Vom Bravo zum Sex-Koffer und zur Sex-Box
Ab dem neuen Schuljahr steht in Basel Sexualkunde obligatorisch auf dem Stundenplan. Sex-Koffer und Sex-Box sollen dabei als Hilfs­mittel für den Aufklärungsunterricht eingesetzt werden.

Der Koffer ist für die Kleinen bestimmt. Sein Inhalt: Puppen, Puzzles, Bücher und anderes Lehrmaterial für Vier- bis Zehnjährige. In die Box dürfen hingegen erst die älteren ­Kinder gucken: Sie enthält Film­material zur Aufklärung, Holzpenisse in allen erdenklichen Längen und Dicken sowie eine künstliche Vagina.

Ausserdem soll das gern gespielte «Dök­terle» offiziell betrieben werden. «Dass Kinder in diesem Alter Lust empfinden, ist normal. Das darf man nicht abklemmen – sonst kann sich das negativ auf die Entwicklung auswirken», so ein ehemaliger Kindergärtner.

Nicht nur in Basler Schulen geht man unverkrampft mit dem Thema Sex um: Auch in den Kantonen St. Gallen und Appenzell kennt man in vielen Schulhäusern den sogenannten Sexteppich – eine bunte Collage aus Papierschnipseln mit obszönen Begriffen wie «ficken», «bumsen», «knallen», der ebenfalls als Hilfsmittel für die Aufklärung eingesetzt wird.

Die restliche Schweiz erwartet ab 2014 ein staatlich verordneter, obligatorischer Sexunterricht.


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