11/03/2008 10:13
10 Minuten Mut zu Schreibwut: Meine Traumfrau ist eine Chefin
Schlagzeile: Frauen wollen weibliche Karrieren, Stichwort: Traumfrauenpower.
vonThinkabout
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Wir Schreibende etikettieren ein Ereignis als Teil eines Phänomens, Wiederholung und Beispiel eines generellen Problems, Ausdruck und Bestätigung oder auch Widerspruch einer gesellschaftlichen Tendenz. Blogs sind sehr viel freier, beides zu tun: Aktualität abzubilden, und das Prinzip dahinter zu suchen, das die Aktualität erzeugt, ein Phänomen bestätigt etc.
Facts 2.0 regt an und lässt anregen. Daraus entstehen lebhafte Diskussionen, die immer das Angebot beinhalten, den eigenen Standpunkt zu überprüfen und weitere Sichtweisen kennen zu lernen. Facts 2.0 beschäftigt sich mit Nachrichten und Meinungen. Dass Blogs hier sehr viel stärker einbezogen werden als anderswo, widerspiegelt unseren eigenen Umgang mit Schlagzeilen.
Die neue Kolumne "10 Minuten Mut zu Schreibwut" will das auch - und gleichzeitig weniger und mehr: 10 Min schriftlicher Brainstorm zu einem Wort oder einer Phrase, die aus einem einzelnen Artikel herausgepickt wurden. Das Schreiben hier bildet in einer Art Gedankenarbeit ohne Filter das Nachdenken zu einem Stichwort ab, ohne zu weit voraus zu denken. Das Weiterdenken will er Ihnen, den Leserinnen und Lesern überlassen und dazu anregen. Die Beleuchtungen halten so vielleicht wie ein Appetithäppchen ein Thema über eine Schlagzeile hinaus lebendig - bis zum nächsten Ereignis, Artikel, Essay, der sich erneut mit dem auslösenden Thema beschäftigt (Thinkabout, FACTS 2.0).
MEINE TRAUMFRAU IST EINE CHEFIN
Zu: Frauen wollen weibliche Karrieren
Meine Traumfrau ist eine Chefin. Sie arbeitet nicht nur. Sie bestimmt auch mit. Und denken tut sie dabei auch, aber nicht nur. Sie fühlt auch nach. In meiner (männlichen?) Phantasie lässt sie sich darin auch nicht beschneiden durch die Männergesellschaftsmechanismen, die scheinbar rational unter dem Thema Sozialkompetenz ablaufen, ach so konziliant im Teamgedanken eingebettet. Dabei steht das geschickte Lavieren im Vordergund: Die eigene Qualifikation unter dem Label "entscheidungsfreudig" knapp jenseits jedes Verdachts halten, asozial zu sein, und nie vergessen, die eigene Position managementgerecht zu optimieren.
Meine Traumfrau rechnet nicht vor, dass sie auch siebzig Stunden arbeitet. Sondern sie fragt mich, warum zum Teufel ich das nötig habe? Sie teilt, während ich raffe. Sie hält zusammen, während ich ausbreche. Meine Traumchefin spart die Energie, die ich verbrauche, um meine Gockelposition zu festigen, für die Familie UND die Firma auf. Und kümmert sich hier wie dort um Allianzen, sucht nach Mehrheiten, statt sie zu manipulieren. Ich habe ein bisschen Angst, dass sie sich notfalls nicht durchsetzt, und ich habe ein bisschen Hoffnung, dass wir ihr vielleicht immer häufiger aus freien Stücken folgen. Weil so Vieles was für sich hat oder hätte. Das bisschen zu viel Arbeit durch ein grosses Bisschen eigenes Familien(er-)leben ersetzen. Weniger sitzen in Sitzungen, mehr und schneller entscheiden. Was abgeben und was anderes annehmen. Das souveräne Gefühl lernen, ein Förderer zu sein, und ein Macher, BEVOR man zum Verhinderer wurde. Von der Familienmanagerin könnte man für die eigene KMU lernen. Den Mut zur Stützung neuer Produktentwicklungen finden, für neue Arbeitszeitmodelle und Beschäftigungsprogramme - für alle Mitarbeiterstufen.
Gerade für die Innovationskraft bei der Neu-Erfindung von Arbeit (was könnte Arbeit auch noch sein und was müsste sie eigentlich gar nicht sein?) brauchen wir dringend mehr von meinen Traumfrauen mit eben dieser Power: Mit dem Mut, "anders" zu sein und gerade dabei sich selbst treu zu bleiben.
vonThinkabout
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Wir Schreibende etikettieren ein Ereignis als Teil eines Phänomens, Wiederholung und Beispiel eines generellen Problems, Ausdruck und Bestätigung oder auch Widerspruch einer gesellschaftlichen Tendenz. Blogs sind sehr viel freier, beides zu tun: Aktualität abzubilden, und das Prinzip dahinter zu suchen, das die Aktualität erzeugt, ein Phänomen bestätigt etc.
Facts 2.0 regt an und lässt anregen. Daraus entstehen lebhafte Diskussionen, die immer das Angebot beinhalten, den eigenen Standpunkt zu überprüfen und weitere Sichtweisen kennen zu lernen. Facts 2.0 beschäftigt sich mit Nachrichten und Meinungen. Dass Blogs hier sehr viel stärker einbezogen werden als anderswo, widerspiegelt unseren eigenen Umgang mit Schlagzeilen.
Die neue Kolumne "10 Minuten Mut zu Schreibwut" will das auch - und gleichzeitig weniger und mehr: 10 Min schriftlicher Brainstorm zu einem Wort oder einer Phrase, die aus einem einzelnen Artikel herausgepickt wurden. Das Schreiben hier bildet in einer Art Gedankenarbeit ohne Filter das Nachdenken zu einem Stichwort ab, ohne zu weit voraus zu denken. Das Weiterdenken will er Ihnen, den Leserinnen und Lesern überlassen und dazu anregen. Die Beleuchtungen halten so vielleicht wie ein Appetithäppchen ein Thema über eine Schlagzeile hinaus lebendig - bis zum nächsten Ereignis, Artikel, Essay, der sich erneut mit dem auslösenden Thema beschäftigt (Thinkabout, FACTS 2.0).
MEINE TRAUMFRAU IST EINE CHEFIN
Zu: Frauen wollen weibliche Karrieren
Meine Traumfrau ist eine Chefin. Sie arbeitet nicht nur. Sie bestimmt auch mit. Und denken tut sie dabei auch, aber nicht nur. Sie fühlt auch nach. In meiner (männlichen?) Phantasie lässt sie sich darin auch nicht beschneiden durch die Männergesellschaftsmechanismen, die scheinbar rational unter dem Thema Sozialkompetenz ablaufen, ach so konziliant im Teamgedanken eingebettet. Dabei steht das geschickte Lavieren im Vordergund: Die eigene Qualifikation unter dem Label "entscheidungsfreudig" knapp jenseits jedes Verdachts halten, asozial zu sein, und nie vergessen, die eigene Position managementgerecht zu optimieren.
