Samstagnachmittag, Coop, Zürich Albisrieden, 15.30 Uhr: Die Abfallberge türmen sich - keiner interessierts!
Derweil in Neapel die Einwohner im Zusammenhang mit der Aktion "CleaNap" (ein Wortspiel aus «Clean Napoli» und «Clean Up») den Besen an die Hand nehmen und ihre Stadt nun selber putzen!
Einmal pro Woche versammeln sich nun die Neapolitaner und putzen jeweils einen anderen Stadtteil. Die nächste Aktion ist für den 24. Juli geplant, bei der 17 Piazze gleichzeitig geputzt werden sollen – so viel Leute haben sich bereits zum Einsatz eingetragen!
Den Bürgermeister freut es: «Ich war schon immer überzeugt, dass die Neapolitaner zu einer Umweltrevolution fähig sind», sagt er. Dass es eigentlich Aufgabe der Stadtverwaltung wäre, für die Reinigung der Stadt zu sorgen, darüber schweigt er allerdings. Doch die Aktion hat so oder so einen hohen symbolischen Wert (mehr dazu auf 20min)!
Egal: Der Spiess dreht sich langsam aber sicher um, und wer Abfallberge sehen will, braucht künftig nicht mehr in die Ferien verreisen zu müssen, sondern kann sich hier zu Lande an den hübschen Abfallbergen satt sehen.
CleaNap ist übrigens auch auf Facebook!
Haben Sie auch schon solche einheimsichen Abfallberge gesehen? Wann? Wo?
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Diskussion
Auch bem Recycling scheinen einige Menschen völlig den Verstand zu verlieren. Hier in La Chaux de Fonds ist der ganze Güterbahnhof mit PET Flaschen aus dem Recycling verunreinigt. Als ich mich einmal mit diesem PET-Recycling beschäftigt habe musste ich kurioses feststellen: die Leute sollen die Flaschen zerdrücken , nur das tut fast niemand. Und PET Recycling betrifft nur Getränkeflaschen ... der andere PET Müll wandert in den normalen Müll.
Aber nein, man installiert lieber Videkammeras an Sammelstellen. Am Ende haben ist dann wirklich wie in England wo ja überall die Scheissdinger stehen.
Bestimmte Müllsorten, werden, wie zum Beispiel PET, für ein schäbiges Marketing-System ausgenützt. Auch das Papierrecycling ist organisiert, wie wenn es da Spinner gbt, die da Freude daran haben, ihr Altpapier, in Briefkastenschlitzen zu entsorgen.
Video-Kameras an Sammelstellen, die nicht von den Behörden missbraucht werden, sind eine sehr gute Sache. Dabei muss aber dafür gesorgt werden, dass alles gelöscht wird, wenn niemand, gegen die Regeln verstossen hat. Nur Videos, von Leuten, die, die einfachen Regeln nicht beachtet haben oder beachten wollen, dürfen da gespeichert werden.
Video-Kameras sind keineswegs so eine Sauerei, wie Martin Akeret, es sich da einbildet. Nur die Leute, die Video Kameras einsetzen, haben, leider, oftmals "Scheisse", statt Gehirn, in ihrem Grind! Ich habe einmal folgendes gesagt: wenn, im Eingang, von einem Haus, eine Videokamera jeden filmt, der das Haus betritt, dann ist mir dies 100 Mal lieber, wie wenn da, eine Hausmeisterin, mit dem Fernglas, die Leute bespitzelt. Warum? Weil die Video-Kamera, so eingerichtet werden kann, dass sie nur dann etwas "sieht", wenn es wirklich nötig ist ... die Hausmeisterin, kann zum Beispiel alle meine "Häschen" zählen, die Kamera kann so verwaltet werden, dass nur die "Häschen", die mich vergewaltigt haben, "gesehen" werden.
Ich glaube auch, dass ein System mit einer "Müll-Kundenkarte" durchaus Sinn machen würde: der "Kunde", der seinen Müll, getrennt, zu einer Sammelstelle bringt, bekommt eine Belohnung. Die Menschen, die das nicht tun, bezahlen ihre Müllabfuhrgebühr, in voller Höhe.
