30/06/2011 10:21
Der Fussball ist ein Gott
Religion hat die Aufgabe, Orientierung zu bieten, Sinn zu stiften, Hingabe zu ermöglichen, emotionale Rückbindung auf ein göttliches Wesen zu schaffen und Trost zu spenden. Gläubige sind in der Reg... »







Diskussion
Es steht hier schon in meinem Profil bei Facebook...
Beim Sport interessiert mich das Zuschauen nicht (... vielleicht ganz ähnlich wie beim Sex...).
Ich mache ein bisschen etwas (mit zunehmenden Jahren etwas mehr, damals als aufstrebender Jungmanager im Finanzwesen etwas weniger). Aber am Rand von Spielfeld oder Piste zu stehen, "hop-hop" u.ä. zu plärren und mir hinterher im Wirtshaus (vor Begeisterung oder Enttäuschung) den Kopf voll zu saufen, das ist nicht meine Welt.
Das habe ich auch irgendwie von klein auf nicht verstanden.
Wenn sie so zusammengesessen sind beim Bier, von "wir" geredet haben und so getan haben, als wären sie irgendwie persönlich betroffen vom Ausgang des einen oder anderen Spiels.
Wie auch immer... jedem Tierli sein Plaisirli...
Was ich überhaupt nie verstehen konnte, war die weitgehende Ablehnung vom Damen-Fussball.
Vor ein paar Jahren schon war die deutsche Damen-Fussballmannschaft wohl Europa- oder Weltmeister... und die Begeisterung im Grossen Kanton darüber hielt sich sehr in Grenzen, verglichen mit ähnlichen Erfolgen der Herrenmannschaft.
Ich habe das nie verstanden.
Am meisten stört mich ganz persönlich zwar, dass man all dem nicht ausweichen kann. Zwangsläuftig weiss man, wie das eine oder andere dumme Gesicht vom dummen Spitzenspotler aussieht. Und selbst der abstossend blutverschmierten Fresse des einen oder anderen Boxers entgeht man kaum, wenn man Nachrichten schaut.
Aber das nun einmal dahingestellt: Warum lehnen die Wirtshausgesichter den Frauenfussball so vehement ab? (... einmal ganz davon abgesehen, dass es jeder, dem es nicht gefällt, so machen könnte wie ich persönlich...)
Und jetzt, kürzlich, weil die deutschen Massenmedien die Akzeptanz für den Frauenfussball jetzt so massiv durchdrücken wollen, habe ich wieder einmal das Vergnügen gehabt, während einer Nachrichtensendung eine Umfrage irgendwo in einer Fussgängerzone gesehen.
Und da war ein Mann, der diesen Fussball von Damen als "unästhätisch" verdammte.
Und da ging es mir dann auf: Das ist so ein Wirtshausgesicht... und eine Frau, die Fussball spielt, passt einfach nicht in die Rollenvorstellung des Wirtshauses von Frauen. Eine Frau, die in hohen Absätzen arschwackelnd über einen Laufsteg schiebt (im "dead-man-walking"-Schritt...), passt in dieses Schönheitsideal des Wirtshauses.
Eine Frau, die Fussball spielt, eben nicht...
Das ist der Grund.
Wieder ein Beleg für das Primitv-Szenario, in dem Fussball angesiedelt ist.
Oder nicht?
http://textepollert.wordpress.com/
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