Meine Traumfrau rechnet nicht vor, dass sie auch siebzig Stunden arbeitet. Sondern sie fragt mich, warum zum Teufel ich das nötig habe? Sie teilt, während ich raffe. Sie hält zusammen, während ich ausbreche. Meine Traumchefin spart die Energie, die ich verbrauche, um meine Gockelposition zu festigen, für die Familie UND die Firma auf. Und kümmert sich hier wie dort um Allianzen, sucht nach Mehrheiten, statt sie zu manipulieren. Ich habe ein bisschen Angst, dass sie sich notfalls nicht durchsetzt, und ich habe ein bisschen Hoffnung, dass wir ihr vielleicht immer häufiger aus freien Stücken folgen. Weil so Vieles was für sich hat oder hätte. Das bisschen zu viel Arbeit durch ein grosses Bisschen eigenes Familien(er-)leben ersetzen. Weniger sitzen in Sitzungen, mehr und schneller entscheiden. Was abgeben und was anderes annehmen. Das souveräne Gefühl lernen, ein Förderer zu sein, und ein Macher, BEVOR man zum Verhinderer wurde. Von der Familienmanagerin könnte man für die eigene KMU lernen. Den Mut zur Stützung neuer Produktentwicklungen finden, für neue Arbeitszeitmodelle und Beschäftigungsprogramme - für alle Mitarbeiterstufen.
Gerade für die Innovationskraft bei der Neu-Erfindung von Arbeit (was könnte Arbeit auch noch sein und was müsste sie eigentlich gar nicht sein?) brauchen wir dringend mehr von meinen Traumfrauen mit eben dieser Power: Mit dem Mut, "anders" zu sein und gerade dabei sich selbst treu zu bleiben.







Diskussion
Jo was - denken tut sie auch noch. Und fühlen!
Da kämen wir ja nirgends hin wenn wir "Gretchen" immer unser Tun nach solchen Anforderungen richten müssen. Ich erwarte von einem gestandenen Mannsbild doch nicht, dass ich ihm sagen muss was er zu tun hat. Mache - Fertig Schluss - und wenn's schief geht Suppe auslöffeln.
Und nun schweige ich. Als Verfasser habe ich schliesslich meinen Senf schon abgegeben und will hier nicht das letzte Wort haben.
Wenn ich Maenner und Frauen mit Farbspektren vergleiche, dann sind Frauen und Schwule etwas mehr im roten Bereich, Maenner und Lesben eher im blauen. 100% rote und 100% blaue kenn ich keine, weil jeder Charakter ein Regenbogen fuer sich ist. In der Mitte (wo sich zum Glueck 99.9% aufhalten) vermischt sich alles.
Was mich manchmal irritiert an der Gender-Debatte ist:
A) Einmal (pussypower) sind Frauen ganz anders (meistens geistig, sozial, physisch und seelisch ueberlegen und aufgrund angeborener maennlicher Bosheit ueber Jahrtausende unterdrueckt)
B) ein andermal (Gendermainstreaming) sind sie wieder geistig, sozial, physisch und seelisch gleich (und zu Unrecht ueber Jahrtausende von den anderen gleichen Menschen unterschieden worden)
Ich dachte es gehe um Gleichberechtigung, also darum, dass Menschen mit verschiedenen Koerpern, und darum verschiednen physischen Bedingungen und Konsequenzen, dieselben Rechte geniessen. Was mir einleuchtet.
- Was seh ich falsch? Kann mich da mal jemand aufklaeren?
- Ist der Unterschied zwischen Mann und Frau ausserhalb meiner kleinen Welt grundsaetzlich groesser als zwischen zwei Frauen?
- Sind koerperliche Unterschiede irrelevant? Sind sie relevant, und wenn ja, wie?
- Ist Sexualitaet erst dann entscheidend fuer das Selbstbild, wenn man ein Mann ist?
Alle dieses Fragen sind mit einem Satz zu beantworten: Einfach offen und neugierig selber herausfinden!
Ist doch viel schöner so, als das dir irgend jemand sein Bild von den wirklich wesentlichen Dingen im Leben in dein Hirn pflanzt. Es dauert halt einfach ein ganzes Leben lang auf solche Fragen eine Antwort (herauszu)erfahren.
"Kinder abholen" und "Socken und Schuhe": gewiss schwierige Probleme! Aber lohnt es sich dafür das Profil "Krieger" und "Gebärerin" so derart einzuebnen und staatlich zu regeln, dass Männer plötzlich auch "schwanger" werden und unschlüssig wie die "törichte Jungfrau" in den Tag leben, dafür Frauen so "tough" und "männlich" werden, dass sie auch dummdreist in Zoten daherschwatzen und für eine Geburt keinen Platz mehr im Terminplan finden? Die grossen Probleme die wir heute zu lösen haben: wer gebärt noch Kinder und wen schicken wir in "Friedenseinsätze" auf die Welt. Vielleicht bin ich ein dummer Trottel, aber mir scheint es sinnvoll, die jungen Männer in Friedenseinsätze zu schicken und die jungen Frauen gebären zu lassen. Mein Zweifel: lösen wir durch Gendermainstreaming die "Sockenprbleme" um dann daran zu Grunde zu gehen, dass wir keine Kinder mehr haben und die Menschenrechte weltweit flöten gehen?
@ luftlinie. Du machst Dir das jetzt schon auch etwas zu einfach, oder? Es gibt da ein Paradox, das niemand ansprechen will.
Die Traumfrau-Chefin bestimmt nicht einfach gelegentlich mit. Sie bestimmt. Punkt. Weil schlussendlich jemand bestimmen muss - und das ist nun mal der Chef / die Chefin, welcher / welche die Entscheidung dann auch zu verantworten hat. Egal ob männlich oder weiblich. Und weil es im richtigen Leben äusserst selten vorkommt, dass immer alle mit allen Entscheiden einverstanden sind, gefallen auch die Traumfrau-Chefin-Entscheide nicht allen, womit auch die Traumfrau-Chefin für irgendwen zu irgendeinem Zeitpunkt ein komplettes A...... ist. Das muss man aushalten können als Chef / Chefin.
Weil man nicht jeden Entscheid mit jedem in aller Ausführlichkeit vorher besprechen kann (da würden 70 Stunden für eine Sitzung nicht reichen, zudem würde man häufiger in Pattsituationen feststecken), werden sich bald einmal ein paar hoffnungsfrohe, die von der Traumfrau-Chefin leicht zu viel erwartet haben, von ihr abwenden.
Die nächste Abwendephase kommt, wenn die Chefin Angestellten unangenehme Wahrheiten mitteilen muss (Beförderung / Umstruktrierung / Entlassung). Wo bleibt dann das "Traum" bei Traumfrau-Chefin?
Neue Produkteentwicklungen? Andere Arbeitszeiten? Andere Strukturen? Gerne! Sind Sie auch bereit, die nicht ganz so lustigen Folgen solcher Prozesse mitzutragen (kein Änderungsprozess verläuft reibungslos)? Oder steht die neue Chefin dann ganz schnell mal auf dem Abstellgleis? Und sagt man von ihr dann nicht: Sie ist genau so schlimm wie ein Mann.
Neuerfindung der Arbeit? Aber gerne! Solange Sie genau so viel Geld erhalten wie vorher und nicht länger arbeiten müssen. Freiwillig an eine NICHT BEZAHLTE Teamsitzung? Spinnt die Chefin jetzt total? Gebt mir meinen Chef zurück!