Es herrscht in den Köpfen, von den Spiessern, auch ein wirres Durcheinander, über den Begriff "Ordnung und Sauberkeit". Für die Papiersammlung, braucht man keinen Bindfaden, um sie "sauber" zusammenzubinden ... man kann das Papier, problemlos, in einem Karton sammeln und dann in einen Papiersammelcontainer werfen (wenn der nicht wie ein Briefkasten gestaltet ist!). Man muss nicht das Gras am Strassenrand abschneiden, weil das dann "sauberer" ist. Man muss nicht den Rasen auf 1 cm halten. Statt EInkaufsplastiksäcke zu verbieten, kann man diese Säcke so gestalten, dass sie mehrmals gebraucht werden können und dann am Ende ihres Gebrauchs noch als Müllsack dienen können. Man kann auch Kartons zum Heimtragen von Waren nutzen und diese dann als Altpapiercontainer nutzen.
... und: Man muss aufhören den Menschen zu suggerieren, dass es "cool" ist, wenn man Müll, in die Gegend schmeisst ... wie gestern, im Fernsehen, zu sehen war, wo der "Leader-Radler", der Tour de France, in einem Wutanfall, seine Trinkflasche, auf den Boden geknallt hat. So jemand gehört disqualifiziert ... besonderst dann, wenn er das an der Alpe d'Huez macht, wo die Tour de France, jedemal, wenn sie da durchzieht, einen, einen Kilometer breiten, Müllstreifen hinterlässt.
In den 70’er 80’er Jahren war bei uns die Abfallengen direkt proportional zum Steuerfuss der Gemeinde. Dieses Verhältnis stimmte aufs kg genau und besagt, dass Leute, denen es wirtschaftlich sehr gut geht, mehr Abfall produzieren als Leute, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht …...
Die Schweiz kennt die Gemeindeautonomie (das ist im Norden und Nordwesten ein völlig unbekanntes Ding bzw. es existiert dort nur auf dem Papier). Die Gemeinden bzw.die Einwohner haben damals Druck gemacht, weil teilweise Gewerbebetriebe Direktabmachungen mit den Entsorgern hatten und das vorab dem grünlinken Lager als höchst ungerecht erschein. Unter Druck hat man deshalb das Verusacherprinzip durchgedrückt und den Abfall über Sack/Container/sonstiges Gebinde und/oder pro Tonne bezahlen lassen.
Aus Sicht Umweltschutz wäre das eine gute Sache So kann jede(r) seine Abfallmenge selbst reduzieren, Sondersammlungen berücksichtigen und damit sich oder seinen Haushalt entlasten.
Leider hat dieser Systemwechsel (früher waren die Kehrichtgebühren eine Pauschale oder wurden mit den Steuern und Gebühren erhoben) auch den schönen Neudeutschen Begriff des Litterings heimisch werden lassen. Denn wer faul, unanständig, asozial oder sogar kriminell ist, schmeisst seine Abfälle irgendwohin. Inzwischen haben wir eine neue Art „Kehrichtpolizei“ die im Einzelfall bereits eine Art „Selbstläufer“ ist und manchmal bös übers Ziel hinausschiesst. Und Gemeinden, die mittels Videoaufnahmen Abfallsünder entlarven und dann büssen (das kommt dann aber auch zu Schildbürgerstreichen wie etwa wenn der Gemeinderat der Gemeinde X eine alte Alupfanne zur Sammelstelle der Gemeinde Y bringt, erwischt/gefilmt und gebüsst wird ….) Das eigentliche Problem ist aber das Littering bei Grossanlässen und das Littering in der Umgebung von Take Aways, Mäcs und anderen Donalds. Es scheint, das die Facebookgeneration im Nachgang zur Nutellageneration tatsächlich Null Bock auf eine geordnete Abfallentsorgung hat – da helfen ein paar Kameras wirklich nichts …..
