Bloss Worte? Obamas Ergebnis spricht für sich

Bloss Worte? Obamas Ergebnis spricht für sich
barackobama.com
Eine frohe Botschaft für die Freunde des treffenden Worts. Obama gewinnt Wisconsin deutlich und Hawaii noch deutlicher. Und das trotz des zuletzt massiven Clintonbashings ("Bloss Worte", "Plagiator!").

Vielleicht sollte Clinton mal etwas sinnieren: "Bloss Worte" sagt man, wenn jemand auf Worte keine Taten folgen lässt, oder wenn jemand mit Worten bewusst und böswillig die Realität verdreht. In einer Präsidentschaftskampagne, wo es um die besseren Worte geht (ja, die gibt es), geht das Argument nach hinten los.

Wenn man in einer Diskussion dem Gegner argumentativ unterliegt, dann ist die Formel "Bloss Worte" *bloss* das Siegel des schlechteren Redners, und damit des schlechteren Denkers, des schlechten Verlierers. Ja, Worte sind Ausdruck des Denkens, und klare Worte sind Ausdruck eines klaren Denkens, inspirierende und mitreissende Worte sind Ausdruck eines virtuosen, kraftvollen Denkens.

Indem Clinton auf Obamas perfekte Antwort "I have a dream - just words?" schnippisch "Dieser Satz stamt nicht von ihm, sondern von seinem Freund, er ist ein Plagiator!" keifte, hat sie sich auf die argumentative Ebene eines Erstklässlers gebracht.

Wenn dann noch jeder weiss, was für ein legendärer -- oder solte man sagen: blendender? -- Wortverdreher ihr mitamtierender Mann ist ("I did not have sex with this woman", "I didn't inhale"), dann wundert es einen kaum, dass Wisconsins und Hawaiis Wähler dieser Schmierkampagne eine schallende Ohrfeige erteilt haben. Wisconsin: Obama 58%, Clinton: 41%. Hawaii: Obama 75%, Clinton: 24%. Next Please.
 
 
 
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