Mein letztes Wort gilt der Familienmanagerin. Mir wird schlecht bei dem Gedanken an das Wort. Ich beantrage, dass es als Unwort des Jahrtausends in die Geschichte eingeht! Damit suggeriert man allen Müttern und Hausfrauen, dass jederzeit alles möglich ist. Und dann sitzen sie bei mir im Vorstellungsgespräch und sind geplättet, wenn ich als Überhaupt-nicht-Traumfrau-Chefin erklären muss, dass es für einen Job in meiner Firma doch noch etwas mehr braucht. Diese Familienmanagerin geht dann nach Hause und sagt zu ihrem Mann: "Stell dir vor, da hockte ich so einem karrieregeilen Weib gegenüber, das keine Ahnung hat, was ich alles so leiste. Will die doch tatsächlich QUALIFIKATIONEN sehen! Ich bewerbe mich nur noch bei Männern."
Liebe @luftlinie und @zappadong: warum ist es denn so apokalyptisch, wenn ein Mann in der gegenwärtigen zivilisierten Gesellschaft laut sagt: "Meine Traumfrau ist eine Chefin"? Das klingt beinahe wie ein Programm! Sich öffentlich zu sowas zu bekennen ist für mich nicht selbstverständlich. Wer beklagt sich immer, dass Frauen weniger verdienen, dass sie keine Chefposten besetzen, dass dies und jenes... Das heisst nicht - aber vielleicht wird das thinkabout anders erklären - dass alle Frauen Chefinnen sein müssen, um zu Traumfrauen aufgewertet zu werden. Aber das ist nun mal ein Vorbild - eines von vielen. Warum müssen da ausgerechnet die Frauen aufschreien und Haare in der Suppe suchen (dabei Haare ist stark untertrieben gesagt). Es geht meines Erachtens nicht um eine dumpfe Verherrlichung des Chefinnen-Daseins, sondern um eine Bejahung. Als eine der möglichen Formen. Bezeichnenderweise reagieren die Frauen (mit Ausnahme von Oliver )vehementer ablehnend als Männer :-). Nichts Neues unter der Sonne.
Ich bin Chefin. Und ich kenne nicht wenige andere Chefinnen. Es gibt uns also schon, man muss uns nicht herbeischreiben. Meine Reaktion bezeichne ich nicht als ablehnend, sondern als einigermassen realistischen Alltag einer Chefin, einen Alltag, an dem ich auch als Chefin nicht vorbeikomme.
Mit Artikeln wie den von Thinkabout habe ich Mühe, weil sie irgendwo eine bessere Welt suggerieren, wenn Frauen Chefinnen wäre - Wir sind keine Traum-Chefinnen (dieses Wort stört mich gewaltig), sondern erledigen unsere Arbeit - mal besser und mal schlechter, wie unsere männlichen Kollegen auch.
Für mich funktioniert das mit der Gleichberechtigung, wenn ich sagen kann: "Mein Chef / meine Chefin macht einen guten Job." - und es absolut egal ist, ob dieser Mensch ein Mann oder eine Frau ist, ob zuhause Socken auf dem Boden liegen oder die Chefin am Dienstag eine Stunde früher geht, weil sie die Kinder von der Schule abholen muss.
Und ich bin gottenfroh, dass mein Mann nicht auf die Idee kommt so ein Loblied zu singen über die wunderbaren Eigenschaften "der Frau". Er sagt höchstens Mal: "Also mit einer Anderen (die das alles bieten kann was Thinkabout da aufzählt) wäre es viel bequemer." Und dann lachen wir zusammen und bündeln gemeinsam die Zeitungen und dann gehen wir wieder (ins natürlich nicht gleiche Büro) und sind Chefin und Chef. Und ich glaube wir machen unsere Arbeit gut - vielleicht gerade weil wir uns nicht ständig überlegen ob es auch recht für alle ist.
Ah, fast hätt ich's vergessen: unsere beiden Kinder haben die beiden "Cheffen" anscheinend immer ziemlich gleichwertig akzeptiert. Das behaupten sie jedenfalls heute als erwachsene junge Frauen.
Wissen Sie, was mich nervt, am Chefinnen-sein? Da bekomme ich Einladungen zu Chefinnen-Seminaren und was sind die Themen: Feng-Shui im Büro / Wege zum inneren Glück / Rhetorikworkshop für weibliche Führungskräfte usw. - und es wird auch noch erwartet, dass ich mich begeistert melde und mich dann kräuterteetrinkend meiner weiblichen Seite widme und vielleicht sogar noch meine Seele streicheln lasse.
Es sind diese Erwartungshaltungen, die mich (und viele andere Chefinnen) davon abhalten, das Anmeldeformular für so eine Tagung auszufüllen. Lieber nehme ich an einer Diskussionsrunde zu politschen und wirtschaftlichen Fragen teil, am liebsten in einer gemischten Runde von Männern und Frauen.
Ich will nicht als Chefin auf das Frauenimage reduziert werden, das wird unserer Arbeit nicht gerecht! Deshalb wehre ich mich so vehement gegen dieses "weibliche Führungskräfte sind ganz anders als männliche".
Chefin bin ich aus purem Zufall geworden - ich wollte eigentlich gar nicht. Wenn man jetzt böse wäre, könnte man sagen, "typisch weiblich." :-)
PS: und der Kommandant hat schon 3 Leute beim ersten Blick erkannt die sich fürs Weitermachen eigenen würden - also der mit dem Hund ist's nicht (der wurde nämlich wieder nach Hause geschickt).
Meinte er wohl......????
1. Chef oder Chefin kann heissen: Patron sein (für alle), Manager sein (für viele), direkt vorgesetzt sein (für Einzelne) und schuld/erfolgsentscheidend sein (für Kunden/Behörden) . Das könnt Ihr nicht alles unter einen Hut schieben.
2. Ich beobachte in meinen 30 Jahren eigener Chef-Tätigkeit (in allen obengenannten Rollen) eine zunehmende Angleichung weiblich/männlicher technischer Fähigkeiten bei unvermindert unterschiedlicher Art Dinge zu bewerten.
Das ist doch grossartig! The best of two worlds. Kein Grund eine der beiden Seiten hochzujubeln.
Was jedoch sicher klar ist: Männer sind privilegiert, einfach per Gewohnheit, und Privilegien gibt man nicht ab. Wie die Kindergarten- und Sockenbeispiele zeigen.
Die Arschlöcher meiner Klasse sind alle entweder nix geworden oder rechtzeitig an die Wand gefahren.
Und: wir alle kompensieren unsere Macken und Probleme in Betrieben.
Und Freunde sind (zumindest im uebertragenen Sinn) auf irgendeine Weise chefmaessig unterwegs. Ich kann alle meine Freundinnen und Freunde mit Chef ansprechen, und es macht immer Sinn.
Wenn man Freunde vorerst nach Frau und Mann und sexuellen Praeferenzen unterscheidet, dann ist man doch eine emotional arme Person, oder? Zu meinem engsten Freundeskreis gehoert Menschen verschiedenen Geschlechts und sexueller Ausrichtung, und da sind ein Paar objektive Chefinen und Chefs darunter.
Bin ich alleine mit solchen Erfahrungen?