Selbstverständlich helfen Kameras und eine "Kundenkarte" dabei, Recyclingsammelanlagen sauber zu halten. Der Staat muss nur lernen, dass er seine Bürger, nicht abzocken kann und dass diese Leute (die schon für die "Entsorgung" von ihrem Müll bezahlt haben), den Müll dann auch noch gratis zum Recycling bringen.
Der Wahn, der hier herrscht, ist teilweise unglaublich. Man kann zwar Glasflaschen in's Recycling bringen, aber für Gläser, aus Glas, gibt es keine Lösung. Yoghurtbescher aus PET wandern in den Müll, weil die Spinner, vom PET Recycling, nur Getränkeflaschen wollen. Papier muss man in kleinen Mengen, in eine Art von Briefkasten stecken. Für mehrere Duzend von gekennzeichnneten Plastikmateralien, hat es keinerlei Recycling Angebote, Noch nicht einmal für kompostierbare Küchenabfälle, gibt es Lösungen. Der "Sauberkeitswahn" führt auch dazu, dass die Müllabfuhr, mitten in der Nacht, kommt und mit grossem Lärm, Container leert. Selbst für den Schnee haben die Leute hier keine Lösung geschaffen. Für's PET Recyclig gibt es noch nicht einmal eine Adressenliste, von Plätzen, wo man diese Flachen zurückgeben kann.
Auch der Müllsack-Wahn, ist eine absolute Spinnerei: da wird Müll, mit Schweizerischer-Gründlichkeit verpackt, wie ein Geschenkpäckli, für die "Oma". Warum das? Damit die Arbeiter, in den Müllentsorgungsunternehmen, das Zeug, umständlich wieder auspacken müssen? Ganze Generationen, von Schweizern, haben sich im Schnüren, von Zeitungspacketen, zu wahren Fachleuten ausgebildet ... WARUM? Damit das Recycling Papier, mit Plastikschnüren verunreinigt ist? Oder weil die Müllmänner "Geschenkpäckli" gerne auspacken?
Effizientes Recycling ist auch eine effiziente Logistic ... un die muss bis in jeden einzelnen Haushalt durchgedacht werden.
Das typische Bild der agglomerativen Abfallentsorgung entspricht einer Gauss'schen Normalverteilung von am Boden liegenden, rosarot etikettierten Müllsäcken des schwarzen 30-Litertypus: der mittlere Container mit offenem Deckel überquillt, während die äussersten zwei vollkommen leer sind. Die grösste Distanz vom Eingang der Nische bis zum weitesten Container beträgt geschätzte 3 m. Mir ist das Verhalten unerklärlich und entlockt mir schon früh morgens ein stilles, ungehöriges Fluchen über meine schlampigen Mitbürger, die wohl ihren Struwwelpeter vergessen haben.
Ich glaube, ich muss mal eine Kamera mit Zeitraffer aufstellen und eine saubere verhaltensbiologische Studie durchführen...;-)
Da muss man wirklich eine Kamera aufstellen und sich einmal ansehen, wer, was macht und warum.
Ich habe einmal eine alte behinderte Dame erlebt, Die war ziemlich klein (1,35m). Die wollte Ihren Müll nicht in einen Container schmeissen. Sie wurde bedroht und beschimpft. Bis ich der Gemeindepräsidentin gezeigt habe, dass es für die alte Dame, ein extremer Kraftakt war, diesen Container zu öffnen und dann den Müll hochzustemmen und hineinzuwerfen. Dabei fiel der sehr schwere Deckel, immer wieder, herunter. Das ist oftmals selbst für kräftige Menschen eine grosse Anstrengung. Damit der Container nicht mehr selbst zugeht, klemmen einige, clevere, Leute einen Müllsack, zwischen den Deckel und den Behällter, damit der nicht zugeht.
Welches nun die Nachteile dieser Lösung sind und weshalb dies auf dem 1.5 m breiten Trottoir im Kleinbasel nicht möglich ist, überlasse ich deiner logistischen Fantasie...;-)
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