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„Auf halben Weg ein anständiger Mensch“
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Kahneman, der Schreck der Ökonomen
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Diskussion
Bitte um Aufklärung.
In formeller Hinsicht wollen wir die Weltwoche würdig nachahmen und Artikel hervorheben, die möglichst provokativ sind und somit polemisches Potential haben.
Inhaltlich: Der Vorschlag, Liberalismus als eine Form des Faschismus zu definieren ist derart erschreckend, dass man nicht länger gewillt ist, daran zu bleiben. Zu Ihrer zweiten Vermutung kann ich nur sagen, dass sie teilweise stimmt :-) : das böse Amerika wird dadurch noch böser gemacht, Anti-Neocons-Haltung hin oder her. Die streng konservative Haltung wird dennoch nicht abgelegt. Die Hauptbotschaft dieser Topzeile war: gemäss der Rezension (ich habe das Buch nicht gelesen) bietet das Buch eine detailierte Evolution des Liberalismus-Konzeptes in Amerika an vom Anfang bis in die Gegenwart - daher auch die entsprechende Illustration. Spannend sind Umdefinitionen des Begriffs Kryptofaschismus zum Beispiel. Und: die Rezension macht kein Hehl daraus, dass dieses Buch fehlschlägt: "Nichtsdestoweniger handelt es sich um eine geschichtspolitische Verzweiflungstat, einen Versuch, die intellektuell in die Defensive geratenen Republikaner mit einem semantischen Befreiungsschlag zu einen. So ist dieses Buch denn aufschlussreich als Symptom konservativer Sinnkrise – und dazu ein Dokument der Begriffsverwirrung".
@wortgefecht: Sie können den Wandel des Lieberalismus in Amerika vielleicht differenzierter beurteilen als ich; Thomas Jefferson und Abraham Lincoln hatten bestimmt eine qualitativ andere Vorstellung davon als die heutigen Nachfahren. Sie sagen es - "was nicht passt, wird passend gemacht", das stimmt! ich hoffe, das Buch wird den Demokraten helfen, die Wahlen zu gewinnen, und das ist auch etwas.
Das Erstaunlichste m.M.n. ist die Tatsache, dass in der NZZ überhaupt eine Rezension erscheint über ein solches Pamphlet.
Hier für alle, die bei der transatlantischen Begriffsverwirrung nicht mehr durchblicken, zwei empfehlenswerte Texte:
Murray Rothbard: Left and Right: The Prospects for Liberty
http://www.lewrockwell.com/rothbard/roth bard33.html
Karl Hess (nein, nicht der dt. Maler): The Left-Right Spectrum
http://www.wconger.blogspot.com/2005/08/ karl-hess-left-right-spectrum.html
Ich verstehe aber nicht, warum man sich, nach gelesener Rezension, überlegt, das Teil trotzdem zu lesen.
Zuviel Zeit? Zuwenig Familie, Sex oder andere Lektüre? Muss man denn eine derartige Irrfahrt so gründlich verfolgen? Wer sich das vornimmt, ist sowieso noch ein paar Hundert dicke, dumme Bücher im Rückstand.
Es ist schon erschreckend, was für ein gequirlter Quatsch herauskommt, wenn sich das Halbwissen unsauber definierter historischer Begriffe mit Wahlkompfpropaganda paart. (Das Buch meine ich natürlich, nicht die Rezension.)
"[...] a religion of the state. It assumes the organic unity of the body politic and longs for a national leader attuned to the will of the people. It is totalitarian in that it views everything as political and holds that any action by the state is justified to achieve the common good. It takes responsibility for all aspects of life, including our health and well-being, and seeks to impose uniformity of thought and action, whether by force or through regulation and social pressure. Everything, including the economy and religion, must be aligned with its objectives."
An und für sich eine gelungene Definition des Totalitarismus. Nur biegt sich das Buch so einiges zurecht. Aber - und das will ich hier gesagt haben - es gibt auf dieser Welt leider sehr viele Menschen, die genau so denken. Es ist ein Menschenbild, das dem einzelnen Individuum nur ein beschränktes Urteilsvermögen zubilligt und in extremo eben auch entmündigt. Besonders schlimm ist es, dass sich diese menschenverachtende Denkweise sehr oft das Deckmäntelchen des vermeintlich "sozialen" überwirft.
Und nein, ich habe das Buch nicht gelesen - aber selber googeln macht schlau ;)
ich wuerde auf jeden Fall dieses Buch / Machwerk empfehlen fuer den Fall das man sich mit Medien in den USA auseinandersetzen moechte.
Lebe jetzt seit ca. 1 Jahr in Neuengland und bin immer noch sprachlos wenn ich mir anhoere wie tendentioes die Medien hier agieren. Paradebeispiel ist der Fernsehsender Fox- news. Hier werden News nicht einfach dokumentiert , wie ich als naiver Europaer wunenschen wuerde. Nein , News werden verkauft. Je bunter desto besser. Und wenn die Nachrichtenlage nicht bunt genug ist werden halt umstrittene Thesen hervorgekramt. Und klar ist auch, es gibt einen Lieblingsfeind, fuer Fox news ist das derzeit natuerlich : Barack Obama und sein Team.
Was hat das mit Jonah Goldberg / libral Facism zu tun.
Die historisch kruden Thesen ( z.B. Hitler the man from the left ,atemberaubend absurd)
werden von den Rechtsauslegern hier vereinfacht und unters Volks gebracht. Selbst erlebt habe ich, das Kollegen ernsthaft die Parallelen zwischen Obama Adolf Hitler diskutieren( kein scherz )
Wer wissen moechte wie die rhetorische Waffenkammer der amerikanischen Rechtausleger bestueckt ist kommt auf seine Kosten. Ein historisch oder politisch ernsthafte Analyse ist die Schwarte nicht
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