Ein Tipp an Euch, macht mal ausgiebig Ferien in den nordischen Ländern, sofern ihr das nicht schon längst gemacht habt, und versucht mal in Kontakt zu den (Ur-) Einwohnern zu bekommen, einen kleinen Tipp, dass sind meist männliche Wesen mit Kinderwagen in Parkanlagen und/ oder Frauengruppen-Piknickerinnen mit einer Schar Baby's im Schlepptau;-)
((Nicht dass ihr dann behauptet, ich will wieder neue Regeln einfuehren, aber ich wuensche mir mehr Fragen und Staunen und Bescheidenheit in den Kommentaren und weniger ich-weiss-im-Fall-wie-s-ist-aber-ihr-seid-alles-Deppen...))
@ Mara, ja, die Saufgelagen von vielen Nordländern hätten die SchweizerInnen wirklich nicht übernehmen sollen, aber nun ist es wohl zu spät;-) Ich finde die Unterschiede der Nationen auch spannend, doch wir Menschen haben uns immer gegenseitig bereichert oder auch nicht, sonst würden wir uns ja im Kreise drehen;-) Schade finde ich, dass es leider kaum mehr eine Lädenvielfalt in Europa gibt, da bekommt man fast überall den selben Mist angeboten und die wirklich tollen spezifischen Läden sterben langsam aus...ich hoffe das der momentane Retrofaktor das ein wenig aufhält! Vorurteile und Prägungen werden leider immer noch vielfach ungefiltert und unrefletiert weiter gegeben ich wünschte mir da mehr Respekt. Oder wie sagte Renan Demirkan so schön:
"RESPEKT sucht das Verbindende im Unterschied. Und ist praktizierte Gerechtigkeit
RESPEKT will Achtung in der Ungleichheit. Und immunisiert gegen jedes Herrendenken
RESPEKT braucht Wissen und Verantwortung. Und bildet die Vorhut gegen Rassismus und Verrohung
RESPEKT heisst Liebe zu sich und zu den anderen. Und wird damit zum sichersten Schutz vor Demütigung
RESPEKT ist ein Versprechen für den Frieden. Und der grösste Garant für die Wahrung der Menschenrechte.
Deshalb ist fehlender RESPEKT ausgrenzend und demütigend, ist stille Folter und unsichtbare Gewalt."
Ja, auch ich sollte mir da ein Vorbild nehmen;-)
Was für eine schöne Ode auf den Respekt. Na in diesem Thread war doch noch was anderes gestanden. Ist aber verschwunden. Schwamm drüber: so ist offensichtlich "facts.ch".
@reichenstein. Dies ist auch eine Frage. ("Warum wollen alle immer verallgemeinern? Vor allem aus der eigenen Sicht heraus?")
Die Infragestellung der Regel wird als Infragestelllung der Person aufgefasst und - statt geprueft - mit persoenlichen Argumenten gekontert ("Das sagst Du nur, weil Du jung, ein Schreiner, ein Mann etc bist"). Die Verkuerzung eines Arguments auf persoenliche Bedingungen bedeutet aber wiederum einen empfindlichen Eingriff in den Erkenntnisprozess ("mir muss keiner erzaehlen, dass ich ein Mann, ein Schreiner etc bin, das weiss ich selber besser!") und fuehrt zur Eskalation persoenlicher Angriffe und Beleidigungen bis zum obligaten Fuck you.
Ich reagiere immer mit scharfer Zurueckweisung, wenn jemand versucht, meine Argumente auf mein Geschlecht, Alter, meine Rasse (ja, das kommt, wo ich lebe, vor), meine Nationalitaeten, meine Groesse, meine Ausbildung, meinen eventuellen Charakter oder gar Intelligenz runterzukuerzen.
Respekt in einer Diskussion bedeutet, dass man die formulierte Regel an den eigenen Erfahrungen prueft. Solange die zu pruefende Regel eine respektvolle ist, sollte man sie immer pruefen. Denn so lernt man.
Wer aber jemanden auffordert, einen Sexismus oder Rassismus an seinen Erfahrungen zu pruefen ("Maenner sind brutal", "Frauen sind dumm", etc) ist nichts anderes als respektlos und verdient keine Beachtung. Respekt beruht auf Gegenseitigkeit.
Wohlgemerkt, auch das ist bloss eine Interpretation, die auf persoenlichen Erfahrungen beruht. Aber daran ist ja an sich nichts schlechtes oder? Schlecht ist bloss, wenn einer meint, er stehe da darueber.
Frage: Warum wollen die Leute in Diskussionen immer das letzte Wort haben? Wieso schreiben die Leute immer: "Also, abschliessen! Ich sage so und so ist es. Und jetzt ist fertig diskutiert." Warum hoert man nicht einfach auf, wenn der Hunger gestillt ist und laesst die weiterdiskutieren, die noch Hunger haben?
Meistens wird behauptet, die Diskussion sei langweilig, und deshalb muesse Schluss sein. Ich habe oft ein ganz anderes Gefuehl. Je laenger eine Diskussion dauert, desto schmerzhafter wird sie, desto mehr stellt sie infrage. Und das moegen die wenigsten.
Bei Platon wird der Prozess des Erkenntnisgewinns als Geburt beschrieben. Interessant, nicht wahr?
Es sind zwei Welten, die tief ineinander umschlungen ein unzertrennliches Ganze bilden, wie das die Asiaten schon lange unübertroffen gezeichnet haben.
"SOKRATES: Von meiner Hebammenkunst gilt zunächst einmal das gleiche wie von der ihren. Sie unterscheidet sich aber dadurch, daß sie Männer entbindet und nicht Frauen und daß sie beim Gebären ihre Seelen überwacht und nicht ihre Leiber. Das größte an unserer Kunst ist aber, daß sie in jedem Fall zu prüfen vermag, ob es etwas Falsches und Unwahres ist, was das Denken des Jünglings hervorbringt, oder etwas Echtes und Wahres. Ja, auch darin geht es mir wie den Hebammen: ich selbst bin nicht imstande, eine Weisheit hervorzubringen, und das haben mir auch schon manche zum Vorwurf gemacht: daß ich wohl die anderen ausfrage, selbst aber über keinen Gegenstand eine eigene Meinung vorbringe, weil ich nämlich nichts Gescheites zu sagen weiß, und diesen Vorwurf machen sie mir zu Recht." (S. 13f)
Und bevor die Dogmatiker wegen der Mann/Frau-Unterscheidung den guten Sokrates, Sohn der Hebamme Phainarete, mit der Machorute schlagen: Sokrates hat alles, was er weiss, von einer Frau gelernt (Diotima), die er als die weiseste Person ueberhaupt bezeichnet.
Das Verhaeltnis Mann-Frau war ganz entgegen dem landlaeufigen Dogma immer ein kompliziertes. Auch in Japan kann man nicht einfach behaupten, dass die Frauen keine Macht haetten. Vielmehr sind die Maenner als Sararymen die totalen Sklaven der Gesellschaft.
