20/05/2011 18:18
Die Deutschen lieben starke Autos
Appelle an das Umweltgewissen haben nur geringe Wirkung: Die Autofahrer in Deutschland bevorzugen weiterhin Autos mit besonders starken Motoren, wie aus einer Studie der Uni Essen/Duisburg hervorge... »







Diskussion
Denn merke : Hubraum ist durch nichts zu ersetzen,außer durch mehr Hubraum.
Das flexibelste Transportmittel aller Zeiten hat zu Recht seit den Fünfziger Jahren eine weltweite Verbreitung gefunden. Der positive Beitrag an die Verbesserung der Lebensqualität - nicht nur in industrialisierten Ländern - ist nicht zu übersehen. Das Auto kommt in seiner ökonomischen und soziokulturellen Bedeutung gleich nach Hans Roslings Waschmaschine. Es wurde auch permanent weiter entwickelt: Sicherheit, Sparsamkeit, Sauberkeit wurden verbessert und sind tatsächlich messbar.
Im selben Zeitraum wurden Flugreisen für jedermann erschwinglich, der TGV braust mit 320 km/h über die grünen Auen, unsere Wohnfläche hat sich verdoppelt, mit behaglicher Fossilheizung im Winter, der immer leistungsfähigere Computer findet in einer Hand platz. Ja selbst das ökologisch unbedenkliche Velo hat heute Federung, Scheibenbremsen und Elektroantrieb.
Und wir diskutieren ernsthaft über den Hubraum? Come on! Open your mind!...;-)
Nur hat mir noch niemand erklären können, wieso Diesel plötzlich teurer wurde als Benzin – denn bei der Herstellung bzw. ab Raffinerie ist noch kein Preisunterschied.
Wobei: Wenn Irgendjemand mehr absahnen kann, wieso soll er das nicht tun dürfen in unserer freien Konsumgesellschaft?
Und mit Blick in die Zukunft: Wenn ich atomfreien Strom ab Steckdose mit noch mehr Gewinn (als mit Atom) verkaufen kann, wieso soll mich jemand an fetten Gewinnsteigerung hindern können….?
..willkommen in der Lemmingwelt ….
Als Alternative wird der ÖV auf Teufel kommt raus gefördert, allerdings mit völlig veralteten Konzepten. Somit drängen sich Tausende in vollgestopfte Züge, offensichtlich zur selben Zeit und ergiessen sich dann in die überforderten Trams, wieder zurselben Zeit. Derweilen leiden die Pendler unter aufgezwungener Proximitäts-Symptomatik: kein Blickkontakt, Geruchsbelästigung, Lärm, Zeitung, Stöpsel im Ohr. Soviele fremde Leute, so nah, täglich: das ist ungesund. Was da an Psychosomatik entsteht, lässt sich selbst mit Glaubuli nicht kurieren und was das die Gesellschaft kostet. Jede Ratte würde unter solchen Bedingungen Amok laufen.
Das neue urbane Transportmittel müsste ein weit verzweigtes Netz sein - ob auf den heutigen Strassen oder als Hochbahn (weniger flexibel) - aber mit Einzelwagen, 4-sitzig, mit Gepäckablage. Diese sind ohne Fahrer, computergesteuert mit mehrsprachigem Navigations-Display, überall abrufbar, zweigen selbständig ab, verhindern Kollisionen, immer im Betrieb. Ach, ich schweife ab...
Wie sieht dein städtisches Transportmittel der Zukunft aus?
Die Diskussion "öffentlicher Verkehr gegen individuellen Verkehr" ist völlig verfehlt. Der öffentliche Verkehr, so wie er jetzt existiert ist ein grosser Unfug: in den Stosszeiten, sind die Beförderungsmittel über-voll. In den anderen Stunden fahren da 20 m lange Busse, leer oder mit einem Passagier besetzt, herum. Jeder auch nur einigermassen gescheite Mensch muss merken, dass das Unfug ist. Komischerweise regen sich die Leute über Autos auf, in denen nur der Fahrer sitzt ... ein 20 m langer Bus, in dem nur der Fahrer sitzt, ist viel störender.
Die Automobil Industrie und auch Leute, wie Hayek, konstruieren ständig irgendwelche Spielzeuge, die nur zum Protzen ausgelegt sind. Niemand überlegt sich, wie ein Transportmittel aussehen muss, damit es seine Aufgabe rationell und sinnvoll erledigt. In modernen Städten braucht es Transportmittel, die Menschen und Waren, horizontal und vertikal, von einem Punkt, zum anderen bringen können. Nur ein "Fliessbandsystem" kann so etwas rationel lösen. Selbst Velos sind eigentlich keine gute Idee, weil sie irgendwo abgestellt werden müssen. Ein Velo Parkplatz, mit hunderten von Velos, ist auch keine gute Idee.
Auch U-Bahnen sind keine gute Idee ... es braucht eine viel zu grosse Infrastruktur und es ist viel zu umständlich, sich damit von A nach B zu deplazieren. Zudem sind U-Bahnen Terror gefährdet, weil Terroristen da in der Stosszeit viel Schaden anrichten können.
Auch Vandalismus kann man, in kleinen Transporteinheiten, viel besser in den Griff bekommen, als in den heutigen öffentlichen Transportmitteln ... wenn Sensoren in den Transporteinheiten Vandalismus feststellen, dann geht die Türe nicht mehr auf und die Einheit bringt den Übeltäter direkt zur Polizei.
Auch eines von den Problemen, die es bei Car-Sharing gibt (nicht gemeldete Blechschäden) fällt weg.
Ich habe mich schon vor mehreren Jahrzehnten mit Car Sharing beschäftigt und bin damals zu der Einsicht gekommen, dass Car Sharing nur in Randbereichen sinnvoll ist. Und auch dort ist Car Sharing, so wie es jetzt angeboten wird, nicht nur sehr wenig sinnvoll, sondern auch noch gefährlich.
Wir müssen auch bessere Zeitorganisationssysteme entwickeln .... zum Beispiel, indem wir die Stosszeiten reduzieren. Man hat jetzt den Eindruck, dass die Menschen grosse Freude daran haben, in vollen Bussen oder auf verstopften Strassen herumzufahren. EIne Idee dafür ist, eine 6 Tage Woche, in der 3 Gruppen, alternatif, jeweils 4 Tage arbeiten und 2 Tage frei haben. Das reduziert die "Stosszeiten", um ein Drittel.
Und noch etwas Frenk .... Deine Navigationssystemn Idee ist dann auch alter Käse ... man sagt wo man hin will und der Rest wird von einem Computer organisiert. Da ist Dein geliebter Navi unnütz geworden und kann für andere Aufgaben optimiert werden.
Aber schön haben wir darüber geredet!
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