senden.
Früher, etwa 1996, in einem ganz grossen Unternehmen, das sich anschickte mit dem Nachbarn zu fusionieren, wurde vom Mänätschment befohlen, eine gutamerikanische 360°-Evaluation grossflächig einzuleiten, um die beste aller Schnittmengen der beiden humanen Ressourcen zu eruieren. Jeder Mitarbeiter hatte also die prioritäre Aufgabe, monatlich eine schriftliche Beurteilung abzugeben über seine Gschpänli, seine Unterhunde und seine Chefs.
Da auf dem Netzwerk nur die Email zur Verfügung stand, wurde dieser Kanal genutzt, natürlich mit entsprechender Kohlekopie. Das Resultat war effizient arbeitsvernichtend: die Leute bekamen wie bei einem Schneeballsystem von überall her Emails, täglich etwa 200 an der Zahl, nur intern. An Arbeit war gar nicht mehr zu denken. Ob wohl dies der eigentliche Grund für die späteren Entlassungen und das schlechte Betriebsergebnis war, entzieht sich meiner Kenntnis.
Kurz darauf war ich wieder in einem akademischen Institut. Da verlustierte man sich mit dem Mac auf ICQ...;-)
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