Wir tragen mit jedem Posting unser eigenes Empfinden zu Markte. Und das tun wir immer mit neuer Subjektivität - und da wir ja Reaktion wollen, sie aber nicht sogleich in den Augen des anderen abfragen können, sind wir im Wider- und Wieder-Schreiben wohl immer ein bisschen provokativer als in der Wider-Rede. Dein Beispiel oben: Sokrates hat alles, was er weiss, von einer Frau gelernt (und nur der einen). Nun, Sokrates hat bestimmt, als regelmässig, ja ständig reflektierender Mensch, so von ziemlich allen gelernt, die ihm die Chance dazu geboten haben. Es ist möglich, dass er dies sogar selbst gesagt hat, aber dann auch in einer gewollten Hervorhebung aus einer bestimmten Situation heraus.
Wir dürfen alle gegenüber solchen Pointierungen lockerer bleiben, oder mit gelassenem Widerspruch die Diskussion weiter führen.
Und zu Deinen machtvollen Frauen: Appenzellerinnen haben heute wohl genau so viel Macht wie zu den Zeiten, als ihre Männer allein an die Landsgemeinde gingen. Die Mitgliederbefragung und Meinungsbildung einer Gesellschaft hat viele mögliche Ressourcen...
Um aber auf die Kolumne zurückzukommen:
Ich könnte mir vorstellen, dass das Imperativische in der Thinkabouts Botschaft unsere geschätzten LeserInnen stört. Schliesslich ist die Schweiz auch ein Volk, das nie eine Monarchie hatte. Aber in der Publizistik gilt eventuell gerade das? Wie mir Thinkabout soeben schrieb: "Jede Meinungsäusserung mit der Verve der überzeugten Kraft wird immer etwas Imperatives an sich haben". Dennoch: Thinkabout redet von "MEINER Traumfrau" und nicht von DER Traumfrau (also keinesfalls absolutistisch). Gewisse User haben sich sogar beim Wort "TRAUM" gestört gefühlt. MEINE GÜTE! Wollen wir doch nicht alle eine bessere Gesellschaft???
An Thinkabouts Kolumne stoert mich nicht das Pointierte, sondern die Vorstellung, dass es einen ebenso qualifizierbaren wie qualifizierenden Unterschied zwischen Mann und Frau gibt.
Das weise ich aus Theoretischen Ueberlegungen (der Unterschied zwischen Charakteren ist groesser und klarer als der zwischen Geschlechtsgruppen) wie praktischer Erfahrung (hatte Chefs mit all den Eigenschaften, gut wie schlecht auf maennlcher und weiblicher Seite) zurueck.
sondern es wird immer nur".
Das ist ja wunderbar und eine erstrebenswerte Haltung (übrigens nicht nur in der Philosophie, sondern auch in den Sozialwissenschaften, wo sogar mehr zu relativieren angebracht wäre, aller Vorurteile und Stereotypen zum Trotz). Leider ist es oft sehr schwierig, danach auch zu leben, wie gewisse missionarisch anmutenden Diskussionen auf FACTS leider gezeigt haben. Missionäre und Prophete gab es und wird es immer geben - ich denke nicht, dass all diese Charismatiker der Überzeugung sind, es gebe nur eine Wahrheit und sie selber im Besitz dieser Wahrheit wären :-). Ihre Aufgabe ist aber eine pragmatische: so viel Jungfer wie möglich um sich zu scharen - und das ist an sich keine unmoralische Angelegenheit.
Mir scheint in Ihrer Kolumne webt ein poetischer Traum. Stets haben wir Männer versucht eine Welt zu schildern, in der es den von uns verehrten Frauenzimmern wohl sein soll. Dieses Projekt verlangt von uns Männern ein gewisses "Frauenverstehertum". Leider ist das Wort "Frauenversteher" unter Frauen zu einem Spottnamen geworden. Was die Frauen wollen, thinkabout, das haben schon klügere Männer als ich nicht begriffen. Es wird ein Rätsel bleiben. Poetische Träume von uns Männern, wehren die Frauen als "patriarchaler Eingriff" ab. Sie wollen selber Träume entwerfen: das ist nun nach der Emanzipation ihr gutes Recht. Lange habe ich mich bemüht diese Träume zu verstehen: welche Rolle spiele ich in den Träumen der Frauen? Und wenn ich die "Zukunftsvisionen" von Frauen lese: es macht mich vieles unendlich traurig als Mann. Es beelendet mich. Sie haben sich mit einer Kolumne in die Öffentlichkeit gewagt, wie ein Ritter, bravo! Viele Frauenzimmer würden einen solchen Text im privaten schätzen, aber öffentlich wollen nun die Frauen mitargumentieren und nicht mehr in unserer (ich schliesse mich hier ein) altväterischen Poesie-Welt mitbedacht werden. Nur so kann ich es eklären, dass drei Frauenzimmer, deren Klugheit ich hoch veranschlage: Mara, Luftlinie und flashfrog dir den Daumen niederhalten. Darum nochmals in aller Freundschaft: mir gefällt dein Herz, zum grossen Poeten bist du zu ungelenk und zum grossen Philosophen zu unscharf in den Begriffen. Und im heutigen Kampf der Meinungen siegt nur noch das schonungslos Gute. Und wenn Evelina, Dir die Stange hält: es gibt noch Hoffnung, es gibt noch Frauen, die ins Herz schauen und ihre Voten danach verteilen.
Einen Orden kannst Du Dir leider nicht selber verleihen. Und lass bitte die Philosophen und die Poeten in Ruhe.
Und wenn Du schon von Visionen sprichst: Meine Vision ist (wie absurd das schon klingt ), dass Männer die Frauen als Frauen wahrnehmen und Frauen die Männer als Männer. Toll, wenn ein Mann mir galant die schwere Tasche abnimmt oder mit dem Kinderwagen hilft! Ich brauche mich nicht trotzig mit der schweren Tasche abmühen, um mich gleichberechtigt zu fühlen. Dieser absolutistische Anspruch "Gleichheit über alles" entbehrt jeder Grundlage. Hochgepuschtes Mitleid mit dem schwachen Geschlecht, das ja sowieso besser Kleider waschen als führen kann : -( braucht man da nicht.
Theoretische Überlegungen hierzu sind für die Schreibstube ganz nett, und in den praktischen Erfahrungen ist es eben doch so, dass eine Anweisung aus weiblichem Mund anders tönt als aus männlichem, wenn wir als Mann oder Frau hinhören. Es GIBT den Unterschied. Es gibt nur die Garantie oder die Regel von Gut und Schlecht nicht. Nur allenfalls Chancen, die Sichtweise darauf zu verändern.
@uertner: Ich weiss sehr wohl, wie seelenverwandt ich Ihnen im Grunde bin, und Ihr Resumé zu meinem Text berührt mich durchaus angenehm. Ich weiss nämlich in allem genau, wie Sie es meinen. Nur eines schmerzt mich wirklich: Dass Du meine Sprache als für einen Poeten zu ungelenk bezeichnest. Und jetzt bleibe ich beim Du, wenn es Dir recht ist. Es ist, bitte mildernd zu beachten, eine Kolumne und keine Schalmei. Und mein poetischer Traum (wie schön erkannt), wird verrissen, das mag sein. Das ist der Frauen gutes Recht, wie auch der Männer. Philosophische Schärfe? Nun, dazu habe ich vielleicht einfach zu viele Fragen an das Leben (und Männer und Frauen), und zu wenig Antworten. Darum brauche ich auch keinen Mut, mich als old seoul zu outen - denn darin bin ich auf jeden Fall bei mir und schreibe weiter schlechte Texte, in der Meinung, dass Empfindung und Bemühung um Selbstfindung auch schon ein Argument sind.
