23/03/2008 10:19
Charlotte Roches pornografischer Bestseller «Feuchtgebiete» ist nur ein Pseudo-Tabubruch. Sprachlich markiert das Buch den Nullpunkt der Pop-Generation.
Von Stefan Zweifel
Von Stefan Zweifel







Diskussion
So unnötig wie ein Kropf. (Redensart, damit wenigstens etwas gesagt ist).
Weiter ist mir jede Diskussion über dieses "Werk" zu schade. Es ärgert mich sogar, dass ich mich überhaupt zu diesem Kommentar hinreissen lasse und damit wohl beweise, dass das Kalkül von Verlag und Autorin aufgehen.
Ich habe das Werk zwar noch nicht gelesen, weil es gerade mein Wikingerweibchen seit Tagen verschlingt, doch was ich davon bis jetzt mitbekommen habe sind die vielen Gluckser, Lachausbrüchen, Tsssst und Tuscheleien mit diversen Geschlechtsgenossinen.
Es kann natürlich sein, dass mein Wikingerweib sich zuviel mit solchen Büchern beschäftigt hat:
http://www.joannarubindranger.com/graphi c_novels/index.html
Ich kann ja, dann erst zu einem späteren Zeitpunkt mal darüber berichten, obwohl vielleicht können Thinkabout und Dolphin69, die Anscheinend das Buch schon gelesen haben mir da weiterhelfen?
Wenn also jemand kommen und sagen würde, besagte Frau Roches dürfe auf die gleiche Stufe gestellt werden wie etwa eine Anaïs Nin, so kriegt der von mir eins auf den Deckel!!
Und wenn er selbst zu lange im Wikingerland war (wo es erwiesenermassen viele dunkle und saukalte Nächte mehr gibt als bei uns, und das, so stelle ich mir vor, die Urteilsfähigkeit in Sachen Sex und Porno stark einschränken tut) so sollte er die billigen Machwerke von Roches & Co trotzdem noch als solche erkennen können.
Jetzt habe ich gerade schnell mal bei meinem Wikingerweib das Buch geholt und lese da auf dem Klappentext folgendes: "Radikal, drastisch und ebenso zart. Ich erinnere mich nicht, ein Debüt-Manuskript in der Hand gehabt zu haben, so sicher, so mutig uns so voller Gegenwart wie dieses " Roger Willemsen
Jetzt werde ich es doch noch lesen müssen, wenn da so ein Mann davon schwärmt;-)
Und übringens hatte Anaïs Nin auch Wikingerblut in ihren Adern.
Den besagten Bestseller von Charlotte Roches habe ich zwar noch nicht gelesen, doch habe ich Charlotte Roches in einer etwa einstündigen Fernsehdiskussion vor etwa zwei Wochen verfolgt (hatte zufällig in der WDR reingezappt ).
Wenn die Autorin in ihrem Buch auch nur ansatzweise ihre Gedanken so verfaßt, wie sie sich in der Diskussion und dem persönlichen Interview gegeben hat, dann würde mir schlecht werden, wenn ich das Buch lesen müßte.
Ich empfand es als vulgär, wie Charlotte Roches über sich und das Buch sprach; Ekel und Abneigung stieg in mir hoch und ich fragte mich, was diese Frau wohl Entsetzliches erlebt haben muss, um derart befremdlich über all die Arten von Sex und wundervollen Empfindungen so zu sprechen! Wenn sich Erotik tatsächlich so abspielen würde, wie Charlotte Roches sie uns präsentiert, wäre ich sicherlich die Erste, die vollkommen abstinent (in jeder Hinsicht) leben würde. Im Übrigen kann ich nun auch verstehen, dass es Frauen gibt, die bereits beim Wort "Pornografie" Grauen und Entsetzen fühlen.
Ich bin sicherlich nicht prüde, verklemmt oder gar feindseelig gegenüber offen geäußerten Empfindungen eingestellt, aber wenn man derart abstoßend über Dinge spricht, die doch an und für sich die Schönsten und Erregendsten in unserem Leben sind, dann kann ich nachvollziehen, dass dieses Buch bei Menschen, die nur etwas Wert auf Ästhetik legen, auf große Ablehnung stößt.
Ich für meine Person werde es mir nicht antun, dieses Buch zu lesen.
Also mit Pornographie hat das nun wirklich nichts zu tun, eher mit Selbstdarstellungsträumen und ekeligen Schleimereien;-)
Ich habe manchmal - zwar nicht auf FACTS, aber anderswo - das Gefühl, dass mit verschiedenen Ellen gemessen wird.
@rattenkönig: Frau Roten ist für mich nichts anderes, als eine moderne, weibliche Variante von Geri Weibel...
seit ich André Dosé am TV ertragen musste mit seinen unverdauten Anglizismen, bin ich leicht allergisch. Deshalb wohl stösst mir das offenbar gar nicht ironisch gemeinte 'blattant' auf, sintemalen Du es immer wieder verwendest ;-)
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