Die Traurigkeit, die Du ansprichst, ist mir sehr vertraut. Leider bleibt vieles Traum, Poesie, Utopie, oder alle diese Empathie geht vorschnell flöten. Aber es anzudenken braucht keinen Mut. Genau so gut könnte ich aufhören zu atmen.
Interessant ist, dass kein einziges Votum in dieser Diskussion gegen die beschriebene männliche Konkurrenzwelt im Berufsalltag opponiert. KEINES! Diese Klischees sind unbestritten. Und da wollen alle hin. Unglaublich.
In meiner Welt ist die Sache ja die: Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist selbst ein erotischer, also ganz und gar kein begrifflicher. Die Aufdeckung "der Mann ist so, die Frau ist so" ist obszoen, wirkt auf mich bestenfalls pornographisch (oh ja, Frau Schwarzer!). Je geheimnisvoller der Unterschied, desto interessanter. Manche empfindliche Dinge sollte man im Dunkeln lassen, weil sie im Licht schlichtweg verschwinden. Man geht ja nicht und offnet die Tuer zum Fotolabor, weil man bei der Arbeit zu wenig sieht im roten Licht.
Die Galanterie, von der Evelina spricht, ist nun mal nicht jedem Mann gegeben. Ich mag das nicht, finde das aber wunderbar, wenn einer das kann ohne zu schleimen. Jeder hat seine eigene Art und Weise, wie er sich Frauen gegenueber verhaelt. Galanterie ist ja nicht die einzige erotische Verhaltensweise. Es gibt entgegengesetzte Techniken, die ebenso wirkungsvoll sind. Das nebenbei.
Im Beruf und in der Freundschaft aber moechte ich das Erotische aber auf ein cooles Minimum reduziert wissen. Wenigstens in meiner Firma und meinem Freundeskreis.
Schön, das Sie das sagen: genau das meinte ich auch. Auch in mich als "Mann" wird ja viel hineininterpretiert, täglich. Darum wehre ich mich dagegen, wenn mir Gendermainstreamerinnen mit Aussagen kommen wie: "Bald wird es auch für Männer möglich sein Gefühle zu zeigen".
Dann sage ich: Hallo, da bin ich. Hier mein blutend Herz. Dies sind meine Gefühle: Heute. Ich habe nicht davon gelebt, dass sich Frauenzimmer nur mit den Gefühlen der kommenden "tauglicheren " Männer beschäftigen wollen. Abgesehen davon, beleidigt mich schon die Unterstellung, das Männer keine Gefühle zeigen können: ein dummes Klischee.
Dazu habe ich eine lustige Beobachtung vor zwei Wochen in Basel gemacht! Das war kurz vor dem SP Parteitag! Da bin ich per Zufall mit meiner Mutter hinter dem EX-SP Präsidenten Hans-Jörg Fehr , von einem Bus zum nächsten hinterher gelaufen und da musste ich feststellen, dass seine Sekretärin, die schweren Akten im Köfferchen selber schleppen musste, der galante Fehr lief mit einer superleichten Mappe unter dem Arm neben ihr her und machte keine Anstalten bei der nahenden Unterführungstreppe ihr zu helfen! Meine Mutter konnte sich nicht verkneifen, denn Fehr zu fragen, ob er ein Rückenleiden hätte, was er verneinte und plötzlich selber bemerkte auf was meine Mutter raus wollte!
Ja, auch wenn ich diese Sache mit der Gleichberechtigung, Gleichstellung, dank meiner Wikingerin, nicht so eng sehen, so wäre es schön, wenn gewisse Männer vermehrt wieder Gentlement wären (meine Nase habe ich soeben gezwickt;-)) Einige Frauen sind das nicht mehr gewöhnt und verhalten sich vielleicht deshalb etwas Männerfeindlich! Hoppala, welch Theorie;-)
Hier zeigt sich das Dilemma: die Galanterie geht von zwei komplementär aufeinanderbezogenen Aufgaben aus. Der Soldat ist galant zu Mutter (auf die spitze getrieben). Wenn nun der Vater als Hausmann zu hause bleibt: bekommt er einen Strauss? Will er das überhaupt? Wie soll der "Muttertag" gefeiert werden, wenn die Mutter die "Ernährerin" ist, hat deswegen der Mann die Kinder geboren? Der Soldat weiss: die Frau wird mir nie mit Waffen drohen, er wird nie gebären können.
Vor allem: Welche Frau will schon von den Männern ignoriert werden?
Im ernst: ohne die Problematik der sexuellen Belästigung zu vernachlässigen - erwachsene Männer und Frauen sind wohl imstande, Grenzen zu ziehen und sich zu währen. Falls das nicht funktioniert, sind genügend Belästigungskodexe geschrieben worden, die jeweils soweit gehen, dass sich die Männer fürchten, eine Frau nur anzuschauen.
Hier wäre es nun wichtig, offenzulegen auf welche Erfahrungen Sie sich stützen. Als Historiker finde ich diese Meinungsdifferenz hoch bedeutsam und es wäre für Leser interessant zu wissen: Wo war der Vater von Evelina Chef von 3000 Menschen, wo wurde Mara sozialisiert. Eure ganze Diskussion würde klarer werden. Sonst bleibt es ein netter Meinungsaustausch ohne Erkenntniswert. Aber vielleicht ist es ja nicht der Zweck dieser Plattform, soziologisch-historische Fragen zu klären. Dann lassen wir es beim Meinungsaustausch ;-))
Hier sind wir nicht mehr gefragt. Girls talk!
Warum also büschelt man für diesen Geschlechterkampf Frauen zu Frauen und Männer zu Männern? Schubladisiert und verallgemeinert, um dann Schlüsse zu ziehen? Was soll ich in derselben Schublade wie meine Schwägerin, die findet, Frauen gehören zu den Kindern nach Hause und Frauen, die arbeiten, müssen sich auf Kosten der Kinder etwas beweisen (nein, sie ist kein Mann, sie ist eine Frau)? Wenn schon Schublade, dann bitte in dieselbe wie mein Mann, der seit Jahren auf eine wirklich gute Art mit mir das Leben teilt. Aber das geht ja nicht - weil wir nicht dem gleichen Geschlecht angehören ....
Ich hab's mit Oliver: "Ich reagiere immer mit scharfer Zurueckweisung, wenn jemand versucht, meine Argumente auf mein Geschlecht, Alter, meine Rasse (ja, das kommt, wo ich lebe, vor), meine Nationalitaeten, meine Groesse, meine Ausbildung, meinen eventuellen Charakter oder gar Intelligenz runterzukuerzen."
Ich möchte denken wie ein Mensch (nicht wie eine Frau / ein Mann), handeln wie ein Mensch (nicht wie eine Frau / ein Mann) und ich werde total ungern in einer Schublade abgelegt. Vor allem nicht in der Schublade der Frau (die es als unverrückbare Einheit sowieso nicht gibt).
PS: Auch mein Mann hat Kinder, zu denen er schaut, deretwegen er früher von der Arbeit nach Hause kommt, für die er bei der Arbeit Kompromisse eingeht - es sind seine Kinder, meine Kinder, unsere Kinder.
@Zappadong (letzter Kommentar): ich sehe nicht warum wir uns hier voneinander unterscheiden sollten? Ich kann jeden Satz unterschreiben abgesehen vom Olivers Zitat - nicht dass das grundlegend falsch wäre, es ist mir aber zu radikal-gleichfördernd. Ach ja, das noch: ich möchte auch wie Du als "ein Mensch denken", Frau bleibe ich dabei trotzdem.
Thinkabout plädierte übrigens genau für den Lebensformen-Pluralismus.
Das albanische Rechtssystem der "Kanun" hat darum die Institution der "albanischen Jungfrau" eingeführt. Eine Frau, die auf Kinder verzichtet und dafür das Recht erhählt, eine Waffe zu tragen. Oder in die heutigen Debatten über akademische Laufbahnen übersetzt: eine Frau die doktoriert hat und der dann die Gebärmutter entfernt wird, um sie "Habilitationstauglich" zu machen.
Und was ich schon gar nicht verstehe: Wie in jede Geschlechterfrage unweigerlich die Armee Einzug hält.
Vielleicht mag ich in diesem Fall einfach den Gegenstand nicht vereinfachen, weil gerade bei diesem Thema das Vereinfachen gefährliche Folgen hat.
Das war eine Argumentationsregel meines Deutschlehrers: immer am Extremfall testen, jede Theorie, die sich in der Praxis bewähren soll. ;-)
Jasmin Hutter ("unsere" St. Galler SVP Nationalrätin) ist um Meilen weiter entfernt von mir als ALLE meine männlichen Freunde (das ist jetzt sehr nett und sehr diplomatisch ausgedrückt). Und wenn ich an die absolute Schreckschraube auf der Bahn heute Morgen denke, überlege ich mir sogar, ob ich nicht allenfalls lieber mit Toni Brunner essen ginge als mit diesem Exemlar weiblicher Führungskraft - ja, ich habe mir heute Morgen sogar überlegt, freiwillig Nur-Hausfrau zu werden, um als Chefin nicht in denselben Topf geworfen zu werden wie das Reibeisen mir gegenüber.
Oder etwas weiter gefasst: Die Unterschiede zwischen den MENSCHEN sind verschieden gross. Mir sind viele Männer näher als manche Frauen und mir sind viele Frauen näher als manche Männer. Und ich will mir nicht aus lauter Solidarität mit anderen Frauen einreden lassen, dass "wir Frauen gleich sind". Wir sind gleichBERECHTIGT - nicht gleich.
Ich persönlich bin mir den Wert der Generation 60+ schon länger bewusst. Ich ziehe für wichtige Projekte jeweils einen Mentor 60+ bei. Und habe dank diesen (meist ehemalige Patrons) schon so manches Projekt auf die Schiene gebracht. Ich schätze den Weitblick und die Erfahrung dieser Generation. Die Mann/Frau Frage ist hier nur am Rande relevant. Natürlich sind dies durchwegs Männer und ja (ich finde das sehr angenehm) "Gentlemen" und wir bleiben die ganze Projektdauer beim Sie. Aber sie stellen die richtigen Fragen und ich kann mich auf deren Urteil verlassen. Dass diese Mentoren alle dem Bild des Mannes entsprechen, der in der Genderdebatte ziemlich schlechte Karten hat, ist offensichtlich. Aber ehrlich gesagt mir völlig wurscht.
Da haben wir einerseits die statistisch zwar korrekten Analyse, dass das Alter (fast ausschliesslich) weiblich besetzt ist. Doch von der Geschichte her und von meiner Sichtweise als Frau, bringt der männliche Aspekt eine Vielfalt an Themen die spannend sind und bei Männern die älter werden stark und direkt spürbar sind. Doch gleichzeitig möchte ich den Blick auf die "Narben" dieser Männergeneration richten, die noch verhaftet ist in dem Anspruch, als Mann in jedem Fall Stärke zu zeigen. Eine schwindenden Männer-Generation - da die Ereignisse des Jahres 1968 und ihre Folgen (in Erziehung und Ausbildung) eine direkte Nachwirkung auf die Werte und Einstellungen der Generationen "nach 68" ausgelöst haben.
Und damit mache ich wieder den Bogen - Respekt - Ja... das ist es.
Gibt es hier jemanden, der ernsthaft bestreiten wollte, dass Frauen wie Männer darunter leiden, wenn sie in überkommene Rollenschemata gepresst werden, die ihnen persönlich nicht entsprechen und mit Vorurteilen und Pauschalurteilen eingedeckt werden?
Wir brauchen keine Männer, die uns belehren, "was das Weib will" oder was es soll.
Was wir brauchen, sind konkrete Maßnahmen, die es Frauen wie Männern ermöglichen, mit den familiären und beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im 21. Jahrhundert bestmöglich umzugehen. Da sind pragmatische kreative und individuelle Lösungen gefragt. Vielleicht könnten wir darüber mal reden.
Nichts gegen Empirie: aber die grossen Soziologen wie Weber oder Simmel waren entweder historisch sehr gut beschlagen, um die richtigen Fragen zu stellen, oder philosophische Köpfe. Die Erbsenzählerei ist eine heuristische Methode: danach muss man denken.
In der Diskussion Mara-Evelina wäre vieles schon erledigt, wenn Mara sagen würde (Ich ERFINDE ich bin in Kaffikon von Schweizer Eltern sozialisiert worden) und Evelina sagen würde (ICH ERFINDE: ich wurde in Honolulu als tochter eines arabischen Ölmagnaten sozialisiert) Punkt.
Sie können mir beliebige Abwehrmuster (nach Schüssler) unterstellen, das ist mir piepegal! Und wenn es Sie schwer treffen sollte: Es ist auch diesen Ingenieurinnen piepegal. Wir machen unseren Job und jede(r) von uns ist lange genug dabei, um die Qualitäten seines Gegenübers zu erkennen. Wir vertreten jeweils unterschiedliche Fachgebiete und diskutieren auf gleicher Augenhöhe - das hat (leider für Sie /gottseidank für mich) mit Genderquestions überhaupt nichts zu tun.
http://de.youtube.com/watch?v=-QMxLCJAYq 0
@Mara
Habe ein halbes Jahr für eine Jus-Professorin gearbeitet. Kenne darum das Rechtsdenken etwas (ich war in einem historischen Projekt um Daten im Archiv zu finden). Was einen Historiker zutieftst erschüttert, ist die Hypothes des Rechts (die natürlich denknotwendig und grundlegend für die ganze wissenschaft ist), dass dies als logisches System von gesatzten Regeln einfach und unerbittlich logisch voranschreitet, als wären es nicht Menschen mit ganz gezielten Absichten die dieses Voranschreiten beeinflussen würden.
Galt früher das Naturrecht und das traditionelle Sittengesetz als Bezugsrahmen dieses Voranschreitens so sind es nun ideologische Konstrukte wie dieses "Gendermainstreaming". Dies der Hauptansatzpunkt meiner Kritik. Ich reklamiere in diesem Gendermainstreaming eine menschenverachtende Ideologie zu erkennen. Und ich weiss, ich habe im Moment alle Fussnoten und alle Studien gegen mich (vorallem diejenigen des Mainstreams des Gendermainstreamings): aber der Uertner ist hat halt ein Hugonottenschädel.
Mir scheint die Arbeit für ein "Reich Gottes", interessanter als die Arbeit für "Gendermainstreaming", denn letzteres erinnert mich zu sehr an marxistische Weltbeglülckungsmodelle, die mit Pauken und Trompeten vor dem Tribunal der Geschichte in den Orkus gefahren sind.
Die 20% Lohnungleichheit wird so lange bleiben, als Frauen tendenziell immer noch (oder schon wieder) im Mann einen Ernährer sehen, der Ihnen etwas voraus haben soll. Habe in einem Partnerwahl-Portal die Erwartungen der Frauen an den Mann studiert: der Impressionistische Eindruck: während viele Eigenschaften nun korrekt eingemittet oder individuell varierend gewählt werden: Ich fand keine Frau, (KEINE), die nicht von ihrem männlichen Partner "vorausschauendes Denken" erwartet hätte. Vielleicht liegt es daran, dass auch die Powerfrau, wenn sie in den Wehen liegt, darauf angewiesen ist, dass ihr Partner so schlau war den Kühlschrank für den nächsten Tag zu füllen. So lange, die Frauen in den Wehen liegen und der Mann die Schmerzen des Krieges erleidet wird diese strukturelle Männlichkeitsprämie von 20% bleiben. (dies ist wohl nach Schüssler Abwehrverhalten 2001: Biologisierung, ich weiss, mir auch Piepegal wie es heisst: aus eigener Erfahrung als Vater weiss ich: ES IST SO)
Dir, @Zappadong 13/03 15:50 bin ich ausserordentlich dankbar, dass Du Jasmin Hutter so erwähnst, dass wenigstens bezüglich ihr kein Missverständnis aufkommen mag, sonst wäre ich wirklich tot umgefallen...
@luftlinie 13/03 15:55: Was für ein schöner und wichtiger Ansatz! Da weisen Sie wirklich auf einen interessanten Punkt hin erwähnen ein schönes Beispiel jenseits jeder Gender-Frage. Wirklich wunderbar, wie sie dabei auch auf die Männer der Vor-68er-Generation schauen - auf Augenhöhe. Ein Highlight dieser Diskussion, nicht zuletzt, weil es eine praktische Anregung für Lösungen und Integrationen enthält.
@flashfrog 13/03 15:59 Wir sind jetzt dann bei Kommentar 100, zugegeben, meine Rechthabereien eingerechnet. Aber darüber hat noch kein Mensch sprechen wollen. Dabei käme ja damit Fleisch an den Knochen - für alle Spezies-Vertreter.
Was wir brauchen, sind konkrete Maßnahmen, die es Frauen wie Männern ermöglichen, mit den familiären und beruflichen Anforderungen und Herausforderungen im 21. Jahrhundert bestmöglich umzugehen. Da sind pragmatische kreative und individuelle Lösungen gefragt. Vielleicht könnten wir darüber mal reden.
Spezialisten für solche Lösungsansätze wären doch jene, die unter dem Fehlen entsprechender Angebote leiden. Also Frauen. Nicht DIE Frauen vielleicht, aber Frauen. Und hört mir auf mit den Sachzängen. Sondern her mit den Bedürfnissen. Erst mal. Am Anfang jeder praktischen Veränderung steht die Utopie des Optimums. Am Ende folgt, im besten Fall, die generell gültige Arithmetik des volks- und betriebswirtschaftlichen Nutzens von etwas, was noch immer in hohe Arbeitsleistung umzuwandeln war: Zufriedenheit.
Ich möchte hiermit feierlich der FACTS 2.0-Community mitteilen, dass dies die längste Diskussion in der ganzen FACTS-Geschichte ist - seit der Entstehung dieses Newsnetzwerkes Anfang September 2007. Herzlichen Dank an alle, die rege und engagiert an unseren hitzigen Diskussionen beteiligt und mit uns zusammen waren. Prost!
Evelina Bühler-Ilieva
Verantwortliche Redaktorin, FACTS 2.0
Zappadong ist grossartig. ZAPPADONG!
Wir müssen aufhören, sinnlos über Geschlechter zu reden, stattdessen anfangen sinnvolle Strukturen zu schaffen. (Tagesbetreuung.)
Habe fertig. (TRAPPATONI)
Zappadong ist wirklich zappalott, das ist wahr. Andere aber auch. Und das sage ich, obwohl ich zehn Schläge abgekriegt habe und nur fünf Pfläschterli verteilt wurden. Wichtig ist ja anderes. Siehe unten das Dankeschön.
Über die Strukturen hätte auch @luftlinie gern diskutiert.
Überhaupt staune ich, wie viel ein kurzer Text auslösen kann und wohin die Diskussionen führen können - und was überhaupt nicht angeschnitten wird.
Ein wunderbares Beispiel, dass wir alle immer unsere eigene Zeitung, unseren eigenen Text lesen. Und ich habe fast ein bisschen Ehrfurcht, was Worte eines Versuchs-Textarbeiters so auslösen können...
Ich sage Danke. Denn eine Reaktion auf einen Text, die Aufnahme einer Diskussion, ist, betrieben mit sachlichem Verhalten, an sich schon ein Zeichen von Respekt. Damit meine ich nicht mal so sehr mich (mir gegenüber). Ich könnte auch einfach schreiben: Gegenüber dem Thema. So, wie ich es versucht habe und versuchen werde.
Beim Wiederlesen des Threads muss ich Asche über mein Haupt streuen: Zu Recht massregelst Du mich thinkabout und bei Evelina muss ich in aller Form um Entschuldigung bitten. Es zeugt aber von Ihrer Grösse, dass sie mich als verantwortliche Redaktorin nicht aus dem Thread geworfen hat, wozu sie die Mittel hätte. Geringfügige Korrekturen habe ich noch angebracht: aber schliesslich musss ich zu meinen Fehlern hier stehen.
Ich bin noch nicht lange regelmässiger Besucher und Teilnehmer hier. Aber von Anfang an haben mir gebildete, aber vor allem engagierte Kommentare mit Herzblut imponiert. Du gehörst zu jenen, die sich mit sehr viel Engagement und oft äusserst ausgefeilten und doch witzigen Texten hier einbringen. Ich lese Dich gern, auch dann, wenn Deine oft auch ein bisschen pointierte Meinung mir einmal nicht entspricht. Und Du hast mich in genau diesem Stil auf Facts empfangen und animiert.
Es ist für mich daher einfach nachzuvollziehen, wie es passieren kann, dass einem einmal die rhetorische Keule ausrutscht. Ich bin darin auch ganz gut und hier nicht immer so überlegt, wie vielleicht auf meinem Blog. Ein Stück weit gehört das zum Wesen der Diskussion, und da darf man auch mal was einstecken.
Weiter zerreden brauchen wir es nicht. Du beweist hier echte Grösse und verstehst offensichtlich ganz genau, was ich gemeint habe.
Damit verneige ich mich ohne jeden Spott vor Deiner Geste und bin noch ein bisschen mehr von Stolz erfüllt, hier schreiben zu dürfen.
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